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SSV Lixfeld

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D-Angelburg SSV 1913 Schwalbe Lixfeld.jpg

Der Verein SSV Lixfeld 1913 e.V. ist ein Fußballverein aus dem Ortsteil Lixfeld, Gemeinde Angelburg in Hessen.


Gründung Bearbeiten

Die Geschichte des SSV Lixfeld beginnt mit der Kameradschaft, in einer Zeit, zu der es kein Freizeitangebot im heutigen Sinne gab. Im günstigsten Falle besaß die Jugend ein Fahrrad. Zu dieser Zeit, etwa 1911, fingen die Jungen Sonntags an Fußball zu spielen. Nicht auf Tore und ohne richtigen Lederball, wie in den Uranfängen des Fußballs in England.

Mit der Vereinsgründung im Jahre 1913 ist ganz eng der Name Wilhelm Simon oder „Dünges Wilhelm“ verbunden. Während seiner Militärzeit hatte Wilhelm Simon Bekanntschaft mit dem Fußball gemacht. Als er im Sommer 1913 nach Lixfeld zurück kehrte, sammelte er einige ältere Interessenten und begann den jungen Leuten die Regeln bei zu bringen. Dabei wurde er tatkräftig von Volksschullehrer Siedmann unterstützt. Auf dem von der Gemeinde neu errichteten Sportplatz „Am Hatzenrod“ wurden Tore aufgestellt.

Als eigentliche Gründer des Vereins sind wohl anzusehen: Hermann Schmidt Albert Seibel Karl Rein Ernst Müller Otto Schneider Lehrer Siedmann Richard Schneider Hermann Simon Karl Kernekampf Hermann Becker Wilhelm Schneider Heinrich Müller Franz Schneider Hermann Schäfer Hermann Schneider Hermann Reichel Heinrich Mai Karl Schmidt Heinrich Hanßmann Reinhard Hanßmann Rudolf Simon Wilhelm Simon Herbert Schneider Karl Schneider

Zum ersten Vorsitzenden wurde Wilhelm Simon gewählt, Schriftführer wurde Lehrer Siedmann.

Die ersten Trikots in der Farbe Blau schaffte der Verein aus eigenen Mitteln an und begann sofort den Spielbetrieb mit 2 Mannschaften. Zu den wenigen Freundschaftsspielen, es gab nicht viele Vereine im heimischen Raum, marschierte man geschlossen vom Vereinslokal Schneider aus in Viererreihen mit dem Lied „Ich schieß den Hirsch“ auf den Sportplatz. Den Rückweg trat man dann auch wieder in Formation an. Zu den Auswärtsspielen wurden sämtliche Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück gelegt. Man scheute sich keineswegs bis nach Dillbrecht oder Roth zu laufen, dort Fußball zu spielen und wieder nach Hause zu laufen. Dem Verein gab man den Beinamen Schwalbe.


Zwischen I. und II. Weltkrieg Bearbeiten

Nach den Ausbruch des 1. Weltkrieges im Jahr 1914 musste ein Jahr später der Spielbetrieb eingestellt werden. Nach dem politischen und wirtschaftlichen durch den verlorenen 1. Weltkrieg, in Zeiten grenzenloser Armut, entwickelte sich 1919 der Drang wieder Fußball zu spielen. So wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen, beschränke sich aber auf Freundschaftsspiele und Sportfeste. Verbandsspiele waren wegen zu großer Entfernungen nicht möglich.

Nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs gehörte zu der Trikotgrundausstattung eines jeden Spielers eine helle Schiebermütze. Ob der Ausspruch „Den Ball hätte ich mit der Kappe gefangen!“ auf diese Gegebenheit zurück zu führen ist, lässt sich leider nicht klären. Im Jahre 1928 wurde dann in der Verbandsrunde um Punkte gespielt. Lixfeld nahm einen mittleren Tabellenplatz in der B-Klasse ein. Der Verein zählte zu dieser Zeit etwa 30 – 40 Mitglieder.

Mit der Übernahme der Macht durch das NS – Regime im Jahre 1933 kam der Vereinssport in Deutschland zum erliegen. Sport musste fortan in der SS oder SA betrieben werden. Bedauerlicherweise sind in dieser Zeit auch alle alten Vereinsbücher abhandengekommen.


