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PREDA ist eine in Olongapo (Philippinen) ansässige Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat notleidende, vor allem sexuell ausgebeutete Kinder und Jugendliche auf den Philippinen zu unterstützen. Der Gründer der Stiftung Father Shay Cullen erhielt zahlreiche Ehrungen, so u.a. zwei Nominierungen für den Friedensnobelpreis 2001 und 2003. PREDA ist ein Akronym mit der Bedeutung Peoples Recovery, Empowerment and Development Assistance Foundation.

Ziele Bearbeiten

Die Ziele der Stiftung sind nach eigenem Verständnis die Arbeit für gerechte Gesetze und ihre Anwendung, welche die Armen stärken und ihre Rechte schützen. Weiterhin sollen die Schwachen und Schutzlosen, besonders Kinder und Frauen geschützt werden, die durch erniedrigende Arbeit, im Speziellen durch Prostitution, ausgebeutet werden. Man will den sexuell Missbrauchten zu Hilfe kommen und durch Fair Trade Armut und Ausbeutung lindern [1].

PREDA versucht ausländische Regierungen davon zu überzeugen, dass Staatsangehörige strafrechtlich zu verfolgen sind, die im Ausland Kinder missbrauchen. Bisher haben die australische, britische, deutsche, japanische, norwegische, schwedische und US-amerikanische Regierung solche Gesetze verabschiedet. Auch in den deutschen Medien ist die PREDA Stiftung bekannt geworden, da sie eine nicht unerhebliche Rolle bei der Verurteilung von ausländischen Pädophilen auf den Philippinen spielt [2]. Auch die Zusammenarbeit mit deutschen Einrichtungen ähnlicher Zielrichtung ist für PREDA wichtig, um die gesetzten Ziele in einem internationalen Zusammenhang angehen zu können [3] [4].

Geschichte Bearbeiten

PREDA wurde 1974 von Father Shay Cullen, einem Priester des irischen St. Columban-Ordens zusammen mit Alex Corpus Hermoso und Merly Ramirez Hermoso in Olongapo gegründet, um drogenabhängigen Jugendlichen zu helfen. Seit dieser Zeit bietet die PREDA-Stiftung Drogenabhängigen, Straßenkindern und missbrauchten Frauen und Kindern Schutz und Rehabilitation.

1982: PREDA startet eine Kampagne zur Schließung von amerikanischen Militärstützpunkten auf philippinischem Boden. Zehn Jahre später hat die US-Marine das Land verlassen und die Stützpunkte geschlossen.

1989: In Helsinki hilft PREDA das Schlussdokument für die von der UN verabschiedete Konvention für die Rechte des Kindes zu entwerfen [5].

1993: Im Namen der filipino-amerikanischen Kinder führt PREDA eine Schadensersatzklage vor dem US-Beschwerdegericht.

1995: In einem neu gegründeten philippinischen Präsidialausschuss für den besonderen Schutz der Kinder wird PREDA zum Berater des Ausschusses ernannt.

1996: Father Shay Cullen und ein Mädchen aus dem Kinderheim von PREDA nehmen als Vertreter der Organisation am Weltkongress gegen sexuellen Missbrauch in Stockholm in Schweden teil.

19. April 1998: In der Tatort Krimi Reihe der ARD wird in der Folge Manila in Ausschnitten auch über die Arbeit von PREDA berichtet.

1999: Father Shay Cullen hält bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen der Konvention für die Rechte der Kinder eine beachtete Rede in Helsinki.

Projekte Bearbeiten

Die Arbeit von PREDA gliedert sich in zwölf Projekte.

