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SSV Neuss-Reuschenberg

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SSV Neuss-Reuschenberg 1956 e.V .
Ssv.JPG
Vereinsdaten
Gründungsdatum 01. Juni 1956
als Schießsportvereinigung Reuschenberg
Adresse Nachtigallenstraße 19
41466 Neuss
Telefon: (02131) 499866
E-Mail: SSV Neuss-Reuschenberg
Homepage SSV Neuss-Reuschenberg 1956 e.V.
Vorstand Vorsitzender: Heinz-Peter Urbach
2.Vorsitzender: Ludwig Classen
Schatzmeister: Marcel Billen
Schriftführer: Roland Burau
Jugendleiterin: Hannelore Urbach
Sportwart: Uwe Lyczywek
Sportanlagen Alex. v. Humbodt Gymnasium, Weberstraße
Bogensportanlage Am Stadtwald
Schießsportanlage in Allerheiligen
Mitglieder 130 (Stand: 2. Dezember 2011)
Vereinsfarben grün-weiß
Dachverbände Schützenkreis 042 Neuss
Bezirk 04 links rheinisch
Rheinischer Schützenbund
Deutscher Schützenbund

Der SSV Neuss-Reuschenberg 1956 e.V. ist ein Schießsportverein im Stadtteil Reuschenberg. Der Verein wurde im Jahr 1956 gegründet. Er verfügt in der Saison 2011/12 über 24 Mannschaften, die am Schießbetrieb des Rheinischen- und Deutschen Schützenbundes teilnehmen. Trainings- und Sportstätten sind die Bogensportanlage am Stadtwald, die Schießsportanlage in Allerheiligen und das Alexander von Humbodt Gymnasium auf der Weberstraße in Neuss. Die 1. Mannschaften schießen derzeit in der Bezirksliga die 2.- und 3. Mannschaft in der Kreisliga.

Aktuelles Bearbeiten

Der Jugendbereich hat trotz der zahlreichen Sportangebote in Neuss im Verein eine feste Größe gefunden auch durch die neuen Gesetzgebungen befinden sich z.Z. 39 Jugendliche im Wettkampfbetrieb.

Dem Verein gehören z.Z. 130 Mitglieder an die an den zahlreichen Schießsportlichen Veranstaltungen teilnehmen und seit vielen Jahren sehr erfolgreich mit Patzierungen im Gepäck ins Vereinsheim zurückkehren.

Geschichte Bearbeiten

Gründung und Erste JahreBearbeiten

1956 im Gründungsjahr des SSV Neuss-Reuschenberg rief der damalige Schützenmeister des Bürger-Schützen-Vereins- Reuschenberg Jakob Winstroer die Kameraden des Jägerzuges Wilddiebe zu einem Gespräch zusammen, mit dem Ziel, in Reuschenberg einen Schießverein zu gründen. Die Kameraden trafen sich regelmäßig seid längerer Zeit auf der einzigen Stelle wo in Reuschenberg geschossen werden konnte und zwar in der Eisdiele „Zum weißen Rößl“ auf der Veilchenstraße. Das Ergebnis waren lange Jahre die Einzel- und Mannschaftssiege im BSV. Zur ersten offiziellen Versammlung, im „Haus-Reuschenberg“, trafen sich über 40 interessierte Bürger. Nach den ersten einleitenden Gesprächen trugen sich 32 als Mitglieder in die Liste ein. Unter dem Namen Schießsportvereinigung Neuß-Reuschenberg wurden am 15. Juni 1956 Karl Grote zum 1.Vorsitzenden, Hans Schur, der spätere Präsident des BSV zum Schriftführer, Hans Michels zum Kassierer und drei Schützenmeister gewählt und zwar Otto Schwarz, Adolf Kox und Paul Münch. Der Beitritt zum Rheinischen Schützenbund sowie die Mitgliedschaft zum Deutschen Schützenbund wurden noch in der ersten Sitzung beschlossen. Da der letzte Weltkrieg noch in bester Erinnerung war, hatte der Schießsport für die meisten Bürger noch einen bitteren Beigeschmack. Frauen am Gewehr wurden generell als Flintenweiber bezeichnet. Groß war die Freunde, im „Haus-Reuschenberg“ eine Kegelbahn mit 3 Zuganlagen zur Schießanlage für Luftgewehre umbauen zu dürfen. Wegen Platzmangel war allerdings bei 3 Schützen nicht viel Bewegung möglich. Wegen Ermangelung einer Klingel, um den Kellner zu rufen, wurde am Deckel eines Abzugschachtes geklopft. Das Dröhnen war so laut, das jedes Mal die Gefahr einer Fahrkarte bei den Schützen gegeben war. Die ersten kleinen Leistungsabzeichen wurden in einer Versammlung feierlich überreicht. Jakob Winstroer versprach für den Verein ein Luftgewehr zu stiften, wenn die erste Große Goldene Leistungsnadel errungen würde. Die Nadel war bald da, das Gewehr ist bis heute noch nicht geliefert worden.Im ersten Jahr wurde der Mitgliedsbeitrag auf DM -,50 im Monat festgesetzt. Nach 2 Jahren existierte ein stolzer Kassenbestand von 156,86 DM. Da das Geld noch sehr knapp war, besaßen die wenigsten Schützen ein eigenes Luftgewehr. Die weitere Ausrüstung ließ sehr zu wünschen übrig. In den ersten Jahren begnügten wir uns mit einer dickgepolsterten Jacke, möglichst Leder, Woll oder Lederhandschuhe und gewaltige Skischuhe die keine Bewegung zuließen, beim Umfallen war die Gefahr eines Beinbruchs gegeben. Nach 1 Jahr konnten schon mehrere Stadt- und Kreismeisterschaften errungen werden. Das Ehepaar Käthe und Peter Wißdorf, sowie Tochter Elli teilten sich in den folgenden Jahren die ersten Plätze bis hin zur Rheinlandmeisterschaft. Elli Wißdorf schaffte es über mehrere Jahre in Sommerkleid und Pumps manchen erfahrenen Sportschützen mit bester Ausrüstung zu deplacieren. Im 2 Jahr konnte unsere Damenmannschaft mit Käthe Willdorf, Elli Wißdorf, Sophie Muckenhaupt und Lore Lorenz den 3. Mannschaftsmeistertitel beim Rheinischen Schützenbund erringen. Rundenwettkämpfe bis in die Landesligen gehörten schon bald zum Standartprogramm der Reuschenberger – Sportschützen.

