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Orden vom Steinberg

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OOC (englisch Order of Clochsliaph)
(Orden vom Steinberg)
Oocwappen3
Zweck:
Vorsitz:
Gründungsdatum: 2008
Mitgliederzahl:
Sitz: Orden vom Steinberg e.V.

Saturnstrasse 1
59067 Hamm
Telefon 02381-5444671

Kontakt
Webseite: www.clochsliaph.de


Der Orden vom Steinberg (englisch Order of Clochsliaph; OOC) ist ein beim Vereinregister Hamm unter 1739 eingetragener, als gemeinnützig anerkannter Verein und eine keltisch-germanische Religionsgemeinschaft. Er ist mit der St. Columbangemeinde in Hamm Mitglied der keltischen Kirche in Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Ursprung und VorbilderBearbeiten

Der Orden sieht sich in Fortführung der alten Tradition der Glaubensgemeinschaften der ehemaligen Kuldeer und iroschottischen Mönche und Bischöfe , u.a. Columcille und Columban von Luxeuil in zeitgemäßer, vom heiligen Stuhl in Rom unabhängiger Umsetzung der frühchristlichen, keltischen Kirche.

Die Tradition des iroschottischen Christentums als auch dessen Iro-schottische_Mission in Europa und Deutschland gelten als die erste christliche Missionierung Nordeuropas (St. Patrick in Irland, Columcille in Schottland, Columban der Jüngere, Kilian Gallus und Pirmin in Deutschland, Schweiz).

St. Columban) zum Beispiel nannte Jesus "meinen Druiden" und erschuf der Legende nach das Zeichen des Hochkreuzes, mit dem er den Druiden eine Piktenfürstes darstellte, das sich der christliche Glaube mit dem vorchristlichen, naturnahem Glauben der Kelten (dem ewigen Kreis des Lebens) sehr wohl vertrüge und ihn ergänze.

Ziele des Ordens Bearbeiten

Der Orden sieht in seiner Aufgabe die Erforschung, Erhaltung, Förderung und Vermittlung unseres christlichen keltisch-germanischen Glaubens und seiner Feste und Riten im Glauben an unseren Gott, Herrn Jesus Christus, des heiligen Geistes, mit Einbeziehung der Heiligen und Apostel. Grundpfeiler sind traditionell christliche Werte wie zum Beispiel: Nächstenliebe, Glaube, Ehrlichkeit, Treue, Toleranz, geistige Bildung, Verständnis, aber auch die Nähe und Liebe zur Natur und allem Sein.

Zusammenarbeit und VerbreitungBearbeiten

Der Orden unterhält viele nationale und internationale Beziehungen. Er besitzt in Deutschland ca. 80 Mitglieder, die bundesweit verstreut sind. Der Hauptsitz ist in Hamm / Nordrhein-Westfalen.

Zahlen und Gemeinschaften Bearbeiten

Die Mitgliederzahl beträgt derzeit als Orden in Deutschland (nicht zu verwechseln mit den ordentlichen Vereinsmitgliedern) incl. Priester, Laien, Gebundenen und Täuflingen noch im zweistelligen Bereich, bei etwa 80 Mitgliedern hauptsächlich im westlichen mittleren und nördlichen Bereich Deutschlands, aber auch Berlin und Sachsen-Anhalt.

Kleidung Bearbeiten

Eine besondere Kleidungsvorschrift gibt es gemäß den frühchristlichen Überlieferungen für Gemeindemitglieder nicht, wohl aber laut Canon der KKD für Novizen und Priester. Es ist das Tragen der Albe und Zingulum, bei Priestern jenes einer Casula nebst Stola bei Gottesdiensten üblich, ansonsten kann auch bei Religiosen z.B. ein brauner Habit mit Kukulle getragen werden.

Aufbau des Ordens Bearbeiten

Der Orden ist ein gemischter ökumenischer Orden, in dem Familien, Ledige oder Verheiratete sowohl als fördernde- und ordentliche Mitglieder auch anderer Konfessionen aufgenommen werden können, näheres regelt die Satzung des Ordens. Er ist verwaltungstechnisch hirarchisch aufgebaut.