  • CFC - Childhood For Children
    Die CFC-Mitarbeiter kümmern sich um Mädchen, die in Bordellen, auf der Straße, oder in der eigenen Familie sexuell missbraucht werden.
  • LEGAL - Legal Services
    Die Aufgabe von LEGAL ist die strafrechtliche Verfolgung der Vergewaltiger und Zuhälter der vom CFC betreuten Mädchen.
  • REACT - Rescue Every Child Today
    Das REACT-Team sucht nach in den Gefängnissen Zentralluzons eingesperrten Kindern und Jugendlichen. Es wird versucht die Kinder aus den Gefängnissen zu holen und in einem von PREDA betriebenen Heim wieder in die Gesellschaft zu integrieren.
  • RAIN - Research, Advocacy, Information and Networking
    RAIN ist für die Öffentlichkeitsarbeit von PREDA verantwortlich. Ziel ist es, möglichst viele Menschen - national wie international - über Themen wie den sexuellen Missbrauch von Mädchen auf den Philippinen zu informieren.
  • FAIR TRADE
    Dieses Projekt unterstützt nach den Fair Trade Kriterien landesweit 26 Gruppen, die qualitativ hochwertiges Kunsthandwerk herstellen. Von PREDA erhalten die Produzenten zinslose Darlehen für Produktion und Entwicklung ihrer Erzeugnisse sowie Zugang zu internationalen Märkten. Darüber hinaus bekommen die Handwerker vom Fair Trade Team auch Unterstützung beim Aufbau der Infrastruktur ihrer Dörfer und beim Design ihrer Produkte.
  • PEPS - Public Education and Preventive Seminars
    PEPS hält für Grund- und Highschool-Lehrer, Sozialarbeiter sowie Gemeinde- und Kirchenvertreter integrierte Seminare und Workshops ab, in denen sie über den Missbrauch von Kindern, Drogenmissbrauch, HIV und die zur entsprechenden Vorbeugung nötigen Maßnahmen informieren.
  • SEEKOUT - Street Child Education Early Kontact and Outreach
    SEEKOUT kümmert sich um Straßenkinder, die sie mit Essen, Kleidung und medizinischer Hilfe versorgen. Daneben wird eine außerschulische Bildung angestrebt. Auch der Beistand vor Gericht gehört zu den Aufgaben des Projekts.
  • SHARE - Special Human Rights Education
    SHARE´informiert auf den Dörfern und in den Colleges über die Menschenrechte. Der Schutz von Kindern und die Frage, wie im Fall von Missbrauch zu verfahren sei, stehen dabei im Vordergrund. Außerdem bildet das SHARE-Team Freiwillige aus, die sich um Kinder kümmern, die juristischen Schutz oder anderweitige Hilfe brauchen.
  • IMPACT - Indigenous Peoples Assistance Community Training
    IMPACT hilft den Ureinwohnern bei der Entwicklung ihrer Gemeinden, dem Umweltschutz und der Organisation von Treffen zwischen den Stammesführern. Außerdem ist PREDA Gastgeber bei Konferenzen zwischen Stammesführern und Vertretern von Regierung und Militär, auf denen Streitigkeiten über das Land der Ureinwohner geschlichtet werden sollen.
  • AKBAY - Youth Organising And Empowerment Training
    AKBAY versucht mit Seminaren, Workshops, Ferienlagern und sozialen Projekten Jugendlichen soziale und familiäre Werte zu vermitteln. Zudem leiten die AKBAY-Mitarbeiter Fortbildungen für Gruppenleiter. Eines der erfolgreichsten Ergebnisse des AKBAY-Projekts ist die Bildung einer Theatergruppe, die Stücke mit stark sozialem und menschlichem Inhalt aufführt. Die Gruppe spielt vorwiegend auf den Philippinen, hatte aber auch schon Auftritte in Deutschland, Österreich, Holland, der Schweiz, Spanien, Irland, Kanada und Australien.
  • SCHOLAR - Scholarship For Youth
    SCHOLAR ermöglicht filipino-amerikanischen und anderweitig benachteiligten Jugendlichen über Stipendien, eine Ausbildung zu Schwesternhelfern und Sozialarbeitern.
  • INSEC - Internet Safety Campaign
    INSEC führt auf nationaler und internationaler Ebene Kampagnen für mehr Sicherheit im Internet durch. Ziel der Kampagnen ist es, Internetprovider dazu zu zwingen, den Zugang zu Kinderpornographie zu sperren.

Ausgewählte Ehrungen des Gründers Bearbeiten

  • 2000 wurde Father Shay Cullen der Menschenrechtspreis der Stadt Weimar verliehen [6].
  • 2001 nominierten Parlamentsabgeordnete aus Großbritannien und Deutschland Father Shay Cullen für den Friedensnobelpreis.
  • 2003 wurde Father Shay Cullen ein zweites Mal für den Friedensnobelpreis nominiert. Ermöglicht wurde die Nomination von Parlamentariern aus Kanada, Großbritannien und Deutschland. Außerdem erhielt er den Prix Caritas [7].

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. http://www.preda.org/german/mission/mission.html
  2. http://www.missio-aachen.de/veranstaltungen-aktionen/aktion/schutzengel/1/13_4398.asp
  3. http://www.tatort-verein.org/Projekt03.htm
  4. http://www.dwp-rv.de/cm/index.php?menuid=0&reporeid=109
  5. http://www.kib.or.at/files/each_web.pdf
  6. http://www.menschenrechtspreis.de/index.php?id=treistraeger-20000
  7. http://www.kath.ch/index.php?na=11,0,0,0,d,14562

Weblinks Bearbeiten


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