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SSV Ulm 1846
SSV Ulm 1846
Name Schwimm- und Sportverein
Ulm 1846 e.V.
Vereinsfarben schwarz und weiß
Gegründet 5. Mai 1970
Mitglieder 11800
Abteilungen 25
Vorsitzender Katja Adler
Homepage www.ssvulm1846.de

Der SSV Ulm 1846 (offiziell: Schwimm- und Sportverein Ulm 1846 e. V.) ist ein Sportverein aus dem schwäbischen Ulm. Er ist mit 11.338 Mitgliedern der zweitgrößte Sportverein Baden-Württembergs. Die Vereinsfarben des im Volksmund „die Spatzen“[1] genannten Klubs, sind schwarz und weiß, was auch den Ulmer Stadtfarben entspricht.

Bekannt ist der Verein vor allem durch seine Fußball-Abteilung, deren erste Mannschaft in der Saison 1999/2000 der Bundesliga angehörte und aktuell in der Regionalliga Süd spielt. Neben den Fußballern spielten in der Vergangenheit auch die Basketball-Herren, sowie die Volleyball-Damen des Vereins in der jeweils höchsten Spielklasse. Der bisherige Höhepunkt des Vereins war die Saison 1999/00, als mit den Fußballern, der Volleyballmannschaft der Damen und den Basketballern von ratiopharm Ulm drei Mannschaften gleichzeitig in der ersten Liga spielten. Zudem deckt der SSV Ulm 1846 in insgesamt 27 Abteilungen alle gängigen Sportarten im Breitensport ab.

Im Rahmen eines Finanzsanierungsprogramms für den hoch verschuldeten Verein wurde am 20. Januar 2009 die Fußballabteilung aus dem Hauptverein ausgegliedert. Die Fußballsparte tritt seitdem als neuer eigenständiger Verein SSV Ulm 1846 Fußball auf.

Geschichte Bearbeiten

Vorgängervereine Bearbeiten

Die Vorgeschichte des SSV Ulm 1846 ist die Geschichte von Trennungen und Vereinigungen. 1846 entstand mit dem Turnerbund 1846 Ulm der erste Turnverein Ulms.

TSG Ulm 1846 Bearbeiten

Logo TSG Ulm 1846

Vereinsemblem der TSG Ulm 1846

Die TSG Ulm 1846 ging auf den im Jahr 1846 als ersten Turnverein der Stadt entstanden Turngemeinde Ulm, die sich 1860 in Turnerbund 1846 Ulm umbenannte zurück. Bereits in der Anfangszeit gab es innerhalb des Vereins Auseinandersetzungen bezüglich Ideologie und sozialer Struktur. Dies führte dazu, dass Kaufleute , Offiziere und höhere königlich württembergische Beamte in der Turngemeinde verblieben und die Handwerker, Gesellen, Angestellten sowie die niedrigen Soldatendienstgrade den Turnverein Ulm gründeten, der sich 1852 und 1856 abspaltete, wieder vereinigte und sich 1868 endgültig verselbstständigte.
Logo SSV Ulm

Vereinsemblem des 1. SSV Ulm 1928

Am 16. August 1939 schlossen sich der Ulmer FV 1894, der Turnerbund 1846 Ulm, der Turnverein 1868 Ulm sowie der 1920 durch die Fusion der Vereine Germania Ulm und Ulma Ulm entstandene Sportvereinigung 1889 Ulm zur Turn- und Sportgemeinde Ulm 1846 zusammen, um in Ulm einen schlagkräftigen Sportverein herzustellen. Durch den kurz darauf ausbrechenden Zweiten Weltkrieg war ein geregelter Trainings- und Spielbetrieb schon bald nicht mehr möglich. Bei den Württembergischen Turn-, Spiel- und Leichtathletikmeisterschaften in der Ulmer Friedrichsau musste im Jahr 1943 der Spielbetrieb wegen eines Fliegerangriffs unterbrochen werden.

1. SSV Ulm 1928 Bearbeiten

1922 spaltete sich die Schwimmabteilung des TB Ulm als 1. Schwimmverein Ulm vom Restverein ab. Am 12. Oktober 1928 trat der Sportverein Schwaben, vormals aus dem TV Ulm ausgetreten, dem 1. SV Ulm bei, so dass der 1. Schwimm- und Sportverein Ulm 1928 entstand.

Gründung und erste Jahre des SSV Ulm 1846 Bearbeiten

Der SSV Ulm 1846 resultiert aus dem Zusammenschluss der beiden größten Sportvereine Ulms am 5. Mai 1970, der Turn- und Sportgemeinde Ulm 1846 und dem 1. Schwimm- und Sportverein Ulm. Mit über 8300 Mitgliedern war der SSV Ulm 1846 der größte deutsche Verein dieser Zeit.

