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Hertha BSC

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Hertha BSC
Logo
Voller Name Hertha Berliner Sport-Club e. V.
Ort Berlin
Gegründet 25. Juli 1892
Vereinsfarben Blau-Weiß
Stadion Olympiastadion Berlin
Plätze 74.500
Präsident Werner Gegenbauer
Trainer Markus Babbel
Homepage http://herthabsc.de
Liga 2. Fußball-Bundesliga
2009/10 18. Platz (Fußball-Bundesliga)
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Heim
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Auswärts

Hertha BSC ist mit derzeit rund 20.000 Mitgliedern[1] einer der größten Sportvereine Berlins. Der Verein hat seinen Sitz im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und ist vor allem aufgrund seiner Fußball-Abteilung bekannt. Der Spielbetrieb der Profis, der Amateur- sowie der A-Jugend-Mannschaften wird durch die im Jahr 2002 gegründete Hertha BSC Kommanditgesellschaft mit beschränkter Haftung auf Aktien (Hertha BSC GmbH & Co KGaA) durchgeführt. Persönlich haftender Gesellschafter (Komplementär) ist die vereinseigene Hertha BSC Verwaltung GmbH, einziger Kommanditaktionär ist gegenwärtig der e. V. Die Fußball-Heimspiele trägt die Profimannschaft im größten Multifunktionsstadion Berlins, dem Olympiastadion, aus. Neben Fußball werden im Verein auch andere Sportarten wie z. B. Boxen, Kegeln oder Tischtennis betrieben.

Geschichte Bearbeiten

1892−1901: Gründungszeit Bearbeiten

Am 25. Juli 1892 wurde der Berliner Fussball Club Hertha 1892 gegründet. Die Idee zur Gründung hatten die Brüderpaare Fritz und Max Lindner sowie Otto und Willi Lorenz vermutlich auf einer Bank am Arkonaplatz im heutigen Berlin-Mitte. Auf der Suche nach einem Namen hatte Fritz Lindner die Idee, den Verein Hertha zu benennen, da er mit seinem Vater kurz zuvor auf einem gleichnamigen Dampfer auf der Havel gefahren war. Dessen Schornstein hatte die Farben blau, weiß und gelb, welche ebenfalls als Vereinsfarben übernommen wurden, wobei das Gelb allerdings kurz danach verschwand. Der 1886 erbaute Dampfer Hertha fährt heute auf der Kyritzer Seenkette.[2] Da die Geschwister erst 16 beziehungsweise 17 Jahre alt waren, wurde der Onkel der Lindners Ernst Wisch Vorsitzender und trug den Verein im Polizeipräsidium am Molkenmarkt ein.

Zunächst wurden einige Gesellschaftsspiele gegen andere Vereine ausgetragen. Da aber bei den Mitgliedern die Geselligkeit im Vordergrund stand, stellten sich keine Erfolge ein, woraufhin das Interesse abnahm und die Mitgliederzahl auf zeitweise vier schrumpfte. Zeitgleich spaltete sich das Berliner Spitzenteam Alemannia 90 und dessen Lehrlingsabteilung trat fast geschlossen Hertha bei. Dadurch stieg die Mitgliedszahl wieder auf 22.

Da Hertha ein eingetragener Verein war, durfte er seine Spiele auf dem Exer (Exerzierplatz des Alexander-Regiments an der Schönhauser Allee im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg) austragen. Allerdings mussten Tore und Spielfeldmarkierungen selbst mitgebracht werden und umgezogen wurde sich in angrenzenden Gaststätten.

Am 13. Februar 1894 wurde Hertha Gründungsmitglied beim Thor- und Fußballbund Berlin. Allerdings provozierten die Herthaner schon bald den Rauswurf, indem sie die Mitgliedsgebühren nicht zahlten, um sich am 27. November 1894 dem Deutschen Fussball-und Cricket-Bund anzuschließen. Dieser organisierte die zweiklassige Bundesmeisterschaft, an der Hertha in der Saison 1895/96 erstmals in der 2. Klasse teilnahm und durch die Vizemeisterschaft auf Anhieb den Aufstieg in die 1. Klasse schaffte. Dort wurde der BFC Letzter und stieg nur deshalb nicht sofort wieder ab, da durch viele Austritte die 2. Klasse aufgelöst wurde. In den Folgejahren traten immer mehr Mannschaften aus, sodass zeitweilig nur noch fünf Vereine an den Ligaspielen teilnahmen. Am 27. Oktober 1900 trat Hertha ebenfalls aus dem DFuCB aus und bemühte sich um eine Aufnahme in den Verband Deutscher Ballspielvereine, welche jedoch zunächst nicht erteilt wurde.

