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Sportfreunde Schledehausen

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Sportfreunde Schledehausen e.V. von 1948
SF Schledehausen e.V.
Gründung 13. März 1948
Adresse/
Kontakt
Postfach 2152
49139 Schledehausen
Tel.: (0 54 02) 64 13 99
Präsident Bodo Arndt
Vorstand K. Rietenbach
B. Arndt
T. Eurlings
Mitglieder 500 (2006)
Vereinsfarben Blau-Weiß
Fußball-Abteilung
Spielklasse Kreisliga Süd
Region Osnabrück Land
Spielstätte Sportplatz "am Berg"
(ca. 1.000 Plätze)
Abteilungsleiter A. Jäkel (Senioren),
H. Niemann (Junioren)
Chef-Trainer Stefan Koopmann]
Spielkleidung
Trikot linker Arm.png Trikot Brust.png Trikot rechter Arm.png
Trikot Hose.png
Trikot Stutzen.png
 
Heim
Trikot linker Arm.png Trikot Brust.png Trikot rechter Arm.png
Trikot Hose.png
Trikot Stutzen.png
 
Auswärts
Saison 2005/06 Platz 13 (Kreisliga Süd)
Internet
Homepage Vereinsseite
E-Mail E-Mail

Die Sportfreunde Schledehausen ist ein Sportverein der Gemeinde Bissendorf aus dem Landkreis Osnabrück mit den Abteilungen Fußball, Tischtennis und Radwandern. Im Jahr 2006 zählte der Verein 508 Mitglieder .


Geschichte Bearbeiten

Im Jahre 1920 spielte erstmals eine Mannschaft in Schledehausen Fußball, zur Gründung der heutigen Sportfreunde kam es allerdings erst 1948.


Die Anfänge Bearbeiten

Wenn nicht im Sanatorium, das während des 1. Weltkrieges als Soldatenlazarett diente, noch viele Soldaten zur Ausheilung ihrer Gebrechen gelegen hätten, wäre es wohl nicht zur Gründung des SV 1919 „Löwenherz“ Schledehausen gekommen. Diese Soldaten spielten auf der „Gemeinheit“ Fußball und luden die jungen Schledehauser zum Mitspielen ein. Es dauerte auch nicht lange, bis man eine Herren- und Jugendmannschaft aufstellen konnte. Dem Talent einiger Soldaten ist es wohl zu verdanken, dass die Schledehauser Mannschaften gleich zu richtigen Kickern ausgebildet wurden und sich den ersten Wettspielen stellen konnten. Bei den Spielen trug man gestreifte Trikots und bis zu den Knien reichende weiße Hosen. Zur Zeit der Vereinsgründung war das Netz der Fußballvereine noch sehr breitmaschig im Osnabrücker Land. So wurden die Mannschaften gleich mit städtischen Gegnern konfrontiert. Sogar der damalige Westfalenmeister Arminia Bielefeld war einmal zu Gast in Schledehausen und wurde besiegt.

Es dauerte gar nicht lange, bis die 8 bis 14-jährigen Jungen im Dorf es den Älteren nachmachten und jede Gelegenheit wahrnahmen, mit einem kleinen oder großen Ball zu kicken. Es wurden kleine Wettspiele veranstaltet: Süppkenstraße gegen Bergstraße oder Unterdorf gegen Oberdorf. Wenn es hoch kam, spielte Schledehausen gegen die Waldmark. Abmessungen für Strafräume und Außenlinien gab es damals nicht. Meistens fand so ein Wettspiel in irgendeiner Kuhwiese statt.

Der Unparteiische hatte noch nicht viel zu sagen. Er entschied über Tor, Elfmeter-Strafstoß bei Hand oder Freistoß bei Foul. Wenn jemand foulte, wurde das „butschern“ genannt. Selten wurde ein Spiel abgebrochen, weil es zu einem Handgemenge kam. So wilde Spiele gab es natürlich bei den Großen nicht. Der Platz war mit allen vorschriftsmäßigen Linien markiert. Die Tore waren noch ohne Netze und bestanden nur aus zwei Pfosten und einem Querbalken, die mit den Farben grün und weiß gestrichen waren.

