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Ilke Wyludda (* 28. März 1969 in Leipzig) ist eine ehemalige deutsche Diskuswerferin und Olympiasiegerin.

Bundesarchiv Bild 183-1989-0623-028, Ilke Wyludda

Ilke Wyludda 1989 beim Leichtathletik-Sportfest um den Vier-Tore-Pokal in Neubrandenburg

Von den 1980er Jahren bis zum Ende des 20. Jahrhunderts gehörte sie zur Weltspitze, wobei sie bis zu deren Ende für die DDR startete.

Ilke Wyludda betrieb zunächst neben dem Diskuswerfen auch das Kugelstoßen und gewann 1985 bei der Junioren-Europameisterschaft in Cottbus neben dem Titel im Diskuswerfen auch die Silbermedaille im Kugelstoßen. Ihre 1986 aufgestellten Jugend-Bestleistungen (Kugel: 19,08 m, 9. August 1986 in Karl-Marx-Stadt; Diskus: 65,86 m, 1. August 1986 in Neubrandenburg) sind (Stand 18. Mai 2009) gültige Jugendweltrekorde.[1][2]

Später konzentrierte sie sich auf das Diskuswerfen. In einem inoffiziellen Qualifikationswettkampf der DDR-Spitze erzielte sie mit 75,36 Metern die drittbeste je erzielte Weite (Stand: Saisonende 2009), verlor aber gegen die spätere Olympiasiegerin Martina Hellmann und verpasste damit auch die Olympiateilnahme in Seoul 1988. Ihre im gleichen Sommer erzielte Weite von 74,40 Meter (13. September 1988 in Berlin) ist (Stand: 18. Mai 2009) gültiger Juniorenweltrekord.[1]

Ab 1989 bestimmte sie mit Siegen im Welt- und Europacup und bei der Europameisterschaft die Weltspitze mit. Nach einem Einbruch bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona (Platz 9) und Verletzungen begann 1994 eine neue Erfolgsserie, die nach ihrem Olympiasieg 1996 durch eine neuerliche lange Verletzungspause beendet wurde, wodurch sie in der Saison 1997 ganz ausfiel. Danach gelang ihr ein Comeback, allerdings ohne Medaillenränge bei internationalen Höhepunkten.

Ilke Wyludda startete in der DDR-Zeit für den SC Chemie Halle (später in SV Halle umbenannt), später für den LAC Chemnitz. Sie trainierte zunächst bei Siegfried Eichfeld, später bei Gerhard Böttcher. Sie ist 1,84 Meter groß und wog in ihrer aktiven Zeit 97 kg. Nach ihrer Sportlerkarriere wurde die Diplom-Sportlehrerin für Therapie-Rehabilitation und Behindertensport Physiotherapeutin. Später studierte sie Medizin und steht kurz vor der Zulassung zur Ärztin.

Am 9. Dezember 2010 musste sich Wyludda einer Amputation des rechten Unterschenkels unterziehen, nachdem eine offene Wunde sich bakteriell infiziert hatte.[3][4]

Erfolge im einzelnen Bearbeiten

(Teilnahme im Diskuswerfen, sofern nicht anders angegeben)

  • 1985, Junioren-Europameisterschaft: Platz 1 im Diskuswerfen (57,38), Platz 2 im Kugelstoßen (18,11)
  • 1986, Junioren-Weltmeisterschaft: Platz 1 (64,02)
  • 1987, Weltmeisterschaft: Platz 4 (68,20); Junioren-Europameisterschaft: Platz 1 im Kugelstoßen (19,45), Platz 1 im Diskuswerfen (70,58)
  • 1988, Junioren-Weltmeisterschaft: Platz 1 (68,24)
  • 1989, Welt- und Europacupfinale: jeweils Platz 1 (Weltcup: 71,54; Europacup: 73,04)
  • 1990, Europameisterschaft: Platz 1 (66,80 - 67,62 - 65,50 - 66,44 - 65,68 - 68,46)
  • 1991, Weltmeisterschaft: Platz 2; Europacupfinale: Platz 1 (68,82)
  • 1992, Olympische Spiele: Platz 9
  • 1993, Weltmeisterschaft: Platz 11
  • 1994, Europameisterschaft: Platz 1; Weltcup-Finale: Platz 1 (65,30), Europacup-Finale: Platz 1 (68,36)
  • 1995, Weltmeisterschaft: Platz 2, Europacup-Finale: Platz 2 (66,04)
  • 1996, Olympische Spiele: Platz 1 (69,66); Europacupfinale: Platz 1 (65,66)
  • 1998, Europameisterschaft: Platz 6
  • 2000, Olympische Spiele: Platz 7 (63,16); Europacup-Finale: Platz 1 (62,45)

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. 1,0 1,1 Offizielle Rekordstatistik der IAAF zum Diskuswurf der Frauen
  2. Offizielle Rekordstatistik der IAAF zum Kugelstoßen der Frauen
  3. Michael Reinsch (8. Januar 2011). Die Schmerzensfrau der Leichtathletik. Frankfurter Allgemeine Zeitung faz.net. Abgerufen am 8. Januar 2011.
  4. sid/ah (8. Januar 2011). Ilke Wyludda verlor Unterschenkel. Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft mbH – www.leichtathletik.de. Abgerufen am 8. Januar 2011.
Fairytale kdmconfig Profil: Wyludda, Ilke
Platzhalter
Beruf deutsche Diskuswerferin und Olympiasiegerin
Persönliche Daten
Geburtsdatum 28. März 1969
Geburtsort Leipzig, Deutsche Demokratische Republik



Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
Lokale Autorenseite, Lizenz: GFDL, CC-by-sa 3.0

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