1901−1923: Erste Erfolge Bearbeiten

Zur Saison 1901/02 wurde der BFC Hertha dann doch noch aufgenommen und sofort in die 1. Klasse und somit höchste Liga eingestuft, welche die Herthaner umgehend als Zweiter abschlossen.

Nach der Umbenennung des VDBV in Verband Berliner Ballspielvereine (VBB) folgte umgehend ein erneuter Rückschlag in der Saison 1902/03 für die Blau-Weißen, da sie wegen Einsetzens nicht berechtigter Spieler alle Punkte aberkannt bekamen und auf die letzten Platz zurückgestuft wurden.

Im Jahr 1905 folgte dann der Umzug auf den Schebera-Platz. Der Gastwirt Schebera hatte diesen 1900 in Berlin-Gesundbrunnen an der nahe gelegenen Bellermannstraße/Behmstraße ursprünglich für den BFC Rapide 1893 angelegt. Doch da Rapide nicht genügend finanzielle Mittel besaß, schloss Hertha mit Schebera einen Nutzungsvertrag. Auf dem Schebera-Platz erwarb sich Hertha bald ihren treuen Zuschauerstamm, und die Pacht wurde aus den erhöhten Mitgliedsbeiträgen, die im Monat 50 Pfennig betrugen, bezahlt. Hier gewann Hertha 92 im Jahr 1906 die erste Berliner Meisterschaft. In der folgenden Endrunde um die deutsche Meisterschaft scheiterte Hertha dann allerdings im Halbfinale am späteren deutschen Meister VfB Leipzig.

Nach Streitigkeiten mit Schebera zogen die Herthaner zwischenzeitlich für zwei Jahre nach Reinickendorf und trugen auf dem Concordia-Sportplatz ihre Heimspiele aus.

1910 gewann die Mannschaft gegen Southend United, ein legendärer Sieg, weil Hertha BSC als erste Fußballmannschaft des Kontinents eine aus englischen Halbprofis bestehende Mannschaft bezwungen hatte.[3]

Fast unbeeindruckt vom Kriegsgeschehen folgten in den Jahren 1915, 1917 und 1918 drei weitere Berliner Meisterschaften. Bevor 1918/19 ein erneuter Skandal für einen Rückschlag sorgte. So hatte man einigen Spielern unerlaubt Handgelder gezahlt und wurde nach der Hinrunde disqualifiziert. In der Folgesaison durften die Mannen vom Gesundbrunnen aber wieder am Ligabetrieb teilnehmen.

Als 1920/21 die VBB-Oberliga gegründet wurde, konnte man sich als Zweiter der VBB-Verbandsliga, Nordkreis dafür qualifizieren.

1923−1933: Das BSC, die Plumpe und die goldenen Jahre Bearbeiten

Viktoria Pokal.jpg

Der deutsche Meisterschaftspokal – die Viktoria – ging 1930 und 1931 nach Berlin.

Nach immer wiederkehrenden finanziellen Streitigkeiten mit Gastwirt Schebera schloss man sich 1923 mit dem Berliner Sport-Club zusammen. Gemeinsam erwarb man auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Schebera-Platzes eine frühere Eisbahn, die als Athletikplatz genutzt wurde. Kurz darauf begann auf dem Gelände der Bau eines neuen Sportplatzes, der am 9. Februar 1924 mit einem Ligaspiel gegen den VfB Pankow eingeweiht wurde – das Stadion am Gesundbrunnen. Berühmt wurde das Stadion aber unter seinem Spitznamen „Plumpe“ – eine im Berliner Volksmund verwendete Bezeichnung für Wasserpumpen im Allgemeinen und für Gesundbrunnen im speziellen.

Finanziell gestärkt und mit der „Plumpe“ als Heimspielstätte stieg Hertha zu einer der stärksten Mannschaft des Deutschen Reichs in den folgenden Jahren auf. Zwischen 1926 und 1931 erreichte man sechs Mal in Folge das Finale um die deutsche Meisterschaft. Allerdings konnten nur zwei Meisterschaften errungen werden. Die ersten vier Finalteilnahmen gingen dagegen verloren:

Der Berliner Sport-Club trennte sich 1929 wieder von Hertha BSC, die jedoch gegen eine Abfindung das "BSC" im Namen sowie den Sportplatz behalten durfte. Nach vier gescheiterten Versuchen sollte der 22. Juni 1930 der Hertha endlich die erste deutsche Meisterschaft bescheren. Danach sah es vor den 40.000 Zuschauern im Düsseldorfer Rheinstadion zunächst freilich nicht aus, als Finalgegner Holstein Kiel bereits nach acht Minuten mit 2:0 führte. Doch in einem packenden Spiel erzielten sie bis zur Pause den 3:3-Ausgleich und drei Minuten vor dem Ende gar den 5:4-Siegtreffer.