Die Wirtschaft Blanke war damals Vereinslokal. Wenn ein Wettspiel stattfand, ging es oft mit „klingendem Spiel“ zum Sportplatz.

August Gravemann ließ antreten und mit militärischem Gleichschritt wurde abmarschiert. Ein kleines Trommler- und Flötenkorps führte Spieler und Zuschauer zum Zuschlag.

Unterwegs wurden Vereinslieder gesungen:

„Unser Torwart auf der Lauer schaut bedächtig drein- unsere Bäck steh’n wie gemauert, halten alles fein- unsere drei Läufer hau’n den Ball nach vorn und die flinken Stürmer schießen sicher auf das Tor.“

So beachtlich die Leistungen in den ersten Jahren auch waren, so schnell gingen sie auch in den Jahren bis 1925 zurück. Als der Turnverein aus der Taufe gehoben wurde, traten immer mehr Fußballer in die Reihen der Turner über. Erst nach dem 2. Weltkrieg kam das Fußballspiel wieder in Gang und die Neugründung der „Sportfreunde“ setzte diese Tradition in Schledehausen fort.

Der Neubeginn nach dem 2. Weltkrieg Bearbeiten

Da die Siegermächte Vereinsgründungen in den ersten Jahren nach dem Krieg untersagten, spielten viele Fußballer aus Schledehausen bei dem Nachbarverein SV 28 Wissingen. Aber schon Pfingsten 1947 organisierten einige Fußballbegeisterte Spieler auf dem Sportplatz am Berg ein Pokalturnier. Das war der erste Schritt zur Gründung eines Fußballvereins in Schledehausen. Ein Jahr später, im März 1948, war es dann soweit. In der Gaststätte „Haus Sonnenschein“ wurde die erste ordentliche Mitgliederversammlung der Fußballabteilung des TV Schledehausen abgehalten. In den Vorstand wurden gewählt:

  • Abteilungsleiter: W. Drowe - Stellvertreter: H. Terrey
  • Schriftführer: E. Dramski - Stellvertreter: G. Braksiek
  • Kassierer: K. Ackermann - Stellvertreter: K.-W. Grieß
  • Sportwart: E. Koslowski - Stellvertreter: L. Nauber
  • Jugendwart: O. Grosse - Gerätewart: D. Rave
  • Platzwart: H. Leeker

Ende 1949 war endgültig die Selbstständigkeit der Fußballabteilung unter dem Namen „Sportfreunde Schledehausen“ erreicht. Karl Thor und für kurze Zeit Karl Stock leiteten in den 50er Jahren die Geschicke des Vereins.

Die 50er Jahre Bearbeiten

Die 1. Herrenmannschaft stieg in die 1. Kreisklasse auf und nahm in der Saison 1953/54 an den Aufstiegsspielen zur Bezirksklasse teil. Leider ohne Erfolg.

Im Spieljahr 1955/56 war der Abstieg nicht mehr zu vermeiden. Nun spielte man für die nächsten Jahre in der Kreisklasse Staffel Teutoburger Wald. Pfingsten 1958 konnten die Sportfreunde ihr 10-jähriges Bestehen feiern.

Die Sportkameraden K. Thor, W. Drowe, G. Braksiek, H. Ackermann, G. Piel, J. Igelmann und W. Remme wurden vom Niedersächsischen Fußballverband mit einer Ehrennadel ausgezeichnet.


Die 60er Jahre Bearbeiten

Die Vereinsgeschäfte wurden in diesen Jahren von den Sportkameraden K. Thor und G. Tank geführt. Ein Höhepunkt waren sicherlich die Spiele gegen Turbine Golzow (Brandenburg). Am 10./11. Juni 1960 fuhren die Sportfreunde Schledehausen gemeinsam mit dem SV 28 Wissingen in die damalige DDR.