Abspaltung der Fußballabteilung und Neugründung des SSV Ulm 1846 Fußball Bearbeiten

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung haben die Mitglieder am 20. Januar 2009 einstimmig für die Ausgliederung der gesamten Fußballabteilung aus dem Hauptverein gestimmt. Dies war eine Voraussetzung für das Sanierungsprogramm des verschuldeten Vereins. Präsident des neuen eigenständigen Vereins SSV Ulm 1846 Fußball ist René Mick.

Sportabteilungen Bearbeiten

Fußball Bearbeiten

Hauptartikel: SSV Ulm 1846 Fußball

Basketball Bearbeiten

Die erfolgreiche 1. Mannschaft im Basketball (Pokalsieger 1996, Vizemeister 1998) spielte bis zum Abstieg aus der ersten Bundesliga in der Saison 2000/2001 unter dem Namen SSV ratiopharm Ulm 1846. Nachdem 2001 Insolvenz angemeldet wurde und nur knapp der Absturz in die Viertklassigkeit vermieden wurde, firmiert die Mannschaft seither unter dem neuen Namen "ratiopharm Ulm" in einer eigenen GmbH. Seit der Saison 2006/2007 spielt die Mannschaft wieder in der Basketball-Bundesliga (BBL), dafür muss allerdings die Ulmer Kuhberghalle, Spielort des Teams, gemäß den Statuten der BBL ausgebaut werden. Das Nachwuchsteam des SSV Ulm 1846 spielt als „Basketballakademie Ulm“ in der Division Süd der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga.

Die größten Erfolge:

  • 1996: Deutscher Basketball Pokalsieger
  • 1998: Deutscher Basketball Vizemeister

Volleyball Bearbeiten

Auch im Frauen-Volleyball war der SSV Ulm 1846 sehr erfolgreich. Bis 2004 spielte die 1. Damenmannschaft unter dem Namen SSV Ulm ALIUD PHARMA noch in der 1. Bundesliga. Im Mai 2003 wurden sie Deutscher Meister und holte damit das Double, nachdem sie zuvor auch Pokalsieger geworden war. Derzeit spielt das Team wieder im Amateurbereich.

Bekannte Sportlerinnen:

Die größten Erfolge:

Hockey Bearbeiten

Die 1. Herrenmannschaft im Hockey spielt in der 2. Regionalliga Süd (Halle) bzw. in der Oberliga Baden-Württemberg (Feld), die 1. Damen in der Oberliga Baden-Württemberg (Feld und Halle). Die Hockeyabteilung des SSV Ulm 1846 hat ca. 430 Mitglieder. Am aktiven Spielbetrieb nehmen 2 Damen-, 2 Herren-, zahlreiche Jugendmannschaften, ein Senioren- und ein Elternhockeyteam sowie zwei Fun-Hockeymannschaften teil. Ulm ist Austragungsort beliebter Feld- und Hallenhockeyturniere.

Alpinsport Bearbeiten

Der Verein beherbergt eine eigene starke Sektion des Deutschen Alpenvereins e.V. (DAV). Dort sind alle Spielarten des Alpinsports vertreten, zum Beispiel Bergwandern, Klettern, Skitourengehen, Mountainbiking. Dort ist auch – in Kooperation mit anderen Ulmer Alpenvereinssektionen – eine Jugendalpenvereinsabteilung (JDAV) eingerichtet, um die Nachwuchsarbeit zu betreiben.

Leichtathletik und Schwimmen Bearbeiten

Die Leichtathletik- und Schwimm-Abteilungen bringen immer wieder Talente hervor, die bei Landes- und Bundeswettbewerben erfolgreich sind.

Bekannte Sportler:

Sportanlagen Bearbeiten

Der Verein besitzt ein eigenes Hallen- und Freibad sowie eine Tennisplatzanlage und ein Fitnesszentrum, welche sich alle am Stadion befinden. Die Benutzung dieser Anlagen ist für die Mitglieder in der Regel kostenlos. In den Sommermonaten wird das Freibadgelände im Rahmen des Donauflimmern zusätzlich als Open-Air-Kino genutzt.

Literatur Bearbeiten

  • Günter Geyer: Festschrift des SSV Ulm 1846 zum 150jährigem Jubiläum. Ulm 1996.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. http://www.dfb.de/index.php?id=12459

Weblinks Bearbeiten


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
Lokale Autorenseite, Lizenz: GFDL, CC-by-sa 3.0

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