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Lothar Pleuse (* 4. Juni 1936 in Berlin) ist ein ehemaliger Tischtennisspieler der DDR. Von Mitte der 1950er Jahre bis Mitte der 1960er Jahre gehörte er zu deren Spitzenspielern. Er wurde mehrfach DDR-Meister und nahm sechsmal an Weltmeisterschaften teil.

Werdegang Bearbeiten

Erst als 14-jähriger kam Pleuse mit Tischtennis in Berührung. Er schloss sich dem Verein Stern Kaulsdorf an. Später wechselte er zu Motor Ostend, wo der damalige führende DDR-Spieler Siegfried Facius (1915-1962) sein Trainer wurde. Später spielte Pleuse für die Vereine SC Motor Berlin, BSG Lok Erich Steinfurt Berlin, TSC Oberschöneweide und TSC Berlin. Mit SC Motor Berlin wurde er 1956 und 1957 DDR-Mannschaftsmeister. Ende der 1960er Jahre musste Pleuse aus gesundheitlichen Gründen mit dem Leistungssport aufhören.

Erfolge Bearbeiten

Pleuse nahm an den Weltmeisterschaften 1955, 1957, 1959, 1961, 1963 und 1965 teil. 1961 gewann das Team der DDR gegen das der BRD. Dabei besiegte Pleuse Wolfgang Prandke und Martin Ness. 1958, 1960, 1964 und 1966 wurde er für Tischtennis-Europameisterschaften nominiert. Dabei holte er 1964 Bronze im Mixed mit Doris Hovestädt. Insgesamt 74 Länderspiele bestritt er für die DDR.[1] 1961 wurde er internationaler Meister von Polen.[2] 1965 schied er aus dem Nationalmannschaftskader aus.

Die DDR-Meisterschaft gewann Pleuse 1960 und 1965 im Einzel sowie 1957, 1960, 1961 (jeweils mit Heinz Schneider), 1963 (mit Siegfried Lemke) und 1965 (mit Wolfgang Stein) im Doppel. Um 1965 wurde er mehrere Jahre lang in der DDR-Rangliste auf Platz 1 geführt.[3]

Privat Bearbeiten

Pleuse ist von Beruf Tischler. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Weblinks Bearbeiten

Literatur Bearbeiten

  • Friedrich-Karl Brauns: Salut für zwei große Tischtennisspieler, Zeitschrift DTS, 2001/6 regional Nord S.11-12

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Zeitschrift tischtennis, 2005/5 S.7; in DTS 1965/18 S.5 ist die Rede von nahezu 100 Länderspielen
  2. Zeitschrift tischtennis, 2009/12 regional Nord S.2
  3. Zeitschrift DTS, Ausgabe West, 1965/15 S.16


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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