Was damals keiner für möglich gehalten hat, wurde am 27./28. August 1960 Wirklichkeit. Unsere Freunde aus Golzow kamen zum Rückspiel nach Schledehausen.

Das ganze Dorf war auf den Beinen. Nach dem Spiel fand im Vereinslokal Bracksiek ein großer Dorfgemeinschaftsabend unter Mitwirkung des Gesangvereins und der Feuerwehrkapelle statt.

Am 3./4. Juni 1961 fuhr man zum zweiten Mal nach Golzow. Es blieb für viele Jahre die letzte Begegnung zwischen diesen beiden Mannschaften. Zu einem Rückspiel ist es durch den Bau der Mauer am 13. August 1961 leider nicht mehr gekommen. Erst zu Pfingsten 1990 konnten wir wieder eine Mannschaft aus Golzow bei uns in Schledehausen begrüßen.

Das Spieljahr 1960/61 verlief sehr erfolgreich für die 1. Herrenmannschaft. Mit 8 Punkten Vorsprung konnte die Meisterschaft und der Aufstieg in die 1. Kreisklasse errungen werden. Ein Freundschaftsspiel gegen VfL Osnabrück Amateure wurde ehrenvoll mit 1:3 verloren.

In der Saison 1963/64 wurde die Schülermannschaft Staffelsieger und errang den Kreispokal. Weiterhin wurde eine Alt-Herrenmannschaft unter Leitung von Werner Pilgrim gegründet. Im Spieljahr 1964/65 wurden Freundschaftsspiele gegen Almelo/Niederlande ausgetragen. Die 1. Herrenmannschaft blieb bis 1969 in der Kreisklasse. Im Spieljahr 1968/69 gelang dann einer sehr jungen Mannschaft mit Trainer Josef Igelmann der Aufstieg in die Kreisliga mit hauchdünnem Vorsprung (1 Punkt) vor dem VfR Voxtrup.


Die 70er Jahre Bearbeiten

In den 70er Jahren wurde der Verein von den Sportkameraden B. Suhl und W. Pilgrim geführt. Nach zwei Jahren der Klassenzugehörigkeit zur Kreisliga musste die 1. Herrenmannschaft schon bald wieder absteigen. Der Grund dafür lag in einer zu wenig durchdachten Vorstandspolitik, die dazu führte, dass gute Fußballer wie z.B. M. Gawylcyk (VfB Oldenburg), F. Liehr (TuRa Melle) und W. und H. Denke (TSG Burg Gretesch) den Verein für einige Jahre verließen. Der Wiederaufstieg gelang aber schon ein Jahr später.

In diesen Jahren wurde ein Trainingsplatz in Ellerbeck angelegt und etwas später eine Flutlichtanlage am „Sportplatz am Berg“ errichtet.

Sportlich ging es 1976 wieder bergauf. In diesem Jahr gelang durch ein 2:1 Sieg im Entscheidungsspiel in Bohmte gegen die Sportfreunde Lechtingen der Aufstieg in die Bezirksklasse. Zweifacher Torschütze war S. Laufer. Zwar musste man im nächsten Jahr wieder absteigen, doch der sofortige Wiederaufstieg glückte schon 1978. Im Jahr 1979 beendete J. Igelmann seine langjährige Trainertätigkeit für die 1. Herrenmannschaft. Nachfolger wurde B. Stühlmeyer. In diesen Jahren konnte erstmalig eine 3. und 4. Herrenmannschaft sowie eine Damenmannschaft gemeldet werden.


Die 80er Jahre Bearbeiten

In den 80er Jahren führten die Sportkameraden W. Pilgrim, D. Rave und H. Denke den Verein. Zu Beginn der 80er stieg die 1. Herrenmannschaft aus der Bezirksklasse ab und Trainer B. Stühlmeyer verließ mit zahlreichen Spielern Schledehausen. W. Pilgrim wurde von D. Rave abgelöst und verschiedene Trainer versuchten ihr Glück. Erfolg wollte sich aber nicht einstellen.