Der Neubeginn ab 1945 Bearbeiten

Nach dem Krieg im Jahre 1945 waren es wieder die alten Spieler gemeinsam mit der Jugend die den Spielbetrieb unter dem Vorsitzenden Karl Schwarz mit 2 Mannschaften aufnahm. 1946 übernahm Karl Luy die Geschicke des Vereins. Nun ging es sofort an den Umbau des Sportplatzes am Hatzenrod. In Hand- und Spanndienst, trotz Landwirtschaft, wurde mit Hacke und Schaufel, mit Feldgleisen und Loren, der Platz abgetragen und rechtwinklig hergerichtet.


Otto Clemens wurde im Jahr 1948 neuer Vereinsführer. Das gute kameradschaftliche Verhältnis, trotz alter und junger Spieler ( 16 – 40 Jahre ), war ausschlaggebend für den Aufstieg in die Fußball A-Klasse im Spieljahr 1951/52. Da sich mehrere ältere Spieler vom aktiven Fußball zurück zogen ging man im Oktober 1952 eine Spielgemeinschaft mit den Frechenhausen ein. Durch das Nachrücken vieler junger Spieler reichten 3 Mannschaften aber nicht mehr aus damit alle spielen konnten und die Spielgemeinschaft wurde im Jahre 1955 wieder aufgelöst. Durch die Trennung verschlechterte sich die Qualität der Mannschaft und man musste als Herbstmeister nach Ende der Runde absteigen. Verärgert über die Trennung traten viele ältere Mitglieder aus. Neuer Vereinsführer wurde Alfred Heß.

Im Spieljahr 1956/57 schaffte die verjüngte Mannschaft den Aufstieg. Leider musste die Mannschaft im darauf folgenden Spieljahr wieder absteigen. 1956 wurde eine Jugendabteilung gegründet, ein wichtiger Unterbau für jeden Verein. Im Januar 1958 übernimmt der langjährige Schriftführer Rudolf Stäger die Vereinsführung. Seinem rastlosen Einsatz, sowohl als Vorsitzender als auch als Spieler, ist es wohl zu verdanken, dass der Verein nicht auseinander brach. 1959/60 gelang dann erneut der Aufstieg in die A-Klasse. Ihre Blütezeit krönte die „Schwalbe“ im Jahre 1965. In einem denkwürdigem Spiel am 29.11.65 in Rauischholzhausen wurde die Mannschaft mit einem 7:6 Sieg Herbstmeister der A-Klasse.

Originalton Rudolf Stäger zu diesem denkwürdigem Spiel: „„So was könnt ihr euch nicht vorstellen: 5cm Rasen, 5cm Laub, 5cm Schnee auf dem Platz. Miserable Platzverhältnisse. Das alles zu einem Brei vermischt ergab eine 10cm dicke Schlammschicht. Der Platz hatte ein Gefälle von 1:17. Die 1.Hanlbzeit spielten wir bergab und gingen nach einem 0:2 Rückstand mit 3:2 in Führung. Zu allem Unglück verschoss H. Heß bei diesem Spielstand einen Elfmeter. Die Dramatik des Spiels war ohne gleichen. Die „Schwalbe“ ging 6:3 in Führung. Das Pech riss aber nicht ab. R. Stäger und R. Müller mussten mit Rippenbrüchen vom Platz. Rauischholzhausen erzielte den Ausgleich mit 6:6. Jetzt hielt es den Max und mich nicht mehr auf der Bank. Mit diesen Brüchen kehrten wir aufs Spielfeld zurück. Dem Lothar Hanßmann gelang kurz vor Spielende unter letztem Einsatz der Siegtreffer zum 7:6, allerdings nur auf Kosten eines ergiebigen „Schlammbades“.““

Diese Spielrunde war mit einer Vizemeisterschaft am Ende die bis dato erfolgreichste für die „Schwalbe“. Nach erfolgreichen Jahren war der Abstieg in die B-Klasse 1968 unvermeidbar.

Als Spiel und Sportverein wurde natürlich nicht nur Fußball gespielt. So gab es 1960 schon eine kleine, aber erfolgreiche Leichtathletikabteilung. Sie bestand aus 3 Sportlern: Josef Fischer, K.-H. Hoffmann und Helmut Simon. Im Jahre 1968 wurde dann eine Damenturnabteilung gegründet. Aus den Reihen der Damenturnabteilung bildete sich auch eine Damenfußballmannschaft. Leider blieb diese aber nicht lange am Ball.

Ende 1970 stellte Rudolf Stäger nach 14 jähriger Amtszeit sein Amt zur Verfügung. Willi Schmidt wurde zu seinem Nachfolger gewählt. Im Spieljahr 1970/71 gab es mal wieder einen Erfolg zu verzeichnen. Die Reserve – Mannschaft wurde Kreismeister.