  • Die Leitung ist die höchste, in religiösen Dingen weisungsbefugte Instanz. Sie besteht aus den jeweils 3 höchsten Priestern.
  • Die Priesterschaft darin besteht aus Laien, Novizen und dem Klerus. Die vollausgebildeten Priester müssen ausreichende Kenntnisse der theoretischen und praktischen Theologie, den alten Sprachen und der Liturgie besitzen, wie in jeder größeren christlichen Kirche.
  • Gemeindemitglieder können sich auch durch Bekenntnis, Verwandschaft oder Zuordnung anschließen, sie werden allerdings nicht als Ordensmitglieder erfasst. Die Anrede der Mitglieder untereinander ist Bruder oder Schwester bzw. Frater/Soror und Pater/Mater.

Auf menschlicher Ebene ist ein sehr familiäres Miteinander zwischen den Mitgliedern, als auch Gästen gegenüber eine hohe Gastfreundschaft erwünscht.

Stufensystem und HirarchieBearbeiten

Basis und niedere Priestergrade Bearbeiten

Gemeinde und LaienBearbeiten

Das Stufensystem der Priester entspricht heute den üblichen christlichen Strukturen. Die unterste Stufe entspricht dem Gemeindemitglied und den so üblicherweise genannten Gemeindevorstehern, also den "Laien". Jedes Gemeindemitglied kann durch eigene Hilfeleistungen und Studium zu einem Laienpriester und damit zu einem Ritualhelfer werden und eigenständig kleinere Aufgaben verrichten.

Postulant, Novizen Bearbeiten

Die angehenden Priester treten als Postulant, also auf Probe im Rang eines Lektor für ein Jahr in das Noviziat ein. Nach diesem Jahr erfolgt die Profess und die Verleihung eines Ordensnamens. Es absolviert der Novize (ehem. Dedikant) dann im Orden eine -staatlich nicht anerkannte- Aus- und Weiterbildung von insgesamt 12 Semestern (6 Jahre), in dem sie über die insg. 5 Grund- bzw. Laiengrade mit Anrede Frater bzw. Soror als Ostiarier, Lektor, Exorzist, Akolyth und Subprior über 3 Grade an das Priestertum herangeführt werden. Vor der Ordination als sog. Ordensprior mit der Anrede Pater oder Mater ist ein umfangreiches Wissen und eine genügende Praxis nachzuweisen.

Ordensprior und höhere Priestergrade Bearbeiten

Ordensprior Bearbeiten

Nach dieser Zeit erhält der Priester in der entgültigen Profess vom Generalkapitel die Weihe als Ordensprior mit Rang eines Diakonus gemeinsam mit der Lehrerlaubnis und kann, falls er das wünscht, eine eigene Gemeinde (lokal) übernehmen.

Regionalprior Bearbeiten

Nach l gewöhnlich ca. 2 Jahren wird ein Erfahrungsstand erreicht, der zum Leiten einer Gebietsleitung bzw. Versammlung (Provinzkapitel) mit Rang eines Presbyteros befähigen soll. In der Regel werden die dienstältesten Ordenspriore für dieses Amt ausgewählt.

Oberprior Bearbeiten

Wenn der Priester weiterhin sich der Theologie (1-2 Jahre) widmet, kann er wiederum als Ältester vom Provinzkapitel als Vertretung der Leitung (als Oberprior) im Range eines Episkopaten vorgeschlagen werden. Eine Person der 3 köpfigen spirituellen Leitung Generalkapitel selbst, wird bei kurzzeitigen Ausfall stets durch den nächstniedrigeren Priester vertreten. Falls ein Platz vacant wird, rückt der dienstälteste Regionalpriester in der Regel nach.

Gesamtdauer der Ausbildung, InhalteBearbeiten

Die Gesamtdauer bis zum Prior beträgt in der Regel ca. 6 Jahre oder 12 Semster. Diese Ausbildung ist staatlich nicht anerkannt und wird im Selbststudium unter Hilfestellung eines Mentors in der hauseigenen Bibelschule durchgeführt. Dadurch wird es auch arbeitenden Personen und Familien möglich sein, dem Klerus oder den Laien beizutreten.