1984 übernahm dann H. Denke das Amt des Vorsitzenden. Mit seinem Stellvertreter H. Marx baute er um Spielertrainer M. Gawylcyk eine schlagkräftige neue Truppe auf. Am Sportplatz wurde ein Verkaufswagen für Bratwurst und Getränke aufgestellt, eine neue Umzäunung mit Bandenwerbung angebracht, eine Lautsprecheranlage installiert und der Grundstein für das Clubhaus gelegt. In dieser Zeit gründete man auch eine Radwanderabteilung.

Die sportlich erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte war 1986/87. Die 1. Herrenmannschaft wurde Meister der Kreisliga und stieg in die Bezirksklasse auf. Außerdem wurde sie Kreismeister. Die 2. Herrenmannschaft wurde ebenfalls Meister in ihrer Klasse und stieg in die Kreisliga auf, die ja bisher die Heimat der 1. Mannschaft war.

Zusätzlich machte sich unsere überaus gute Jugendarbeit bezahlt und die A-Jugend wurde ebenfalls Meister und spielte zukünftig ebenfalls in der Kreisliga. Trainer M. Gawylcyk verließ 1988 den Verein. Nachfolger wurden zunächst M. Zielske und später H. Bullerdiek.

Die 90er Jahre (1990-1995)Bearbeiten

Anfang der 90er Jahre holte die sportliche Leitung um Präsident G. Maiwald Trainer Manfred Gawylcyk aus Ostercappeln zurück und baute mit ihm einen neuen Kader für die erste Herrenmannschaft auf. „Manne“ setzte auf Identität und sah sich verstärkt in den eigenen Reihen um. Mit S. Laufer, G. Brockschmidt, H. Rödel und L. Beckemeyer setzte er dabei zum einen auf verdiente und erfahrene Spieler, zum anderen gehörten nun mit J. Rave, M. Raabe, J. Eekhoff und S. Hauck, die bereits von Kindesbeinen an für Schledehausen kickten, Spieler aus den Reserveteams der Sportfreunde zum Stammpersonal der „Ersten“. Auch einige Alt-Schledehauser (Ingo Reimann, Kai Igelmann, Christian Zaun) wurden von ihren damaligen Stadtvereinen zurückgeholt, um der Mannschaft ein „Schliärsener“ Gesicht zu geben. H. Restemeyer, der seinem Trainer seinerzeit zum OFV gefolgt war und ebenfalls zurückkehrte, konnte mit S. Niehaus (Ostercappeln) eine wichtige Verstärkung gewinnen. Nachwuchshoffnung J. Rottwinkel wurde bereits als 17-jähriger eingesetzt.

In den beiden Serien unter Gawylcyk’s Leitung als Spielertrainer konnte jeweils der Klassenerhalt gefeiert werden in der damals sehr starken Kreisliga, der Zusammenhalt des Teams war ausgezeichnet und dennoch wurde mit Wolfgang Peuker zur neuen Saison 1992/93 ein neuer Coach verpflichtet.

Peuker trat mit einem erneut verändertem Team (zur Mannschaft stießen u.a. T. Ackermann und R. Kopicziak) an, um mehr zu erreichen als „nur“ die Kreisliga zu halten, die Einführung neuer Trainingsmethoden, die in der Mannschaft sehr gut ankamen, brachten jedoch nicht den gewünschten Erfolg! Die Mannschaft konnte die im Training erprobten fußballerischen Elemente nicht „auf dem Platz“ umsetzen und fand sich trotz verhältnismäßig gutem Start 2 Spieltage vor Ende der Saison auf einem Abstiegsplatz wieder. Das kommende Spiel musste unbedingt gewonnen werden, um den Klassenerhalt zu sichern. Der Vorstand entschied sich nun für eine äußerst ungewöhnliche Maßnahme: Trainer Peuker, dem man durchweg gute Arbeit bescheinigte, wurde für dieses eine, für den Verein so wichtige Spiel suspendiert und durch Manfred Gawylcyk, der mittlerweile wieder als Libero in der „Ersten“ auflief, ersetzt. Der Motivationskünstler, der einer Mannschaft eine unglaubliche Willensstärke einimpfen kann, schaffte in diesem Spiel tatsächlich den nötigen Sieg und feierte mit Schledehausen erneut den Klassenerhalt.

