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siehe auch:Kampfsport


Der Verein Karate Dojo Nitta Dresden e.V. wurde 1989 in Dresden (Sachsen) gegründet.

Dieser Artikel will neben dem Shotokan-Karate auch kurz einen Teil der japanischen Geschichte vorstellen.


Nitta YoshisadaBearbeiten

Nitta Yoshisada (der Namensgeber für den Karate Verein: Karate Dojo Nitta e.V. Dresden) war einer der bedeutensten militärischen Führer und Fürsten des frühen japanischen Mittelalters. Die Familie Nitta führt ihre Wurzeln auf den Clan Minamoto zurück, die Familie, die über Jahrhunderte den Posten des Shogun, des weltlichen Herrschers Japans stellte. Nitta bedeutet sinngemäß "neues Land" und war ebenfalls der Name der Heimatprovinz dieses Geschlechtes in Ostjapan, in der heutigen Provinz Kozuke.

Der Fürst Nitta Yoshisada gelangte zu Berühmtheit, indem er in den Machtkämpfen des 14. Jahrhundert zwischen altem Kaiserhaus und putschenden Militäradel den Kaiser unterstützte und sich für ihn in viele Schlachten schlug. Die aufstrebenden Aristokraten hatten bereits neben der bestehenden Hauptstadt Kyoto eine neue Stadt als Hauptstützpunkt und Regierungssitz aufgebaut – Kamakura. Nitta Yoshisada führte als Feldherr eine große Armee gegen die am Meer gelegene befestigte Stadt, welche von über 150.000 Samurai der Hojo-Regierung verteidigt wurde. Als er die Stadt nicht auf herkömmliche Weise einnehmen konnte, sann er auf eine Kriegslist. Über Nacht durchschwammen tausende Krieger mit ihren Pferden die Bucht von Kamakura und fielen im Morgengrauen mit einsetzender Ebbe in die unbefestigte Seeseite der Stadt ein. Nach drei weiteren Tagen schwerster Kämpfe fiel am 10.Juni 1333 Kamakura. Die Abgehörigen der Hojo-Regierung begingen Selbstmord durch Harakiri. Mit diesem taktischen Geniestreich ging Nitta Yoshisada in die Lehrbücher japanischer Kriegsführung ein.

Somit festigte Fürst Nitta Yoshisada die Macht des alten Kaiserreiches und gilt noch heute als Sinnbild für Kaisertreue und Beständigkeit in der Geschichte Japans. Nitta Yoshisada beendete in Folge dessen die sogenannte Kamakura-Epoche und war Wegbereiter einer neuen Zeit – der Muromachi-Epoche. Diese wurde wenig später durch den Verrat des Generals Ashikaga gegen den Kaiser ausgerufen. Im Kampf gegen diesen erneuten Putschisten fiel Nitta Yoshisada im Jahre 1338.


KarateBearbeiten

Karate-Training besteht in seiner klassischen Form aus drei Säulen:

Kihon (Grundschule), Kata (Formenlehre) und Kumite (Kampftraining).

Resultierend aus diesen Bereichen bekommen die Schüler einen tieferen Einblick in die Vielfalt der Karate-Techniken und schulen neben Körperbeherrschung, Athletik und Selbstverteidigung auch geistige Fähigkeiten wie Disziplin, Selbstsicherheit und Anpassungsfähigkeit. Durch Kampftraining wird die Reaktionsfähigkeit und Situationseinschätzung des Schülers weiter verbessert. Unabhängig des Ernstfall-Gedankens sind dies alles Fähigkeiten, die einen besseren Stand des Einzelnen in Schule oder Beruf, quasi im Alltag gewährleisten und das persönliche Lebensgefühl stärken. Grundschultraining ist die Voraussetzung für jede weitere Trainingsform im Karate-Programm. Hier werden die einzelnen Techniken ohne Partner in Wiederholungsformen geübt und verfeinert. Vom Weiß- bis zum Schwarzgurt müssen alle Karate-Bewegungen immer wieder überprüft und verbessert werden, um ein hohes Niveau der Technik zu gewährleisten.