Die Inhalte, die natürlich nur in Grundbildungen vermittelt werden können, sind u.a. folgende:

  • Bibelkunde
  • Geschichte
  • Religion / Theologie
  • Philosophie
  • Latein
  • Gemeindekunde
  • Pädagogik

darunter als Grundlagen:

  • Altes Testament
  • Neues Testament
  • Kirchengeschichte
  • Systemathische Theologie
  • Praktische Theologie

Kirchen und GottesdiensteBearbeiten

Die christlichen Gottesdienste und die in der Liturgie enthaltenen Jahreskreisfeiern werden vom Orden auch im als Hain bezeichneten Orten im Freien abgehalten, ansonsten in Gebetsräumen oder Andachtsstätten der Mitglieder. In den Räumen des Ordens oder Gebetsräumen werden auch das Studium heiliger Schriften, sowie auch Versammlungen in den tradtionellen Meßgewändern abgehalten. Gottesdienste und Andachten finden zu den Hohefesten, als auch an Sonntagen statt.

Kleidung Bearbeiten

Gemeindemitglieder Bearbeiten

Eine besondere Kleidungsvorschrift gibt es gemäß den frühchristlichen Überlieferungen für Gemeindemitglieder nicht, wohl aber für Laien, Novizen und Kleriker im Rahmen von Gottesdiensten.

Novizen und Laien Bearbeiten

Frater mit erhaltender Profess tragen bei Treffen in der Natur eine Tunika mit T Schnitt (die nach Möglichkeit selbst angefertigt werden sollte) und ein weißes Zingulum (dh. Strick), im Gottesdienst in Räumen tragen jene eine weiße Albe mit einem Zingulum, die einheitlich besorgt wird. Zu offiziellen Anlässen ist auch ein brauner Habit mit Kukulle zulässig.

Priore Bearbeiten

Pater mit entgültig erhaltener Profess tragen in der Natur eine weisse Tunika, ein weisses Zingulum, einen roten Umhang, sowie bei Ritualen eine rote oder weisse Stola und ein an einer Perlenschnur befestigtes Holzkreuz. Bei Gottesdiensten im Inneren tragen sie eine weisse Albe / Sticharion mit weissen Zingulum, eine rote Casel / Phelonion (unabhängig vom Tag), sowie eine rote oder weisse Stola / Epitrachelion und ein an einer Perlenschnur befestigtes Holzkreuz. Die Unterscheidung zwischen den Stufen der Priore ist nur anhand der Perlenkennzeichnung möglich.

Zahlen und Gemeinschaften Bearbeiten

Die Mitgliederzahl beträgt derzeit als Orden in Deutschland (nicht zu verwechseln mit den ordentlichen Vereinsmitgliedern) incl. Priester, Laien, Gebundenen und Täuflingen noch im zweistelligen Bereich, bei etwa 80 Mitgliedern hauptsächlich im westlichen mittleren und nördlichen Bereich Deutschlands, aber auch Berlin und Sachsen-Anhalt. Die ordentlichen, wahlberechtigten Mitglieder betragen noch unter Zwanzig.