Trainer Peuker übernahm zur neuen Saison wieder das Ruder, kam aber ob des Vertrauensentzugs zum Ende der vorangegangenen Spielzeit nicht mehr an die Mannschaft heran und hatte zudem wenig Fortune. Die Folge waren schlechte Ergebnisse und Unzufriedenheit aller Ortens. Die neue Führungsriege um „Appi“ Grützner beendete schließlich kurz vor der Winterpause die Zusammenarbeit.

Ex-Trainer Gawylcyk übernahm erneut die Mannschaft und einige „alte“ Recken wie u.a. Siggi Laufer sorgten dafür, dass sich das Team wieder ans Mittelfeld herankämpfen konnte. Pfingsten 1994 – 5 Spieltage vor Saisonende, traten die durch Verletzungen und Schichtarbeit ersatzgeschwächten Schledehauser beim bis dahin sieglosen und abgeschlagenem Tabellenletzten BarisSpor Bohmte an. Dieses Spiel sorgte für ein Novum in der bisherigen Geschichte der Sportfreunde. Vorausgegangen war eine unter angeblich kuriosen Umständen zustande gekommene 2:3 Niederlage an diesem trüben Freitagabend. Ein verschuldeter sowie ein verschossener Elfmeter unsres Spielertrainers brachten die unmöglichsten Gerüchte in Umlauf, von Absicht aufgrund Differenzen mit dem Vorstand war die Rede und es wurde weit unter der Gürtellinie verteilt. Die Volksseele kochte, noch am Samstagvormittag tagte der Vorstand und entließ Gawylcyk mit sofortiger Wirkung. Da am Pfingstmontag bereits ein weiteres Spiel anstand, übernahm Heiner Bullerdiek in seiner Funktion als Fußballobmann für einen Spieltag die Mannschaft, ehe Uwe Voskuhl, bereits für die kommenden zwei Spielzeiten engagiert und kurz zuvor beim VfB Schinkel ebenfalls von seinen Aufgaben entbunden, kurzfristig übernahm und trotz der erschwerten Umstände den Erhalt der Klasse schaffte.

Für die nächsten zwei Spielzeiten baute Voskuhl die „Erste Herren“ um und vollzog einen Altersschnitt. Zunächst noch als Spielertrainer scharte er etliche Mannen aus dem Stadtkreis um sich, allein von seinem früheren Verein VfB Schinkel brachte er 4 Spieler mit (u.a. G. Neuenfeldt und G. Schünemann). Es sollte zwar nicht die erfolgreichste, aber für die Teammitglieder die wohl schönste Zeit ihrer Karriere werden. Die Mannschaft war trotz der Vielzahl unterschiedlicher Charaktere ein verschworener Haufen, sowohl auf als auch neben dem Sportplatz herrschte ein unglaublicher Zusammenhalt. Allwöchentlich wurden nach den Spielen und den selbstverständlichen Clubhausbesuchen unsere Sponsoren besucht (dazu gehörten u.a. 2 griechische Restaurants), in den Sommermonaten wurde nach dem Donnerstagstraining regelmäßig die Altstadt in Osnabrück besucht und man traf sich auch sonst bei allen möglichen Gelegenheiten. Höhepunkte waren sicherlich die beiden Trainingslager mit anschließendem Grillfest, bei denen unter anderem eine Schweinewaage eine große Rolle spielte!

