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Muggedätscher

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Die Fasnachtsgesellschaft Muggedätscher (manchmal auch fälschlicherweise Muggedätscher Clique gennant), ist eine Fasnachtsclique aus Basel in der Schweiz.

EntstehungBearbeiten

Die Muggedätscher wurden durch ehemalige Mitglieder der Sans-Gêne-Clique gegründet. 1954 sollen angeblich einige Mitglieder der Sans-Gêne in einem eigenen oder fremden (Fasnachts-)Zug eingestanden sein. Einer dieser älteren "fremdgeher" wurde von der Stammgesellschaft mit dem Ausschluss aus der Sans-Gêne bedroht, war es doch laut Statuten der Sans-Gêne nicht gestattet in einem Fremden Zug einzustehen. Dieser nam am 15.11.1954 zu den Vorwürfen Stellung, räumte ein sich einem anderen Zug angeschlossen zu haben, schrieb aber auch davon dass er es begrüssen würde, wenn eine Alte Garde der Sans-Gêne gegründet werden könnte, da doch langsam aber sicher ein erheblicher Altersunterschied zu bemerken sei. Die meisten der älteren Mitglieder waren mit der Routenlänge und den kurzen Pausen unzufrieden und wollten deshalb eine Alte Garde gründen.

Am 29.8.1955 wurde die "Sans-Gêne Alte Garde" im Restaurant "zur alten Gerbe" , ohne absprache mit dem Stamm, gegründet. Bei dieser Versammlung wurde ein Obmann gewählt, Regeln festgelegt und die Ziele und Wünsche für die nächste Fasnacht besprochen. Das Fasnachts-Comité und der Stamm wurden nachträglich über diese Gründung informiert. Der Stamm war zwar prinzipiell nicht gegen eine Alte-Garde, stellte aber im Herbst 1957 ein Gründungstatut auf, dem sich die Alte Garde fügen sollte. Diese Statuten gingen sehr weit, und beeinhalteden unter anderem ein Vetorecht des Stammes bei jeder Versammlung. Die Alte Garde war damit natürlich nicht einverstanden, und forderte den Stamm auf sein Handeln zu überdenken.

Daraufhin informierte der Stamm das Comité und die Alte Garde dass die "Sans-Gêne Alte Garde" "...aus Gründen, die mit unseren Vereinsstatuten nicht in Einklang gebracht werden konnten" aufgelöst werde, und das Fasnachts-Comité den Namen aus dem Register zu streichen. Ausserdem wurden die älteren Mitglieder nicht würdig bezeichnet den Namen "Sans-Gêne" zu tragen. Nach diesem Brief drohte die Situation zu eskalieren, und die Sans-Gêne drohte mit eine Klage gegen die älteren Mitglieder, falls sie den Namen weiterhin benützen sollten. Darauf gaben die Mitglieder den Namen auf und suchten einen neuen, welcher am 7.2.1958 gewählt wurde. Ein Mitglied welches bei einem Radio beschäftig war schlug den Namen einer damals sehr beliebten Radiosendung, "Dr Muggedätscher", vor. Dieser wurde von den Mitglieder mit grossem Zuspruch gewählt. Der Radiosender wurde angefragt, und hatte nichts dagegen einzuwenden. So wurde die "Sans-Gêne ALte Garde" in "Fasnachtsgesellschaft Muggedätscher" umbenannt.

GeschichteBearbeiten

1956 bestanden die Muggedätscher nur aus sechs Tambouren ohne Pfeiffer, 1958 nam man als eine der ersten Cliquen in ganz Basel Frauen auf, so dass mehrere Pfeiffer und Vorträbler einstehen konnten.

1975 hatten die Muggedätscher den ersten Auftritt mit dem "Gluggsi" am Monstre-Trommelkonzert.

1980 wurde die "Muggedätscher Junge Garde" gegründet, welche erstmals 1981 mit 32 Vorträblern und 12 Pfeiffern an der Fasnacht mitlief. Auch bei der Gründung der Jungen Garde waren die Muggedätscher Vorreiter, war die Junge Garde doch damals eine der wenigen, in welcher Mädchen aufgenommen wurden, und ein späterer übertritt in den Stamm garantiert wurde.

1983 wurden die "Muggedätscher Binggis" gegründet.

1995 wurde die "Mugedätscher Alte Garde" gegründet.

CliquenlebenBearbeiten

Neben dem Musizieren an der Fasnacht, welches über das ganze Jahr gepflegt wird, steht die Kameradschaft bei den Muggedätscher an vorderster Stelle. Es gibt viele Anlässe über das Jahr verteilt, bei denen man sich näher kommt. So findet jedes Jahr vor der Fasnacht das Cliqueninterne Preistrommeln und -pfeiffen statt, ein Anlass der einen ganzen Tag dauert, an dem in einem Wettkampf der/die beste Trommler/in Pfeiffer/in erkoren wird. An der Fasnacht gibt es den sogenannten "Gotte/Götti Halt" (Pate Patin Halt), an dem ein Mitglied aus dem Stamm oder der Alten Garde eines der Jungen Garde oder der Binggis mitnimmt, um etwas zu trinken, und sich näher zu kommen.Im Frühjahr steht mit der Jungen Garde ein Ausflug, meist in den Europa-Park auf dem Programm, im Sommer gibt es ein Grillfest. Diese und viele Weitere Aktivitäten schweissen die Clique zusammen. Viermal jährlich erscheint die "Mugge-Boschdille" eine Cliqueninterne Zeitung mit den neuigkeiten, informationen und Terminen. Der "Keller" der Muggedätscher ist das "Säntihanstor", ein altes Stadttor Basels.

FasnachtsvorbereitungenBearbeiten

Die Fasnachtsgesellschaft Muggedätscher muss sich, wie jede andere Basler Clique, jedes Jahr von neuem auf die Fasnacht vorbereiten. Dazu gehört das Sujet (Thema) finden welches jedes sich Jahr ändert. Dies übernimmt eine Sujetkommission für Jede Sektion (Binggis, Junge Garde, Stamm, Alte Garde). Nachdem das Sujet gefunden ist, werden Köstüme genäht, Larven (Masken) von Hand cachiert, die Latärne bespannt und gemalt. Dies nimmt etwa drei bis vier Monate in Anspruch, an denen fast jeden Abden im Bastelkeller der Muggedätscher gearbeitet wird.

QuellenBearbeiten

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