Geschichte des Ordens Bearbeiten

  • 1999 erster Vorläufer, noch als neureligiöses Kommunikationsboard
  • 2003 Gründung der jetzigen Bibelschule, gemeinsam mit Daniela Pahnke, der ersten Novizin und Priesterin.
  • 2003/2004 Zulassung in internationalen Verzeichnissen, Beitritte zu verschiedenen Dachverbänden und Orden, wie dem jetzt als eigene Religion in England anerkannten Druid Network, sowie die Schaffung erster Regularien, die u.a. auf der Augustiner- und Benediktinerregel beruhten.
  • 2005 Ende 2005 wurde von MicNight, einem in Tampa, USA, lebenden renommierten Videokünstler und Lehrer eine Videoreportage zusammengestellt, die in den USA auch als Lehrmaterial gezeigt wird. Der Orden verfügt über eine Weltanschauungsberatungsstelle "Babajaga" und arbeitet u.a. mit der evangelischen und katholischen Kirche in diesen Fragen zusammen.
  • 2006 Gegen Ende 2006 erfolgte die Separation von anderen Dachverbänden und Orden sowie ein Umzug der Leitung nach Hamm, erste Überlegungen über eine (christliche) Freikirche erfolgen.
  • 2007/2008 In Münzenberg wurde der Beschluss zur Erlangung der Gemeinnützigkeit aus religiösen Zwecken zwecks Vereinsregistrierung gefasst. Es wurde der Orden nach Auskunft und Betonung des zuständigen Finanzbeamten als erste gemeinnützig religiöse keltisch-germanische Vereinigung in [Hamm]/NRW anerkannt und als solche registriert, die orthodoxe, keltisch germanische Kirche wurde als Ergebnis einer frühchristlichen Strömung und Richtung gegründet.
  • 2009 erfolgten Initiativen u.a. Reinigung und Umweltschutz des Ebertparkes in Hamm, Mithilfe bei sozialen Projekten, Die orthodoxe keltisch-germanische Kirche erhält ihre Webseite und tritt so zum ersten Mal, wenn auch in geringem Umfang, öffentlich in Erscheinung.
  • 2010 erfolgte aufgrund Mitgliederbeschluss und nach Anregung der Ordensleitung zum 1. Mai die Überleitung als christlicher Orden unter Hinzuziehung der Werte, Feiertage und Liturgie. Die Satzung wurde dahingehend geändert und eine neue Ordenregel - orientiert an den Apostelgeboten und allgemeinen christlichen Werten und diversen Ordensregeln- aufgestellt.
  • 2011 erfolgte die Mitbegründung des ökumenischen Rates der keltischen Kirchen in Deutschland, sowie die Aufnahme der Gefängnisseelsorge.
  • Ende 2011 Mitbegründer der keltischen Kirche in Deutschland e.V.

GlaubensrichtungBearbeiten

Kgklogo
orthodoxe keltisch-germanische Kirche
UweEckertHinzugefügt von UweEckert

Laut Mitgliederbeschluss im Jahr 2008 bezeichnet sich die religiöse Richtung des Ordens selbst als Orthodoxe keltisch-germanische Kirche, dies wurde von der Leitung und den Mitgliedern so proklamiert.Am 30.10.2011 gründete der Orden als Vertreter der orth. keltisch germ. Kirche zusammen mit der keltisch-apostolischen Kirche in Deutschland die keltische Kirche in Deutschland e.V., die als eigenständiger, gemeinnütziger Verein in Hamm eingetragen und überregional in Deutschland tätig ist. Vetretungen sitzen hierbei in Hamm, in der Nähe von Frankfurt, Stuttgart, Lübeck, Hannover, Berlin und Osnabrück. Die keltische Kirche in Deutschland ist die Fortsetzung der sog. "alten Kirche" iroschottischer Prägung und steht mit der Celtic Apostolic Church / Celtic Church in Scotland als eine der Mutterkirchen in Interkommunion. Die neugegründete Kirche trägt reformatorische Züge, steht damit dem Altkatholizismus sehr nahe, will in der Ökumene mit anderen Kirchen eng zusammenarbeiten und sieht sich als Teil der einen heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.

aktuelle Anschrift des OrdensBearbeiten

Orden vom Steinberg e.V.

Saturnstrasse 1

59067 Hamm

Telefon 02381-5444671

Literatur Bearbeiten

  • Libra Celtica (interne Informationsschrift)
  • Libra Clochsliaph (öffentliche Informationsschriften)
  • An leabhar naofa (das heilige Buch) Band I Karl Uwe Eckert ISBN 3-8370-1969-1, BoD Verlag
  • An leabhar naofa (das heilige Buch) Band II Karl Uwe Eckert ISBN 978-3-8391-3217-3, BoD Verlag

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