In einer Zeit, in der Düsseldorf noch weit weg war und der Großteil der Berliner nicht die Möglichkeit besaß, den Spielverlauf an einem Rundfunkgerät zu verfolgen, sprach sich der Erfolg zuerst nur sehr langsam herum. Erst am darauf folgenden Tag stürmten mehrere Berliner die Straßen und schwenkten blau-weiße Fahnen. Beim triumphalen Empfang der Spieler kam der Verkehr um den Berliner Bahnhof Friedrichstraße vollkommen zum Erliegen.

Hertha BSCHolstein Kiel 5:4 (3:3)
Austragungsort Rheinstadion, Düsseldorf, 22. Juni 1930, 40.000 Zuschauer
Hertha BSC Paul GehlhaarWilli Völker, Rudolf WilhelmOtto Leuschner, Ernst Müller, Herbert RadeckeHans Ruch, Johannes Sobek, Bruno Lehmann, Willi Kirsei, Hermann Hahn
Holstein Kiel Kramer, Theo Lagerquist, Zimmermann, Christian Baasch, Oskar Ohm, Waldemar Lübke, Kurt Voß, Oskar Ritter, Johannes Ludwig, Werner Widmayer, Franz Esser
Tore Soccerball.svg 0:1 Werner Widmayer (4.), 0:2 und 4:4 Oskar Ritter (8., 82.), 1:2 und 2:2 Johannes Sobek (22., 26.), 2:3 Johannes Ludwig (29.), 3:3 und 4:3 Bruno Lehmann (36., 68.) , 5:4 Hans Ruch (87.)
Schiedsrichter Guyenz (Essen)

Der Berliner SC erlebte diese Meisterschaft bereits nicht mehr, da sich die Wege der beiden Vereine 1929 wieder trennten. Nachdem eine Abfindung von 75.000 Reichsmark gezahlt worden war, konnte Hertha den Sportplatz und das durch vier Finalteilnahmen in Folge inzwischen bekannt gewordene „BSC“ behalten.

Auf den nächsten Meistertitel sollten die Fans nicht lange warten müssen. Nicht weniger dramatisch verlief das Endspiel ein Jahr später – am 14. Juni 1931 im Müngersdorfer Stadion zu Köln. Vor 50.000 Zuschauern lagen die Berliner gegen 1860 München bis zur 75. Minute 1:2 zurück, ehe Hertha-Legende Hanne Sobek (1900–1989), der seine Mannschaft bereits im Vorjahr ins Spiel zurück brachte, die Begegnung drehte. Mit seinen Treffern zum 1:1- und 2:2-Ausgleich hatte er maßgeblichen Anteil an der zweiten deutschen Meisterschaft, die Kirsei eine Minute vor Schluss mit dem Tor zum 3:2 perfekt machte.

Hertha BSCTSV 1860 München 3:2 (1:2)
Austragungsort Müngersdorfer Stadion, Köln, 14. Juni 1931, 50.000 Zuschauer
Hertha BSC Paul GehlhaarWilli Völker, Rudolf WilhelmHans Appel, Ernst Müller, Alfred StahrHans Ruch, Johannes Sobek, Bruno Lehmann, Willi Kirsei, Hermann Hahn
TSV 1860 München Riemke, Max Schäfer, Josef Wendl, Stock, Alois Pledl, Fritz Eiberle, Ludwig Stiglbauer, Ludwig Lachner, Huber, Oeldenberger, Thalmeier
Tore Soccerball.svg 0:1 Oeldenberger (24.), 1:1 und 2:2 Johannes Sobek (44., 75.), 1:2 Ludwig Lachner (45.), 3:2 Willi Kirsei (89.)
Schiedsrichter Fissenewerth (Mönchengladbach)

Die Jahre 1930 und 1931 waren die bislang erfolgreichsten in Herthas Vereinsgeschichte. Nie wieder hat der Verein danach ein Finalspiel um die deutsche Meisterschaft erreichen können.

