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Die Schachfreunde Siemensstadt e.V. ist ein Schachverein aus dem Berliner Ortsteil Siemensstadt im Bezirk Spandau. Er wurde am 25. Juni 2004 gegründet und setzt die seit 1913 bestehende Tradition des organisierten Schachspiels unter dem Dach der Firma Siemens fort.

Der Verein nimmt in der Regel mit 3 Mannschaften an den Berliner Mannschaftsmeisterschaften teil. Stammplatz der 1. Mannschaft ist die 1. Klasse. 1998/99 spielte der Verein zuletzt in der Stadtliga.

Geschichte Bearbeiten

Der SK Doppelbauer wurde am 03.01.1913 gegründet und war eng mit dem Verein der Siemens- und Siemens-Schuckert-Beamten, einem Dachverband für verschiedene kulturelle und sportliche Aktivitäten der Belegschaft verbunden. Bereits dieser Verein war Mitglied des Berliner Schachverbandes und stand auch Außenstehenden offen. Auch nach Gründung eines neuen Vereins nach dem 1. Weltkrieg existierte der SK Doppelbauer außerhalb der Siemens-Strukturen bis ca. 1926 weiter.

Im Oktober 1919 gründete sich unter dem Dach des oben genannten Beamtenvereins der Schachklub Werner Siemens. Die organisatorische Kontinuität zum SK Doppelbauer ist offensichtlich, eine personelle Kontinuität konnte bisher nicht belegt werden. 1933 wurde der Beamtenverein bei vergleichbaren Zielstellungen und Angeboten in die Kameradschaft Siemens umgewandelt.

Der SK Damenbauer war eine Abspaltung vom SK Werner Siemens in den Jahren 1920 bis 1934. Nach seiner Auflösung kehrten die verbliebenen Mitglieder zum Hauptverein zurück, dem sie zum Teil noch über Jahrzehnte treu blieben.

Der Spielbetrieb beim SK Werner Siemens wurde bis Frühjahr 1944 aufrecht erhalten. Nach Ende des 2. Weltkrieges waren zunächst keine bürgerlichen Vereine zugelassen, sondern nur kommunale Sportgruppen. Als SG Siemensstadt begannen die schachlichen Aktivitäten bereits im Herbst 1945. 1949 trat diese Gruppe der SG Siemens bei.

Der Kulturkreis Siemens nahm seine Arbeit im September 1947 auf, wurde aber schließlich erst im Februar 1949 formell zugelassen. Die Schachgruppe im Kulturkreis Siemens gehörte zu seinen Gründungsmitgliedern. Auch der heutige Verein gehört nach wie vor dem Kulturkreis an.

Seit Juni 2004 existieren die Schachfreunde Siemensstadt als eingetragener Verein unter dem Dach des Kulturkreises.

Vorsitzende Bearbeiten

  • Arthur Lindemann, seit 1913 - auch noch ca.1926 Vorsitzender des SK Doppelbauer
  • Dr. Bernhard von Tietze, 1919 bis 1925 - Gründungsvorsitzender des SK Werner Siemens
  • Alois Schropp, 1925 bis 1926
  • Wilhelm Schettler, 1926 - Schettler ging dann in die USA und war nach seiner Rückkehr Vorsitzender des SK Damenbauer und kehrte mit diesem zum Hauptverein zurück.
  • Georg Rohrbach, 1927 bis 1944
  • Johannes Janzen, 1948 bis 1960 - mit einer Unterbrechung
  • Walter Reiher, 1953 bis 1954
  • Georg Meyer, 1961 bis 1979
  • Manfred Leu, 1979 bis 1982
  • Otto Seidel, 1983 bis 1989
  • Roland Gase, 1990 bis 1997
  • Jörg Steppat, 1997 bis 2001
  • Thomas Binder, seit 2001

Weitere prägende Persönlichkeiten

Hier ist zuerst Manfred Leu zu nennen, der von 1961 bis 2006 als Spielleiter amtierte. Große Verdienste über die schachliche Leistung hinaus erwarben u.a. auch Dietrich Frische und Wülfing Etter.

Spieler Bearbeiten

Herausragende Spieler

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien genannt:

  • Erhard Adeler
  • Lutz Bohne - 1963 Dritter der Berliner Jugendmeisterschaft
  • Wülfing Etter - Berliner Seniorenmeister 1985 und 1986, 8x Vereinsmeister
  • Thomas Glatthor - Rekordsieger fast aller internen Meisterschaften, Berliner Seniorenmeister 2012
  • Brigitte von Herman - oftmalige Berliner Meisterin
  • Gerald Hildebrand
  • Rudolf Palme - Berliner Meister 1940, Nationalspieler von Österreich
  • Friedrich Voigt

Langjährige Mitgliedschaft

Bisher konnten 7 Schachfreunde das seltene Jubiläum einer 50jährigen Mitgliedschaft feiern:

  • Dietrich Frische, 1920 bis 1978 - einschl. seiner Mitgliedschaft beim SK Damenbauer
  • Herbert Lemke, 1953 bis 2008
  • Manfred Leu, 1953 bis 2006
  • Georg Lübeck,1921 bis 1974
  • Georg Meyer, 1936 bis 1991
  • Wolfgang Nilius, 1956 bis 2014
  • Otto Preuß, 1923 bis 1978 - Er wohnte im Brandenburgischen Umland, hielt den Kontakt zum Verein aber auch nach dem Mauerbau aufrecht und kehrte 1971 nach seiner Übersiedlung nach Westberlin in die Mannschaften zurück.

Bislang konnten weitere 7 Schachfreunde auf 40 Jahre im Verein zurückblicken und mehr als 30 weitere Mitglieder waren mindestens 25 Jahre lang dabei.

Nachwuchsarbeit

Die SF Siemensstadt betreiben eine sehr intensive und nachhaltige Zusammenarbeit mit dem Herder-Gymnasium im Westend. Die Mannschaften dieser Schule gehören regelmäßig zu den Medaillengewinnern der Berliner Meisterschaften. Größte Erfolge waren bisher drei Medaillengewinne bei der Deutschen Meisterschaft der Schulen.

Die Schule wurde durch die Deutsche Schachjugend mit dem Qualitätssiegel "Deutsche Schachschule" ausgezeichnet.

Wegen der Konzentration auf die Schulmannschaften und die Integration der stärksten Spieler in die Vereins-Teams, sind große Einzelerfolge eher selten. Roland Pugliese wurde 2006 Berliner Vizemeister U14.

Weblinks Bearbeiten

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