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Lothar Schneider (* 3. Oktober 1939 in Dessau) ist ein ehemaliger deutscher Ringer.

Werdegang Bearbeiten

Lothar Schneider wuchs in Dessau auf und begann dort mit dem Ringen. Nachdem er mehrere Male DDR-Jugendmeister (Spartakiadesieger) im Ringen geworden war, wurde er wegen seines Talents zum SC Leipzig delegiert. Dort machte er schnelle Fortschritte und setzte sich 1964 in der innerdeutschen Qualifikation für die Olympischen Spiele im Federgewicht, griechisch-römischer Stil, durch. Bei den Olympischen Spielen, seinem ersten Start bei einer internationalen Meisterschaft, musste er zwar noch Lehrgeld bezahlen, aber bereits ein Jahr später wurde er in Tampere/Finnland Dritter bei den Weltmeisterschaften. Ein hervorragender vierter Platz bei den Europameisterschaften 1966 in Essen rundete dieses gute Ergebnis ab. In den Folgejahren konnte er sich nicht mehr ganz so weit vorne platzieren, lieferte aber, gegen solche Weltklasseringer wie Simion Popescu, Branislav Martinović, Martti Laakso und Roman Rurua hervorragende Kämpfe.

1969 beendete er seine internationale Laufbahn und kehrte zum Dessauer Ringerclub zurück, wo er Sektionsleiter und Trainer wurde. 1995 wurde er 1. Vorsitzender des neu gegründeten 1. Dessauer Ringerclubs. Lothar Schneider war von Beruf Stahlgussformer, später Ingenieur für Eisenbahntechnik und zuletzt Berufsschullehrer.

Internationale Erfolge Bearbeiten

(OS = Olympische Spiele, WM = Weltmeisterschaft, EM = Europameisterschaft, Federgewicht,damals bis 62 kg Körpergewicht, alle Wettkämpfe im griechisch-römischen Stil)

Jahr Platz Wettbewerb Gewichtsklasse
1964 2. Intern. Turnier in Gelenau/Erzgeb. Leicht hinter Eckhard Schulz, DDR, vor Fleischer, DDR
1964 15. OS in Tokio Feder mit Unentschieden gegen Branislav Martinović, Jugoslawien und Dinko Petrow, Bulgarien und einer Niederlage gegen Kyösti Lehtonen, Finnland
1965 2. "Dan-Kolew"-Turnier in Chaskowo Feder hinter Stojanow, Bulgarien u. vor Stoicho Kaltschew, Bulgarien
1965 3. WM in Tampere Feder mit Siegen über Poul Bengstsson, Dänemark, Taxarchis Paissios, Griechenland, Roger Mannhard, Frankreich, Clemens Hutter, Schweiz, einem Unentschieden gegen Jiří Švec, Tschechoslowakei, un einer Niederlage gegen Juri Grigorjew, Sowjetunion
1966 4. EM in Essen Feder mit Siegen über Stoio Kaltschew, Robert Sonie, Frankreich, Unentschieden gegen Simion Popescu, Rumänien, Paissios und Czeslaw Korzeń, Polen
1967 11. EM in Minsk Feder nach Niederlagen gegen Bernhard Knitter, Polen und Serzhik Agamow, Sowjetunion
1967 10. WM in Bukarest Feder nach Unentschieden gegen Martti Laakso, Finnland, Imre Baracsi, Ungarn und Czeslaw Korzeń
1968 8. OS in Mexiko-Stadt Feder mit Sieg über Leonard Dutz, Belgien, Unentschieden gegen Simion Popescu und Martti Laakso und einer Niederlage gegen Roman Rurua

DDR-Meisterschaften Bearbeiten

Lothar Schneider wurde 1965, 1966 und 1968 DDR-Meister im Federgewicht, griechisch-römischer Stil.

Einzelnachweise Bearbeiten

  • Hundert Jahre Ringen in Deutschland, Verlag Der Ringer, Niedernberg 1991, Seiten 198 und 234,
  • Fachzeitschriften Athletik (BRD) u. Schwerathletik (DDR),
  • Datenbank des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaften der Universität Leipzig,
  • Website „www.sport-komplett.de“

Weblinks Bearbeiten


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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