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Walter Tautschnig (* 14. Jänner 1917 in Villach; † 25. Oktober 2008 in Wien) war von 1955 bis 1983 Direktor des Instituts und Präsident des Vereins Wiener Sängerknaben.

Tautschnig war neben seiner Schulausbildung in Klagenfurt und Wien von 1927 bis 1931 selbst Wiener Sängerknabe. An der Universität Wien studierte er Rechtswissenschaften, während seines Studiums war er bei den Sängerknaben als Erzieher und Reisebegleiter tätig. 1939 wurde er promoviert und stand danach im Dienst der Kärntner Landesregierung. Während des Zweiten Weltkriegs war er als Sanitäter in München stationiert. Nach Kriegsende arbeitete er wieder als Jurist in der Kärntner Landesregierung und war daneben Berater des damaligen Leiters der Sängerknaben, Josef Schnitt. Gemeinsam mit ihm schuf er die neuen rechtlichen Grundlagen für den Verein Wiener Sängerknaben.

Nach dessen Tod wurde Tautschnigg 1955 zum Direktor des Knabenchors bestellt. Unter seiner Leitung sicherte er die wirtschaftliche und künstlerische Unabhängigkeit des Vereins durch eine Ausweitung der Tourneen und ließ das 1974 eröffnete Schul- und Internatsgebäude in Wien errichten. Bis 1997 hatte er noch die Funktion des Präsidenten inne.

Tautschnig wurde für seine Leistungen mehrfach ausgezeichnet, 1962 wurde ihm das deutsche Bundesverdienstkreuz I. Klasse und 1976 das Große Silberne Ehrenzeichen der Republik Österreich und das Silberne Ehrenzeichen des Landes Wien verliehen.

Literatur Bearbeiten

  • Rudolf Flotzinger (Hrsg.): Oesterreichisches Musiklexikon. Band 5. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2006, ISBN 3-7001-3067-8.

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