1933–1945: Hertha BSC im Dritten Reich Bearbeiten

Nach der Machtergreifung durch die NSDAP wurde Hans Pfeiffer neuer Präsident, der Verein gleichgeschaltet. Welchem Gedankengut Pfeiffer anhing, kann man der Vereinschronik von Hertha BSC entnehmen, die folgende Sätze enthält, die Herr Pfeiffer seinerzeit in der Vereinszeitung zum Besten gab:

„Das unfruchtbare parlamentarische System im Klubleben hat endgültig aufgehört zu existieren … Die früheren Vereinssitzungen finden nicht mehr statt. Sie dienten dem Fortschritt nur selten.“

HA HO HE Hertha BSC[4]

1945–1963: Nach Ende des Krieges – Oberliga Berlin Bearbeiten

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden von den Alliierten alle deutschen Vereine, also auch Hertha BSC, aufgelöst. In Berlin trat für einige Jahre der Kommunalsport an die Stelle der herkömmlichen Verbands- und Vereinsstrukturen. In allen vier Berliner Sektoren wurden insgesamt 45 so genannte „Stadtbezirksmannschaften“ gebildet. Hertha BSC gab es unter dem angestammten Namen nicht mehr, die Spieler traten nun unter anderem mit den Spielern der der SV Norden-Nordwest unter der Bezeichnung „SG Gesundbrunnen“ an, benannt nach dem Berliner Ortsteil Gesundbrunnen im Abschnitt Nord. Ab dem 1. August 1949 durfte die „SG Gesundbrunnen“ dann endlich wieder offiziell den in Berlin beliebten traditionellen Namen „Hertha BSC“ tragen, nachdem bereits im April 1949 die Mitglieder mit 113:7 Stimmen für den alten Namen Hertha BSC und gegen den Namen Hertha NNW votierten.[5]

An einen geordneten Spielbetrieb war zunächst nicht zu denken. Viele Vereine hatten Spieler verloren und so manche Spielstätte – wie auch die Berliner Plumpe – lag in Trümmern. Dennoch wurde bereits 1946 in einigen Regionen Deutschlands der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Auch die beliebte Sportstätte der Hertha-Anhänger wurde nach Kriegsende wieder aufgebaut und so begann bereits im Juni 1946 erneut der Spielbetrieb an der Plumpe.

Später wurden in Berlin und im Süden Deutschlands die Oberligen (nicht zu verwechseln mit der heutigen Amateur-Oberliga) gegründet, die nun in den einzelnen Regionen die höchste deutsche Spielklasse des Fußballs darstellten. Ein Jahr später wurden sie auch in allen anderen Teilen des Landes eingeführt.

Hertha BSC gehörte ab der Saison 1949/50 zu den Teilnehmern der Stadtliga Berlin. Als ab der anschließenden Spielzeit das Vertragsspielerstatut auch in dieser Liga galt und die Ost-Berliner Teams in den Spielbetrieb des DDR-Fußballs wechselten, wurde sie in Vertragsliga Berlin umbenannt. 1952 erfolgte Herthas Abstieg in die zweitklassige Amateurliga Berlin. In der folgenden Saison schafft man allerdings den sofortigen Wiederaufstieg. Eine große Rolle blieb Hertha BSC unter den verbliebenen Berliner Vereinen vorerst verwehrt, bis 1957 erste Oberliga-Meisterschaft gewonnen wurde. In den darauffolgenden Spielen um die westdeutsche Meisterschaft konnten sich die Berliner allerdings nicht durchsetzen.

Ab Anfang der 1960er-Jahre kristallisierten sich aus der Vertragsliga drei dominierende Berliner Mannschaften heraus: Tennis Borussia Berlin, Tasmania 1900 Berlin und Hertha BSC. Drei Jahre vor Einführung der Fußball-Bundesliga kämpften sie im Westteil der heutigen Bundeshauptstadt um die Vorherrschaft und insbesondere auch um die Aufnahme in diese noch zu gründende höchste deutsche Spielklasse. Die letzte ausgespielte (West-)Berliner Meisterschaft sicherte sich Hertha BSC.