Aus sportlicher Sicht konnte man in der Hinrunde der Spielzeit 1994/95 noch an die oberen Tabellenplätze der Kreisliga anklopfen, musste aber aufgrund einer Vielzahl von Verletzungen eine bittere Niederlagenserie hinnehmen. Zum Abschluss landete man auf dem 14. Tabellenplatz, der zur Qualifikation der neu eingeteilten Ligen nach der Spielklassenreform nicht ausreichte. Neben den Sportfreunden mussten 10!!! weitere Mannschaften den Gang in die Kreisklasse antreten. In der 1. Kreisklasse herrschte nun ein großes Gedränge, viele Vereine versuchten mit aller Macht, in die Kreisliga zurückzukehren und das Niveau in dieser neu geschaffenen Liga stieg beachtlich. Die Sportfreunde konnten in der gesamten Spielzeit nicht an ihr Leistungsvermögen herankommen und reihten sich ins Mittelfeld der Liga ein. Uwe Voskuhl kündigte nach Differenzen mit dem Vorstand seinen Abschied an und etliche Leistungsträger verließen die Mannschaft.


Die 90er Jahre (1995-2000)Bearbeiten

Klaus Schmalstieg folgte in den Spielzeiten 96/97 und 97/98 als Trainer und musste erneut einen Umbruch der Mannschaft einleiten. Um die etablierten G. Neuenfeldt, J. Eekhoff, J. Rave, C. Zaun und W. Volbert baute Schmalstieg etliche ehemalige 2. Herren- und Jugendspieler ein. Auch von den neuen Baugebieten innerhalb des Ortes konnte die Mannschaft profitieren und den ein oder anderen Spieler (u.a. Thomas Surmann) dazu gewinnen. Leider konnte das Team nicht über Mittelmaß in dieser Liga hinauskommen, zudem überwarf sich Schmalstieg mehrfach mit einigen Leistungsträgern, die daraufhin aus dem Kreis der Mannschaft ausschieden und lieber in der "Zweiten" oder "Dritten" Fußball spielten. Die lang ersehnte Rückkehr in die Kreisliga blieb Wunschdenken.

Der Vorstand um Gerald Timmer befand sich auch vor dem Hintergrund unseres starken Nachwuchs’ nun in Zugzwang, denn diesen Spielern wollte man zumindest die Möglichkeit einräumen, auf höchster Kreisebene zu spielen. Daher wurde Schmalstieg von D. Mack abgelöst.

1998 feierte die Sportfreunde Schledehausen ihr 50-jähriges Bestehen . Zur großen Jubiläums-Festwoche vom 29. August – 6. September wurde bereits im Vorfeld sehr viel Aufwand betrieben. Bereits 1 Jahr im voraus gründete man einen Festausschuss, der akribisch an der Umsetzung arbeitete. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen:

Einer der Höhepunkte fand bereits vor der Jubiläums-Woche statt: Auf den Tag genau 50 Jahre nach Gründung der Sportfreunde Schledehausen trafen sich am 17. März 1998 die Gründungsmitglieder im Clubhaus. Viele Erinnerungen und Fotos wurden an diesem Abend ausgetauscht und es entstanden lebhafte Diskussionen.

Vor allem das legendäre Aufstiegsspiel gegen Fürstenau, das in der Saison 1953/54 verlorenging, beschäftigte die Gemüter auch noch ein knappes halbes Jahrhundert danach.

Der Vorsitzende Gerald Timmer hatte sogar das Original-Gründungsprotokoll zur Hand. Von den rund 30 Gründern waren seinerzeit 24 mit einem Posten im Verein bedacht worden.

Zum Jubiläumsfest im August wurde ein großes Festzelt neben dem „Sportplatz am Berg“ errichtet, in dem Freitags eine Jugenddisco, Samstags ein „Jubiläumstanzabend“ mit der populären Band „Sky Riders“ und Sonntags die große Feierstunde mit Ehrungen und anschließendem Frühschoppen mit der Blaskapelle Bissendorf-Holte stattfanden. Erstmals gab es auch so etwas wie einen Fanshop, die Organisatoren ließen Aufkleber, Regenschirme und T-Shirts zur 50-Jahr Feier fertigen. Insbesondere die T-Shirts fanden am Verkaufswagen reißenden Absatz.