Im Jahre 1961 konnten von 24 vergebenen Kreismeistertiteln, 21 Titel nach Reuschenberg geholt werden. Schon früh konnten in der Jugend und Juniorenklasse große Erfolge verbucht werden. Mit den Jahren folgten weiter Disziplinen mit Luftpistole, Gebrauchspistole, Kleinkaliber, Zimmerstutzen, Armbrust und Bogenschießen . Nun einige Anekdoten der früheren Jahre. Viele Jahre wurden Freundschaftskämpfe mit Vereinen in Bottrop-Lehmkule-Ebel, Heiligenhaus und Kleinjerusalem ausgetragen. Mit Bottrop hat die Familie Schwarz lange Jahre freundschaftliche Bande geknüpft. Mehrere wurden zu Familienfeiern eingeladen. Ein Mitglied wurde mit einer jungen attraktiven Witwe vermisst. Nach mehreren Stunden tauchten sie grinsend wieder auf und überzeugten uns, das sie nur Reibekuchen essen waren.Zu dieser Zeit wurde auch ein neues alkoholisches Getränke auf den Markt gebracht. Wer es nicht nach kurzer Zeit fehlerfrei aufsagen konnte musste die nächste Runde bezahlen. „Sichpimpulibockforzelorum“ . Bei einem Freundschaftskampf in Grimmlinghausen tauchten vor dem Gewehr immer Kaninchenohren und Gänseköpfe auf. Der Wirt verpflichtete uns diese Tiere nicht zu erschießen. Franz Lorenz passierte es, dass er bim Kleinkaliberschießen auf dem Scheibendamm neben August Platen, einem Urneußer stand. Plötzlich hörten sie fruchtbares Gekreische, Federn flogen durch die Luft und Hühner stoben davon. Es war die eiserne Reserve vom Standpächter Oskar. Trotz eifrigen Suchens fanden wir kein erschossenes Huhn, es wird wohl nur der Verlust der Schwanzfedern gewesen sein. Bei einer Kreismeisterschaft auf dem Scheibendamm passierte es, dass ein Vereinsmitglied mit dem Barhocker umfiel und sich am Kopf eine Platzwunde zuzog. Solche Sachen passieren, wenn eine gewonnene Meisterschaft zu intensiv begossen wird. Dieser Schützenbruder wurde mit dem Krankenwagen ins Lukaskrankenhaus befördert. Hier passierte es, dass er bei der Aufnahme der Personalien seinen Spitznamen angab und der hieß Kaminski. Nachdem seine Wunde versorgt war, und er seine Alkoholfahne genügend verbreitet hatte, wollte die Schwester ihn unter der angegebenen Telefonnummer von Angehörigen abholen lassen. Aber seine Mutter kannte keinen Kaminski. Wäre nicht sein Bruder da gewesen, der den Kaminski kannte, so wäre er sicher noch lange im Lukas geblieben. Bei einem Rundenwettkampf in Krefeld mit dem Kleinkaliber fanden wir eine Garage vor, welche nach hinten offen war, es reichte für 2 Pritschen. Inzwischen überraschte die Schützen ein Platzregen. Otto Schwarz rückte immer weiter auf die Pritsche von Franz Lorenz, da es in Strömen durch das undichte Dach herunter lief. Auch das haben wir schließlich geschafft. In Büttgen wurden bei einem Preisschießen Wein, Schnaps, mehrere Kisten Bier und 1 Schwein gewonnen.Das Schwein wurde verkauft und mit dem gesamten Gewinn wurde im ausgeräumten Schuhgeschäft von Karl Grote eine feuchtfröhliche Feier abgehalten. In Büttgen-Vorst konnte bei einem späteren Preisschießen Heinrich Pabst den ersten Preis, ein Auto in Empfang nehmen. Es war kein neuer, sondern ein aufgemotzter und neulackierter Kleinwagen mit Revolverschaltung. Dieser Wagen war Heinz sein ganzer Stolz, er ist noch lange gefahren.