1963–1969: Start in die Bundesliga und Zwangsabstieg Bearbeiten

Am 24. August 1963, dem ersten Spieltag der ersten Saison der neu gegründeten Fußball-Bundesliga, wurde um 17 Uhr im Berliner Olympiastadion eines von acht Bundesliga-Spielen angepfiffen. Die „Plumpe“ erfüllte nicht mehr die notwendigen Voraussetzungen für die Bundesliga, so dass Hertha BSC zum Auftakt gegen den 1. FC Nürnberg vor 60.000 Zuschauern im Olympiastadion antrat. Unter den beteiligten Akteuren auf Berliner Seite: Otto Rehhagel. Am Ende erreichte Hertha BSC bei der Premiere durch einen verwandelten Handelfmeter ein 1:1.

Die erste Bundesliga-Saison beendeten die Berliner auf dem drittletzten Platz – einen Punkt vor dem Absteiger Preußen Münster, dem man am letzten Spieltag noch unterlag. Auch 1965 konnte sich die Hertha mit dem gleichen Rang vor dem sportlichen Abstieg retten, wurde aber aufgrund schwerer Verstöße gegen die Statuten vom DFB in die Regionalliga zurückgestuft. Hertha BSC hatte zuvor einige Spieler mit „Handgeldern“ angelockt, was damals verboten war. Der Zwangsabstieg, der zweite des Vereins nach der Saison 1918/19, löste Diskussionen und letztendlich ein Umdenken beim DFB bezüglich solcher Prämien aus.

Die nächsten drei Spielzeiten bestritten die Herthaner in der Stadtliga Berlin (Regionalliga), in der sie dominierten. Die erste Saison wurde mit 58:2, die zweite mit 57:3 und die letzte Saison 1968 mit 55:5 Punkten abgeschlossen. Drei Jahre nach dem Zwangsabstieg kehrte Hertha BSC wieder in Deutschlands Elite-Klasse zurück. Dort konnte man am Ende der Saison 1968/69 auf Platz 14 die Klasse halten.

1970er-Jahre: Große Erfolge und erneuter Skandal Bearbeiten

Anfang der 1970er-Jahre konnte sich die Hertha in der 1. Bundesliga etablieren. Die Saison 1969/1970 und 1970/71 beendeten die Berliner auf dem dritten Platz. Am 18. April 1970 gelang gegen Borussia Dortmund – immerhin mit Platz 5 direkter Tabellennachbar – ein glatter 9:1-Sieg, der auch aktuell noch immer der höchste Erfolg eines Hertha-Teams in der Bundesliga-Geschichte ist. Im UEFA-Pokal scheiterte man erst im Viertelfinale an Inter Mailand.

Im Rahmen des Bundesligaskandals 1971 kam es auch zu Strafen für einige Spieler und Funktionäre von Hertha BSC. Zur Verhandlung stand die 0:1-Heimniederlage gegen Arminia Bielefeld. Die Bielefelder boten den Hertha-Spielern für einen Sieg 250.000 DM. Die Spieler nahmen einen von den Arminen bereitgestellten Koffer mit dem Geld an, was zur Verurteilung führte. Die daraus resultierenden finanziellen Folgen waren schwerwiegend: Zur Entschuldung wurde die „Plumpe“ an eine Berliner Wohnungsbaugesellschaft verkauft, die auf dem Gelände Wohnhäuser errichten wollte. 1974 wurde die langjährige Hertha-Heimat abgerissen. An der Bellermannstraße 64–70 erinnert heute nur noch eine Skulptur an die legendäre Plumpe.

1975 erreichte man mit dem Erringen der deutschen Vize-Meisterschaft den bislang größten Erfolg des Vereins in der Bundesliga. 1978 wurde man nochmals Dritter.

Gegen Ende der 1970er-Jahre machte Hertha in den nationalen und internationalen Pokalwettbewerben auf sich aufmerksam. Am 30. Mai 1977 wurde das Wiederholungs-Endspiel im DFB-Pokal 1977 gegen den 1. FC Köln mit 0:1 verloren, nachdem zwei Tage zuvor kein Sieger ermittelt werden konnte (1:1 n.V.). Zwei Jahre später unterlag man dann auch im Finale um den DFB-Pokal 1979 gegen Fortuna Düsseldorf in der Verlängerung mit 0:1.

Im UEFA-Pokal erreichte Hertha BSC im Jahr 1979 das Halbfinale, wo man erst gegen Roter Stern Belgrad mit 0:1 und 2:1 aufgrund der Auswärtstorregelung den Kürzeren zog. Es sollte für lange 20 Jahre der letzte internationale Auftritt der Berliner gewesen sein.

In der Fußball-Bundesliga rutschte man 1978/79 ins Mittelmaß ab und fand sich zum Ende der Saison gar auf dem 14. Tabellenplatz wieder.