Kihon

Kihon-Training wird entweder als Einzeltechnik oder in Kombinationen durchgeführt. Unabhängig davon gibt es Formen, die mit Hilfe von Gürteln oder an der Wand durchgeführt werden, um Zielgenauigkeit und Spannung der Techniken zu verbessern.

Kata

Kata vermittelt als Formenschule einen imaginären Kampf gegen mehrere unbewaffnete oder bewaffnete Gegner, wird jedoch ohne Partner ausgeführt.

Das Shotokan Karate beinhaltet 26 Kata, 5 Schüler-, 6 fortgeschrittene und 15 höhere Formen. Jede Kata hat eigene Schwerpunkte - Atemschule, Kraft und Spannung, Schnelligkeit und Flexibilität.

Kata Bunkai

Kata Bunkei ist eine Trainingsmethode, bei der die einzelnen Techniken der jeweiligen Kata in ihrer Anwendung mit einem Partner als abgesprochener Zweikampf durchgeführt werden. Sprünge, Hand- und Fußtechniken, Würfe, Hebel und Würgen werden nach Selbstverteidigungskriterien aufgegliedert. Kata Bunkei kennt keine sportliche Fairness oder Regelwerke. Hier wird Karate in seiner ursprünglichen kriegerischen Art vermittelt.

Kumite

Kumite ist der Oberbegriff für alle Zweikampfübungen im Karate. Die verschiedenen Formen staffeln sich jeweils nach dem Können und Erfahrungswert der Schüler. Prinzipiell werden alle Techniken ohne Kontakt ausgefürt, d.h. Schläge und Tritte werden kurz vor dem Körper gestoppt.


Der VereinBearbeiten

Wir sind ca. 25 Shotokan-Karate-begeisterte im Alter zwischen 10 und 35 die sich zum regelmäßigen Karate-Training zusammenfinden. Ob nun Schüler, Student oder Arbeiter, alles ist bei uns vertreten und ergibt eine interessante Mischung. Unsere Stärken ergeben sich aus der überschaubaren Mitgliederzahl. Dabei kann sich die Trainingsleitung auf die einzelnen Personen konzentrieren und auf individuelle Fehler eingehen.

Der VerbandBearbeiten

Der S.K.I.D. (Shotokan Karate International Deutschland) ist der nationale Dachverband des Karates und hat Dojos im gesamten Bundesgebiet mit über 6000 Mitgliedern. Aber nicht nur in Deutschland erfreut sich der S.K.I. großer Beliebheit. Weltweit ist der Verband, der sich der Erhaltung des traditionellen Shotokan-Karate-Stils verschrieben hat, in über 100 Ländern vertreten. Diese nationalen S.K.I.-Verbände haben alle japanische Chefinstruktoren, die an der bekannten Takushoku Universität in Tokio ausgebildet worden sind.

In Deutschland widmet sich seit 1975 Bundestrainer Akio Nagai Shihan 8.Dan, dem Erhalt und der Verbreitung der traditionellen japanischen Kampfkunst. Dieser entstammt einer alten Samurai-Familie und begann das Studium des Karate-Do im Alter von 15 Jahren. Mit 18 Jahren trat er in die berühmte Takushoku Universität in Tokio ein und wurde dort zum Instruktor ausgebildet. An den Wochenenden hält er im gesamten Bundesgebiet Lehrgänge ab, an denen seine Schüler die Gelegenheit haben Karate aus erster Hand zu erlernen. Besonderen Wert legt er dabei auf Disziplin, Bescheidenheit und genaueste Ausführung der Techniken. Die drei grundlegenden Säulen des traditionellen Karate-Do: Kata, Kihon und Kumite, werden bei jeder seiner Trainingseinheiten intensiv geübt und verbessert.

siehe auch:Karate Dojo Goslar
siehe auch:Karate Dojo Saarbrücken

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