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Humanistischer Verband Deutschlands

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Humanistischer Verband Deutschlands
Logo des Humanistischen Verbandes Deutschlands
Basisdaten
Zweck: Förderung und Umsetzung von praktischem Humanismus
Gründungsjahr: 1993
Mitgliedsverbände: 12
Präsident: Frieder Otto Wolf
Mitglieder: ca 21.000[1]
Mitarbeiter: ca 1.500
Struktur: Föderaler Bundesverband
Sitz in Berlin
Anschrift: Wallstr. 61-65
10179 Berlin
Website: www.humanismus.de

Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) ist ein eingetragener Verein[2] zur Förderung und Verbreitung einer weltlich-humanistischen Weltanschauung und zur Interessenvertretung von konfessionslosen Menschen in Deutschland.[3] Der Bundesverband besteht aus zwölf Landesverbänden in dreizehn Bundesländern. Er ist Mitglied der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union, der Europäischen Humanistischen Föderation und des Koordinierungsrates säkularer Organisationen in Deutschland.

Tätigkeitsbereiche Bearbeiten

Der HVD betreibt Einrichtungen wie die Humanistischen Akademien in Berlin und Bayern, den Humanitas-Verlag sowie „Kulturhistorische Archive“ mit Materialien aus seiner mehr als hundertjährigen Vorgeschichte.

Darüber hinaus organisiert der HVD so genannte „Internationale Begegnungen“. In Nürnberg betreibt er mit der turmdersinne-gGmbH eine wissenschaftspädagogische Erlebnisausstellung in einem Turm der mittelalterlichen Stadtmauer. Unter dem HVD-Dach werden Medienwerkstätten, Bildungsreisen und Seminare durchgeführt. Im Bundesland Berlin sind mehr als 40.000 Schüler Teilnehmer an Humanistischem Lebenskundeunterricht, der alternativ zum Religionsunterricht angeboten wird. Die erste „Humanistische Grundschule“ wurde im bayerischen Fürth 2008 eröffnet[4]. Weitere Schulen sind sowohl in Bayern als auch in Berlin im Stadium der Planung. Der HVD Berlin erbringt mit Sozialstationen, Beratungsstellen, betreutem Wohnen, Sterbebegleitung, Trauergruppen u.v.a. eine Fülle von Dienstleistungen. Es existiert ein eigener Jugendverband namens „Junge HumanistInnen“.

Der HVD ist Träger einer Vielzahl von Kindertagesstätten, Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit und Schülerclubs. Er ist auch tätig in der Schulsozialarbeit.

Der HVD gibt eine Mitglieder-Zeitschrift heraus namens „Diesseits“, im Untertitel „Zeitschrift für Humanismus und Aufklärung“. Seit 2003 wird zur (ZITAT) „Förderung von Aufklärung, Toleranz und Selbstbestimmung in unserer Gesellschaft“ der mit 2.500 Euro dotierte Ossip-K.-Flechtheim-Preis an in dieser Hinsicht verdiente Menschen verliehen. Außer dem Hauptpreis gibt es noch einen Anerkennungspreis.

Die Gliedverbände in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sowie der HVD-Nürnberg sind als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkannt. Die weiteren Landesverbände in Hamburg, [[[Baden-Württemberg]], Brandenburg, Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen sind eingetragene gemeinnützige Vereine.

Ziele Bearbeiten

Angestrebt wird auf Basis der humanistischen Weltanschauung eine nicht-religiöse institutionalisierte Alternative zu den christlichen Kirchen. Bundesvorsitzender war bis zum 4. Januar 2010 Horst Groschopp.[5]

Anliegen der Mitglieder ist es, eine nicht-religiöse, ethisch begründete Lebensauffassung nicht nur zu leben, sondern sie auch zu einer alltäglichen Selbstverständlichkeit in der Wahrnehmung der deutschen Öffentlichkeit werden zu lassen.[6]

An die Stelle von christlichen Feierangeboten wie Taufe, Kommunion/Konfirmation und Trauungszeremonien in den Kirchen setzt der HVD "Namensfeier", "JugendFEIER" (siehe Jugendweihe) und die "HOCHzeitsfeier". Und ebenso am Lebensende die "Trauerfeier" mit einem weltlichen Trauerredner.

Geschichte Bearbeiten

2005 feierte der Verband eine 100-Jahr-Feier, weil er sich in der Tradition des "Vereins für Feuerbestattung" sieht, der damals in Berlin von zwölf Sozialdemokraten gegründet wurde.[7] 1927 schloss sich der Verein mit der "Gemeinschaft proletarischer Freidenker" zusammen. In der DDR blieben Freidenker als Organisation lange Zeit aufgelöst, bis 1989 ein Verband der Freidenker gegründet wurde. 1993 bildete sich schließlich der Humanistische Verband Deutschlands als bundesweite Vereinigung.

Publikationen Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. REMID (2015)
  2. http://www.humanismus.de/spenden
  3. HVD: Wir über uns.
  4. [1] Pressemeldung zur Schuleröffnung
  5. http://www.humanismus.de/aktuelles/hvd-formiert-sich-neu
  6. Diskussion zu Humanismus beim HVD, abgerufen 6. Januar 2009
  7. Rede zur Ausstellungseröffnung, Berlin 2006; vgl. auch Tagesspiegel 14. Februar 2009, Wer sind die Humanisten?
  8. diesseits – Das humanistische Online-Magazin.


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