Am 01.07.72 wurde die Spielgemeinschaft Angelburg gegründet. Rein formal blieben die beiden Vereine SSV „Schwalbe“ Lixfeld und SSV „Möwe“ Frechenhausen bestehen. Schon in der ersten gemeinsamen Spielzeit wurde die SG Vizemeister. 1973/74 gelang der Aufstieg in die A-Klasse unter Trainer Hillenbrand. Nachdem ältere Spieler aufhörten, musste nach der Spielzeit 1976/77 der Abstieg verkraftet werden. In der B-Klasse spielte die SG Angelburg in den kommenden Jahren eine eher durchschnittliche Rolle. Die Reserve – Mannschaft wurde in der Saison 1978/79 Meister in der B-Klasse und gewann das Reservemeisterduell gegen Eisenhausen mit 3:2. Die 1971 gegründete Alte Herren Mannschaft schloss sich ebenfalls mit Frechenhausen zusammen. 1976/1977 wurde die Jugendspielgemeinschaft Angelburg/Gönnern gegründet.

Am 17.03.78 trat Willi Schmidt zurück, kein Kandidat fand sich. Am 28.06.78 wurde Hans Schneider in einer dringend notwendig gewordenen außerordentlichen Mitgliederversammlung zum 1. Vorsitzenden gewählt.

1980 wurde als weitere Unterabteilung die TT – Abteilung gegründet.

1981/82 reichte ein zweiter Tabellenplatz zum Aufstieg n die A-Klasse- Im nächsten Spieljahr konnte der Abstieg aber nicht verhindert werden. Am 30.04.83 stellte der Verein den Antrag auf Eintragung in das Vereinsregister. Bereits am 05.04.83 wurde unser Verein vom Finanzamt Biedenkopf als gemeinnützig anerkannt.

1984 wurde eine Wanderabteilung gegründet.

1986 beschloss der SSV „Möwe“ Frechenhausen die Auflösung der Spielgemeinschaft. Sie wurde am 31.05.87 vollzogen. Es nahmen wieder 2 Mannschaften des SSV „Schwalbe“ Lixfeld am Spielbetrieb teil. Nach dem Spieljahr musste der Gang in die neu gegründete C-Klasse angetreten werden. Diese Klasse wurde nach einer Spielzeit aber wieder aufgelöst und man spielte wieder in der B-Klasse. 1991 wurde eine Volleyballabteilung gegründet.

1994 übernahm Bernd Müller den Posten des 1. Vorsitzenden. Durch die Verpflichtung von Josef „Beppi“ Beck im Jahre 1996 konnte dann wieder an die sportlichen Erfolge früherer Jahre angeknüpft werden. 1996/97 scheiterte man noch in der Relegation zur A-Klasse an Bischoffen, doch ein Jahr später sicherte man sich am letzten Spieltag der Saison 1997/98 die Meisterschaft in der B-Liga Biedenkopf. Somit gelang nach 30 Jahren die Rückkehr in die A-Klasse für den SSV „Schwalbe“ Lixfeld. In der ersten Saison in der A-Klasse wurde man gleich Vizemeister und erreichte die Relegation zur Bezirksliga. Dort scheiterte man aber und verpasste so den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Durch einen 2. Platz in der A-Klasse Biedenkopf gelang in der Spielzeit 2000/01 die Qualifikation für die neugegründete A-Klasse Dillenburg/Biedenkopf. Im Jahre 2002 wurde einer der bisher größten Erfolge der Vereinsgeschichte gefeiert. Nach 89 Jahren erreichte der SSV „Schwalbe“ Lixfeld das Kreispokalendspiel. Dort scheiterte man aber am Bezirksoberligisten FSV Buchenau.


Im neunzigsten Jahr des Bestehens zählte der SSV „Schwalbe“ Lixfeld rund 380 Mitglieder.

Im Jahre 2003 wurde damit begonnen den Sportplatz „Am Hatzenrod“ wieder her zu richten.

2007/2008 sicherte der SSV Lixfeld den Klassenerhalt in der A-Klasse durch einen Erfolg in der Relegation. Allna/Ohetal wurde im Hinspiel zu Hause mit 5:0 geschlagen und somit schon der Grundstein zum Klassenerhalt gelegt. Die 1:2 Niederlage in Sinkershausen war damit ohne Bedeutung und der SSV „Schwalbe“ Lixfeld feierte 2008 10 Jahre in der A – Klasse.


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