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Die Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (InWEnt) ist eine 2002 durch Zusammenschluss der Deutschen Stiftung für internationale Entwicklung (DSE) und der Carl-Duisberg-Gesellschaft e.V. (CDG) entstandene Organisation für Personal- und Organisationsentwicklung in der internationalen Zusammenarbeit in der Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. InWEnt ist auch Träger der Entwicklungszusammenarbeit.

Ihre Aufgabe sieht die Organisation in der Qualifizierung von Fach- und Führungskräften, ihrer Institutionen und der übergeordneten politischen Ebene für eine nachhaltige und global gerechte Entwicklung. Inwent wird dazu weltweit tätig und arbeitet mit Partnern aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft am Aufbau internationaler Lerngemeinschaften. InWEnt veranstaltet dazu Seminare, Dialogveranstaltungen und E-Learningkurse, die von jährlich etwa 55.000 Personen besucht werden. Ein Alumni</b>programm soll eine langfristige Wirkung der Programme unterstützen. Die etwa 820 Beschäftigten von InWEnt arbeiten an 30 Standorten im In- und Ausland. In der InWEnt-Zentrale in Bonn sind etwa 500 Mitarbeiter tätig. Der Umsatz betrug im Jahr 2008 rund 136 Mio. Euro.[1]

InWEnt arbeitet mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie zusammen. Das Zentrum für internationale Handlungskompetenz der InWEnt ist eine Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit, in die 40 Institutionen ihre Mitarbeiter für die Vorbereitung ihres Einsatzes in Entwicklungsländern entsenden. Unter dem Dach von InWEnt arbeitet auch die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt, eine Gemeinschaftseinrichtung von Bund, Ländern und Nichtregierungsorganisationen zur Stärkung kommunaler Entwicklungszusammenarbeit.

Aufgaben Bearbeiten

Im Einzelnen umfassen die Geschäftsfelder von InWEnt

  • Fortbildung von Fach- und Führungskräften aus Entwicklungsländern;
  • Internationale und interkulturelle Qualifizierung von Nachwuchs-, Fach- und Führungskräften aus Deutschland und anderen Industrieländern;
  • Internationaler Dialog und Erfahrungsaustausch;
  • Entwicklungsbezogene Informations- und Bildungsarbeit;
  • Vorbereitung von Fachkräften der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

Geschichte Bearbeiten

Die Carl-Duisberg-Gesellschaft e.V. geht namentlich zurück auf den Chemiker Carl Duisberg.

Bereits in den 1920er Jahren gingen erste junge Deutsche - insbesondere Ingenieure und Landwirte - zu Praktika in die USA. Der erste nachgewiesene USA-Praktikant war Karl Schwabbach, der sich 1921 die Überfahrt in die USA als Heizer auf einem Schiff verdiente und dann in verschiedenen amerikanischen Firmen arbeitete. Er berichtete in Briefen regelmäßig über seine - insbesondere interkulturelle - Erfahrungen in den USA. Diese Briefe, eine frühe Form des heutigen "Capacity Building" der InWEnt, wurden unter deutschen Ingenieuren und Studenten weitergereicht und bereits im Folgejahr gingen 5 weitere Werkstudenten in die USA. Ende der 1920er Jahre gründeten die Werkstudenten unter Leitung von Carl Duisberg in der Maddison Avenue, New York eine erste Niederlassung um den transatlantischen Austausch von Ingenieuren und Fachkräften zu fördern. Seit Mitte der 1920er Jahre reisten auch erste Amerikaner als Werkstudenten nach Deutschland. Die Teilnehmer verfügten durch ihren Auslandsaufenthalt über hervorragende interkulturelle und fremdsprachliche Kenntnisse und konnten oftmals auf ein grosses Kontaktnetz im Partnerland zurückgreifen. Mit Aufkommen des Nationalsozialismus in Deutschland erloschen diese Ansätze.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs griffen Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik mit Unterstützung des amerikanischen hohen Kommissars John McCloy den Ansatz der Werkstudenten auf und gründeten 1949 die Carl Duisberg Gesellschaft e.V. Durch Auslandserfahrungen, zunächst in den USA, später in anderen europäischen Ländern und letztlich weltweit sollte der jeweils jungen Generation in Deutschland eine neue, internationale Perspektive eröffnet werden. Bereits 1950 reisten erste junge Berufstätige in die USA. Viele der ehemaligen Teilnehmer nehmen heute Schlüsselpositionen in Wirtschaft, Politik und Kultur ein.

Viele der Programme der Carl Duisberg Gesellschaft leben in der heutigen InWEnt fort, so auch die transatlantischen Programme an denen sich bis heute jährlich weit über 1.000 junge Absolventen und Berufstätige, Deutsche wie Amerikaner, beteiligen.

Die Gesellschaft bestand bis zur Zusammenlegung zur InWEnt - Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH - 2002. In dieser Zeit haben etwa 300.000 Menschen an Programmen der CDG teilgenommen. Der Etat betrug ab Ende ca. 110 Mio. Euro, die von ca. 750 Stiftern aufgebracht wurden.[2]

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Geschäftsbericht 2008 S. 16
  2. Nachhaltigkeit.info:Carl Duisberg Gesellschaft



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