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Disambig mirror 2 Dieser Artikel beschreibt das Missionswerk. Zur kirchlichen Lehrerlaubnis, siehe Missio canonica
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Missio-2008

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missio ist die Kurzbezeichnung der Päpstlichen Missionswerke in Deutschland, Österreich, der Schweiz und anderen Ländern.

Struktur Bearbeiten

Die Päpstlichen Missionswerke unterstehen dem Apostolischen Stuhl und sind der Leitung der Kongregation für die Evangelisierung der Völker anvertraut, die von Kardinal Ivan Dias geleitet wird. Der Präsident der Päpstlichen Missionswerke, die in vier Werke gegeliedert sind, ist Erzbischof Piergiuseppe Vacchelli. Die vier Werke sind:

In über 100 Ländern dieser Erde existieren Vertretungen (Nationaldirektionen) der Päpstlichen Missionswerke.

Deutschland: missio, das Internationale Katholische Missionswerk in Deutschland, hat zwei Rechtsträger[1]:

Österreich: Nationaldirektor von Missio ist Msgr. Dr. Leo Maasburg (seit 2005). Vorgänger sind Weihbischof Dr. Ludwig Schwarz sdb (1999-2005) und P. Gregor Henckel-Donnersmarck ocist (1994-1999).

Geschichte Bearbeiten

1819 gründete die damals 23-jährige Pauline Marie Jaricot den Lyoner Missionsverein (ab 3. Mai 1922 offiziell Werk der Glaubensverbreitung), der eine neue Epoche der Weltmission einleitete. Ihre Idee der Spendenhilfe fand schnell ein Echo in Deutschland.

1832 gründeten der Aachener Arzt Heinrich Hahn und seine Freunde den „Franziskus-Xaverius-Verein zur Unterstützung der katholischen Missionen“. Der Aachener Arzt Dr. Heinrich Hahn stößt bei einem Krankenbesuch im belgischen Montzen auf die Jahrbücher des Vereins von Lyon und betreibt mit Gleichgesinnten die Gründung eines deutschen Zweigs. Sie organisieren sich und sammeln Spenden, müssen aber zehn Jahre lang um kirchliche und staatliche Anerkennung ringen[3]. Zur selben Zeit entstand in München der von König Ludwig I unterstützte „Ludwig-Missions-Verein“. Das Prinzip missios einer Bürgerinitiative von unten als Laieninitiative entstand.

missio ist seit dem 1. Januar 1972 Nachfolger des die Katholiken umfassenden Zweiges des Päpstlichen Werkes der Glaubensverbreitung in Deutschland. Dieser Zweig des Päpstlichen Werkes der Glaubensverbreitung wurde unter Papst Pius XI durch Motu proprio am 3. Mai 1922 errichtet. Träger des Missionswerkes war bis 1972 der seit 1841 bestehende Franziskus-Xaverius-Verein (FXV) in Aachen, der seit 1922 den Namen „Päpstliches Werk der Glaubensverbreitung“ (PWG) führte. [4]

Heute haben missio Aachen und München nach eigenen Angaben zusammen rund eine halbe Million Mitglieder. Durch Mitgliedsbeiträge und Spenden wird die Arbeit von missio unterstützt.

Aufgaben und Leitthemen Bearbeiten

  • Kollekten in allen Pfarren zum Sonntag der Weltmission und zum Fest der Erscheinung des Herrn (Epiphanie).
  • Daneben fördert Missio pastorale Projekte in vielen Diözesen Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Ozeaniens.
  • Außerdem leistet es Bildungsarbeit, um ein weltkirchliches Bewusstsein in und außerhalb der katholischen Kirche zu schaffen. Die Leitthemen der Missionsarbeit sind dabei: Mission[5], Menschenrechte, Nächstenliebe, Friedensarbeit, Spiritualität [6]

Kampagnen Bearbeiten

Missio wendet sich auch mit Kampagnen an die Öffentlichkeit, um für die Anliegen notleidender Menschen in Amerika, Afrika, Asien und Ozeanien hinzuweisen:

  • Die Aktion Schutzengel setzt sich weltweit für Aids-Waisen und die Opfer der Aids-Katastrophe ein [7]. Ein zentrales Element der Kampagne ist der AIDS-Truck, ein begehbarer LKW, der seit auf die AIDS-Problematik in Afrika aufmerksam macht[8].
  • Zum Sonntag der Weltmission im Oktober gestaltet missio jährlich seine zentrale Jahreskampagne. Jedes Jahr fokussiert die Kampagne das Engagement der Kirche in den Partnerländern. Am Sonntag der Weltmission (vorletzter Sonntag im Oktober; nur in Deutschland am vierten Sonntag) wird das Leben der Kirchen in den "Ländern des Südens" thematisiert und deren Einsatz im Kampf für Menschenrechte, Nächstenliebe und den Friedenseinsatz vorgestellt[9].
  • Die Kampagne zum Afrikatag in Deutschland kommt kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugute, die sich in Afrika für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden einsetzen. Die Spenden gehen in die Aus- und Fortbildung. Gundula Gause ist Schirmherrin des Afrikatags[10].

Gebet Bearbeiten

Es besteht auf der Internetseite von missio Deutschland die Möglichkeit ein Gebetsanliegen zu formulieren, das eine deutschsprachige Schwesterngemeinschaft in Nairobi aufnimmt und in ihr tägliches Gebet integriert. Anlässlich des 175-jährigen Bestehens des Aachener Werkes startete missio im Jahre 2007 eine Gebetskette, an der sich über 7.000 Menschen beteiligen, die als sichtbares Symbol zu jedem Anliegen eine Perle erhalten. Monat für Monat reihen sich so Perlen aneinander, die das Netzwerk gelebten Glaubens symbolisieren.

Finanzierung Bearbeiten

Rund 3.000 Projekte hat Missio Deutschland im Jahr 2007 finanziell unterstützt. In einem jährlich veröffentlichten Rechenschaftsbericht gibt missio Auskunft, welche Gelder eingenommen wurden und was mit diesen Spenden, Kollekten und Mitgliedsbeiträgen geschieht. Der Jahresbericht 2007 verzeichnete Einnahmen in der Höhe von insgesamt 78,9 Millionen Euro, davon waren (in Mio EUR): 1,4 Mitgliedsbeiträge, 9 Kollekten, 35 Einzelspenden, 20,3 Kirchensteuermittel, 4,5 Zinsen[11]. missio hat das DZI Spendensigel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen [12].

Zeitschriften Bearbeiten

  • missio Aachen gibt 6 mal im Jahr in der Zeitschrift kontinente die Magazin-Beilage missio aktuell für seine Mitglieder heraus.
  • Bei missio München erscheint ebenfalls 6 mal im Jahr die Zeitschrift missio magazin.
  • alle welt ist das Missio-Magazin in Österreich.

Literatur Bearbeiten

  • Fritz Kohlbrunner: Mission In: Volker Drehsen et al. (Hrsg.): Wörterbuch des Christentums. Orbis Verlag, München 1995, ISBN 3-572-00691-0
  • Konrad Simons: Misso - Die Geschichte einer Bewegung - Das internationale Katholische Missionswerk in Aachen von 1832 an, Aachen 1983, ASIN: B001GWH05E
  • Gregor von Fürstenberg, Irmgard Icking, und Hermann Schalück: Glauben. leben. geben. 175 Jahre missio Herder Verlag, Freiburg 2006, ISBN 3451291762

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Selbstdarstellung auf der missio-Internetseite
  2. missio-Internetauftritt
  3. Geschichte H. Hahn - Seligsprechungsprozess Internetseite des Bistums Aachen
  4. missio Internetauftritt
  5. missio Internetauftritt
  6. missio Internetauftritt
  7. missio Internetauftritt - Schutzengelaktion
  8. Internetauftritt Truck
  9. missio Internetauftritt
  10. missio Internetauftritt - Afrikatag
  11. Rechenschaftsbericht 2007
  12. DZI

Siehe auch Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten


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