Auch sportlich hatte die Festwoche einiges zu bieten. Die Jugendsportwerbewoche mit Turnieren aller unserer Jugendmannschaften sorgte täglich für regen Betrieb auf unseren Sportstätten, ein Spiel unserer ehemalige 3. Herren gegen die Alten Herren aus Wissingen sorgte für ein Wiedersehen mit vielen „Größen“ unseres Vereins und fand großen Anklang sowohl bei Zuschauern als auch Aktiven. Die Ortsmeisterschaften der ansässigen Vereine, welche eigentlich Bissendorf als Austragungsort vorsah, wurden anlässlich des Jubiläums diesmal in Schledehausen ausgetragen und erfreuten sich großem Zuschauerandrang.

Das Spiel einer Schledehauser Ü30 gegen eine hochkarätig besetzte VfL Osnabrück Oldie-Mannschaft, die sich mit etlichen ehemaligen Stars wie Lothar Gans oder Heinz-Werner „Rakete“ Eggeling ankündigten, sollte der krönende Abschluss werden. Leider musste dieses Spiel jedoch aufgrund eines heftigen Unwetters im gesamten Stadt- und Landkreis abgesagt werden.

Trotz dieses "kleinen Schönheitsfehlers" konnte man als Fazit der Feierlichkeiten rund um das 50-jährige Jubiläum feststellen, das diese Festwoche zu einem der Höhepunkte des gesellschaftlichen Miteinanders Schledehausens im Jahre 1998 zählte.

Ausruhen konnte sich der Vorstand allerdings nicht auf den großen Erfolg der Festwoche, denn die Zwischenbilanz der „Ersten Herren“ las sich insbesondere mit Blick auf die Tabelle erschreckend. Das Team fand sich als Tabellenletzter der 1. Kreisklasse wieder. Es rumorte offensichtlich gewaltig in der Mannschaft, sowohl auf als auch neben dem Platz. Der Vorstand ging auf Ursachenforschung. Nach etlichen Marathon-Sitzungen mit dem erfahrenen Spielerrat wurde der Trainer nach nur 3-monatiger Amtszeit prompt wieder entlassen.

Mit Fred Hammecke übernahm nun ein alteingesessener Schledehauser das Ruder, mit Erfolg! Er gab den völlig verunsicherten Spielern wieder das nötige Selbstbewusstsein und die Sportfreunde konnten wieder gewinnen. Unvergessen bleibt in dieser Spielzeit 98/99 die Siegesserie über Ostern, als aufgrund der vielen Spielausfälle im Winter gleich 5!!! Spiele zu bestreiten waren. Schledehausen gewann sie alle und konnte schließlich den Klassenerhalt feiern. In der Saison 1999/2000 verpflichtete die Sportfreunde Schledehausen einige hochkarätige Spieler, um den langersehnten Aufstieg endlich verwirklichen zu können. P. Hündorf, M. Liehr und später auch P. Kabatzik kamen von der Concordia aus Belm, Wolfgang Hammecke kehrte aus Bissendorf „heim“ und mit R. Ehmke wurde ein Spielmacher in die Mannschaft integriert.

Das neu formierte Team spielte nun hervorragenden Fußball und lieferte sich mit dem TSV Westerhausen einen unerbittlichen Zweikampf an der Tabellenspitze. Nach einem überzeugenden Sieg bei unserem direkten Konkurrenten schien die Rechnung aufzugehen, die Sportfreunde trohnte als Spitzenreiter in der Liga.

Doch nun folgte ein interner Machtkampf, der das langersehnte Ziel auf eine gefährliche Art und Weise zum Scheitern zu verurteilen drohte. Nach dem Sprung an die Tabellenspitze hatte das Team immense Verletzungsprobleme. Torjäger Pascal Hündorf verletzte sich schwer, ebenso Torhüter Thorsten Peters und einige andere. Zudem ließ die Trainingsbeteiligung zunehmend nach. Trainer Fred Hammecke sah das Saisonziel gefährdet, schlug vor, die A-Jugendmannschaft abzumelden und in den Herrenbereich zu ziehen. Dieses stieß auf wenig Gegenliebe bei den Verantwortlichen, woraufhin der Trainer ein Ultimatum stellte und drohte, „die Brocken hinzuschmeißen“, gäbe es nicht schnellstmöglich eine Lösung der personellen Probleme. Er konnte zunächst zum Weitermachen bewegt werden.

