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Singkreis „Da pacem“

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Der Singkreis "Da pacem" ("Gib Frieden") war ein Kammerchor, der an der Jenaer Friedenskirche 1985 gegründet wurde und sich 2013 aufgelöst hat.

Gründung Bearbeiten

Horst b.jpg

Der Jenaer KMD Horst Fröhlich in den 1980-er Jahren

Im Jahr 1985 gründete sich ein Singkreis aus Mitgliedern der Kantorei an der evangelisch-lutherischen Friedenskirche als Doppelquartett unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor (KMD) Horst Fröhlich zur Pflege von Choral-, Motetten- und Psalmenvertonungen sowie des Liedguts des 17. bis 20. Jahrhunderts.

Nach Eintritt des Leiters in seinen Ruhestand gab sich der Singkreis den Namen "Da pacem", da zwar einzelne Mitglieder weiterhin in dieser Kantorei sangen, aber nicht mehr dem Singkreis als ganzem der Gemeinde an der Friedenskirche angehörte.

Besetzung Bearbeiten

"Da pacem" war ein gemischter Kammerchor mit zwölf Mitgliedern, denn jede Stimme war dreifach besetzt. Zuweilen wurde bei einem sechs- oder achtstimmigen Chorsatz die jeweilige Stimme nur von zwei Sängern oder nur einem Sänger besetzt.

Repertoire Bearbeiten

Das Repertoire umfasste u.a. Werke von Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms, Felix Mendelssohn Bartholdy, Josef Gabriel Rheinberger, Peter Iljitsch Tschaikowski, Dmitri Bortnjanski, Max Reger, Rudolf Mauersberger.

Auftrittsorte Bearbeiten

2008-06-29 Chorkonzert Frauenpriessnitz 1.jpg

Konzert des Singkreises in der Kirche zu Frauenprießnitz 2008

In den Anfangsjahren seines Bestehens trat der Singkreis vielfach bei Chorfahrten neben den thüringischen vor allem in sächsischen und in mecklenburgischen Kirchen auf. Dieses gemeinsame Proben und Auftreten in einem Miteinander auf Zeit brachte die Sängerinnen und Sänger nicht nur stimmlich, sondern auch persönlich näher, so dass sich eine echte Chorgemeinschaft entwickelte.

In späterer Zeit trat der Chor hauptsächlich auf Anfrage in Gotteshäusern vorwiegend im ostthüringer Raum auf. Die am häufigsten frequentierten Orte waren die Friedens- und die Schillerkirche Jena, die Kirchen von Jena-Göschwitz, Magdala, Jena-Ziegenhain, Frauenprießnitz und Bad Klosterlausnitz.

In der Adventszeit sang der Chor Advents- und Weihnachtslieder bei Kranken und Pflegebedürftigen in Jenaer Kliniken und Altersheimen.

Eine besondere Aufgabe sahen die Sänger in der jährlichen Ausgestaltung einer Ökumenischen Trauerfeier des Anatomischen Instituts der Friedrich-Schiller-Universität Jena, bei der tot geborene Kinder sowie jene Verstorbenen geehrt werden, die bereits zu Lebzeiten durch eine Körperspende ihren Leichnam der medizinischen Wissenschaft zur Verfügung gestellt wurden.

Seinen 250. Auftritt hatte der Singkreis bei der Ausgestaltung eines Konfirmationsgottesdienstes am 17. Mai 2009 in der Kirche zu Schleifreisen.

Am 16. Juni 2013 hatte der Chor seinen letzten Auftritt.[1]

Presse Bearbeiten

Mehrfach berichteten die Regionalpresse "Ostthüringer Zeitung", die "Thüringische Landeszeitung" sowie die Kirchenzeitung "Glaube und Heimat" über die Auftritte des Singkreises.

Anlässlich seines 20-jährigen Bestehens musizierte der Singkreis in der 1464. Musikalischen Vesper der Jenaer Friedenskirche. Der Musikkritiker Karl Müller Schmied schrieb über dieses Chorkonzert u.a.:

"Mit einem Chorleiter vom Format eines Horst Fröhlich gelingen guten Sängern selbst die vielstimmigen Motetten wie Rudolf Mauersbergers 'Wie liegt die Stadt so wüst' und Felix Mendelssohn Bartholdys Magnifikat 'Mein Herz erhebet Gott, den Herrn': Werke, die man eigentlich wegen ihrer besseren dynamischen Wirkung größeren Chören überlassen sollte. Im 'da pacem' des Jubiläumskonzertes waren zwölf Frauen und Männer vertreten, denen man die Reife ihres Alters in der stimmlichen Qualität nicht anmerkte. Homogenität ist in solch kleinen Besetzungen eine klangliche Notwendigkeit, die gleichzeitig die Einordnung jedes einzelnen Sängers erfordert. <...> Seine <Fröhlichs> dynamischen Auslotungen lassen den Singkreis förmlich aufblühen, und das ohne unangenehme Übertreibungen."[2]


Anmerkungen Bearbeiten

  1. Jenaer Chor Da pacem nimmt Abschied in Bad Klosterlausnitz und Frauenprießnitz in der Ostthüringer Zeitung vom 11. Juni 2013, abgerufen am 14. Mai 2015
  2. Ostthüringer Zeitung vom 12. Oktober 2005

Quellen Bearbeiten

  • Aufzeichnungen der Chorgeschichte von Basssänger Klaus Strobel
  • Zeitungsartikel aus dem Privatarchiv von KMD i.R. Horst Fröhlich


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