Im Dezember 1969 konnte der Verein ins Alexander von Humboldt Gymnasium umziehen. Er bekam dort einen Aufenthaltsraum, welchen der Verein selber einrichtete sowie einen separaten Schießraum mit 7 Zuganlagen. Nach einer späteren Einigung mit dem Rektor der Schule und auf intensive Fürsprache des Hausmeisters, konnte der Ausbau des zweiten Raumes auf 14 Zuganlagen vergrößert werden. Der Stand wurde nun der Austragungsort für viele Kreis- und Bezirksmeisterschaften. In den folgenden Jahren wurden in den Räumen viele Feiern innerhalb des Vereins abgehalten z.B. Geburtstage, Silberne-Hochzeiten, Weihnachtsfeiern und sogar Maskenbälle mit Prämierungen.

1976 erfolgte die Eintragung in das Vereinsregister des Amtsgerichtes in Neuß. Mehrere Jahre wurden von etlichen Schützenpaaren die Tagungen des Rheinischen – Schützenbundes besucht, wobei der Große Ball am Samstagabend immer eine tolle Sache war.

1987 wurde das Vereinsangebot um die Disziplin Bogen erweitert. Mit großem finanziellem Aufwand wurde in den folgenden Jahren eine sehr Leistungsorientierte Bogengruppe geformt die von da an jedes Jahr auf Landes- und Deutscher Meisterschaft vertreten war.

25. Vereinsjubiläum Bearbeiten

1981 wurde zum 25. Jubiläum des Vereins für 2 Tage ein Tag der offenen Tür eingerichtet. Hierbei wurden viele Waffen und Gerätschaften vorgeführt und Demonstrationen abgehalten. Die große Jubelfeier wurde mit vielen Ehrengästen und Tanzmusik im Südpark abgehalten. Damit die Mitglieder sich auch einmal allein vergnügen konnten, wurde 1982 ein Busausflug nach Unkel organisiert. Diese Fahrt galt für Mitglieder mit Partner. Für Essen und Trinken sorgte die Kasse. Anschließend ging es mit einem gecharterten Dampfer auf eine große Fahrt. Beim anschließenden Kassensturz stellten wir fest, dass wir uns noch etwas leisten konnten, somit wurden alle 14 Luftgewehrstände mit elektrischen Zuganlagen ausgestattet.

50. VereinsjubiläumBearbeiten

2006 fanden zahlreiche Veranstaltungen zum 50 jährigen Bestehen im laufe des Jahres statt, neben dem Großen Festakt am 6. Mai 2006 im Vereinsheim zu dem zahlreiche Gäste der Politik, des Schützenkreis Neuss, der Bezirks- und der Landesebene sowie der Schießsporttreibenden Vereine der Stadt Neuss empfangen wurden. Bei diesem Festakt wurde auch die Jubiläumsnadel an die Gäste und Mitglieder ausgegeben.

Im Oktober fand ein Jubiläumsturnier für Gewehr-, Pistolenschützen und Bogenschützen statt.

Sportangebot Bearbeiten

Der Verein bietet im Sportschießen die folgenden Disziplinen mit den Sportgeräten:

  • Luftgewehr
  • Luftgewehr aufgelegt
  • Luftpistole
  • Zimmerstutzen
  • Zimmerstutzen aufgelegt
  • Kleinkaliber Sportgewehr 3x20 Schuß
  • Kleinkaliber Sportgewehr 3x40 Schuß
  • Kleinkaliber Gewehr 60 Schuß liegend
  • Kleinkaliber 100 Meter
  • Kleinkaliber 100 Meter aufgelegt
  • Kleinkaliber Sportpistole
  • Freie Pistole
  • Großkaliber Sportpistole .30 - .38
  • Großkaliber Revolver .357 Mag
  • Bogen Fita Halle
  • Bogen Fita im Freien
  • Armbrust 10m

Sonstiges Bearbeiten

Verein ist Mitglied im Rheinischen Schützenbund sowie im Deutschen Schützenbund.

Der Rheinische Schützenbund hat ca. 100.000 Mitglieder in 15 Bezirken die aus 58 Schützenkreisen bestehen.

Der Verein ist im Schützenkreis 042 Neuss der mit 3.000 Mitgliedern einer der größten Schützenkreis im Rheinschen Schützenbund.


Weblinks Bearbeiten

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