Im ersten Spiel nach diesem Machtkampf unterlagen die Sportfreunde der 2. Mannschaft des FC Bissendorf und gaben die Tabellenführung wieder ab, woraufhin nun der Vorstand den Machtkampf mit dem Trainer erneut schürte, indem Hammecke entlassen und mit M. Palm ein neuer Trainer installiert wurde. Dieser sagte jedoch recht kurzfristig nach Bekanntgabe der Demission Hammeckes aus beruflichen Gründen ab und so nahm der Vorstand die Entlassung seines (Ex-)Trainers zurück. Das "Tischtuch" zwischen Vorstand und Coach war jedoch längst zerschnitten und die Querelen nahmen kein Ende. Sie gipfelten in der Androhung, das komplette Team abzumelden und einen neuen Verein zu gründen. Erneut handelte der Vorstand und entließ den Trainer nun endgültig. Ostern 2000 übernahm Martin Möllenkamp die Mannschaft, die mittlerweile auf Platz 4 zurückgefallen war. Nun kehrte wieder ein wenig Ruhe ein und das Team begann eine furiose Aufholjagd, die letztlich mit dem 2. Tabellenplatz und den damit verbundenen Relegationsspielen zur Kreisliga belohnt wurde.

In Rothenfelde im Salinensportpark fand das Relegationsspiel gegen den SC Glandorf statt. Nach Jahren der Entbehrung endlich mal wieder ein TOP-Spiel für die Sportfreunde, was auch der Besucherandrang zeigte. Die SfS-Kolonne zog mit zwei vollbesetzten Reisebussen und etlichen Privat-PKW’s in Rothenfelde ein und peitschte die Mannschaft mit ihren stetigen Anfeuerungsrufen nach vorn. Mit viel Glück konnte dann die optisch überlegene Mannschaft des SC Glandorf mit 2:1 bezwungen werden, die lang ersehnte Rückkehr in die Kreisliga war Wirklichkeit. Gefeiert wurde dieser Erfolg bis in den frühen Morgen. Beachtlich ,dass sowohl Mannschaft als auch Vorstand diesen Aufstieg auch dem ehemaligen Trainer Fred Hammecke widmeten und ihm den Löwenanteil zusprachen. Kaufen konnte er sich freilich davon nichts mehr. Es sollten im neuen Jahrtausend tolle Jahre dieser Mannschaft folgen.

In die Saison 1998/99 fiel der bisher größte Erfolg einer Schledehauser Jugendmannschaft: Die von Kurt Rietenbach seit den Minikickern trainierte Mannschaft machte im Bezirkspokal von sich reden und schaltete nach und nach höherklassige Teams aus.

Am 13.05.1999 im Finale auf dem „Sportplatz am Berg“ vor mehr als 450 begeisterten Zuschauern lieferten sie dem klassenhöheren und favorisiertem Gegner Vorwärts Nordhorn einen tollen Fight und gewannen letztlich das dramatische Elfmeterschießen dank eines überragenden Torwarts Jan Doelker, der während der regulären Spielzeit verletzungsbedingt als Ersatz auf der Bank saß und erst Sekunden vor Abpfiff aufgrund seines Image als „Elfmetertöter“ eingewechselt wurde.

Ein Schachzug, der sich lohnen sollte, Doelker hielt 2 Elfmeter und wurde zum Held des Tages!

Erfolge im FußballBearbeiten

  • Kreismeister: 1986/87
  • Aufstieg Bezirksklasse: 1975/76, 1977/78, 1986/87, 1999/2000
  • Meister Kreisliga: 1977/78, 1986/87
  • Meister Kreisklasse: 1960/61, 1968/1969
  • A-Jugend Bezirkspokalsieger: 1999
  • 2. Herren: Meister 1986/87 und Aufstieg in die Kreisliga, Meister 1999/2000 und 2000/01.


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