1980er-Jahre: Zweifacher Abstieg Bearbeiten


Der sportliche Niedergang erreichte im Mai 1980 seinen tragischen Höhepunkt. Punktgleich mit Bayer 05 Uerdingen beendeten die Berliner die Saison, mussten aber aufgrund zweier fehlender Tore (41:61 gegenüber Uerdingen mit 43:61) den Gang in die 2. Liga antreten.

Von nun an stürzte Hertha BSC immer tiefer. Nach zwei Jahren in der 2. Liga und dem zwischenzeitlichen Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga schlossen die Berliner die Saison 1982/83 mit dem letzten Tabellenplatz ab und wurden wieder zweitklassig. Nach drei folgenden Spielzeiten in der 2. Bundesliga war am 8. Mai 1986 nach einem 0:2 bei Alemannia Aachen dann sogar der Abstieg in die Amateur-Oberliga besiegelt. Hertha BSC war von nun an nur noch eine drittklassige Amateur-Mannschaft, die ihre Heimspiele fortan, bis auf wenige Ausnahmen, im altehrwürdigen, aber stark sanierungsbedürftigen Poststadion austrug. Im Schnitt besuchten 2000 Zuschauer die Spiele von Hertha BSC. Das Spitzenspiel gegen Türkiyemspor Berlin 1987/88 lockte immerhin 12.000 Zuschauer ins Stadion.

In der Saison 1986/87 wurde Hertha BSC zwar souverän Meister der Oberliga Berlin, scheiterte aber in den Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga. Ein Jahr später, am 19. Juni 1988, feierte die Berliner den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Dort konnten sie 1989 mit Erreichen des 13. Platzes die Klasse sichern.

1990er-Jahre: Rückkehr in die Bundesliga Bearbeiten

Bereits zwei Jahre nach dem Aufstieg in die 2. Liga gelang 1990 der Sprung in die höchste deutsche Spielklasse. Der Euphorie folgte aber bald die Ernüchterung, denn auch der „Feuerwehrmann“ Peter Neururer konnte den erneuten Abstieg in die 2. Liga nicht verhindern. In den folgenden Jahren, von 1991 bis 1997, spielte Hertha BSC als „graue Maus“ in der 2. Bundesliga bei einem Zuschauerschnitt von anfangs 3000 Unentwegten, die im für damalige Verhältnisse viel zu großen Berliner Olympiastadion für eine trostlose Geisterkulisse sorgten.

Dagegen sorgte die Amateurmannschaft des Vereins für Furore. Den „Hertha-Bubis “ gelang 1992/93 eine der größten Überraschungen in der Geschichte des DFB-Pokals. Nachdem die Berliner im Laufe des Wettbewerbes klar favorisierte Mannschaften wie Hannover 96, den 1. FC Nürnberg und den Chemnitzer FC ausgeschaltet hatten, erreichten sie das Endspiel im heimischen Berliner Olympiastadion. Gegen Bayer 04 Leverkusen unterlagen die Amateure nach einem Treffer von Ulf Kirsten nur knapp mit 0:1. Die heute bekannten Spieler der damaligen zweiten Mannschaft waren Carsten Ramelow und Christian Fiedler.

Anfang 1996 wurde die erste Mannschaft von Jürgen Röber übernommen und von diesem nur knapp vor dem Abstieg in die Drittklassigkeit bewahrt. Auf Betreiben des Sponsors UFA und der Initialzündung von Bernd Schiphorst, dem späterem Präsidenten (2000–2008), wurde ein Wirtschaftsrat etabliert, dem neben Schiphorst unter anderem Peter Boenisch, Klaus Herlitz, Rupert Scholz und der ehemalige Hertha-Präsident Heinz Warneke angehörte. Der Wirtschaftsrat sorgte fortan für stetige Kontinuität und Seriosität. In der Saison 1996/97 stieg die „alte Dame“ Hertha BSC unter Trainer Jürgen Röber als Tabellendritter in die Bundesliga auf. In den Jahren von 1993 bis 1997 konnte Hertha BSC auch einen stetigen Anstieg der Zuschauerzahlen verbuchen.

Den denkwürdigen Höhepunkt stellte am 7. April 1997 das Heimspiel gegen den Aufstiegskonkurrenten 1. FC Kaiserslautern (2:0) dar, bei dem mit 75.000 Zuschauern der bis jetzt gültige Zuschauerrekord für die eingleisige 2. Fußball-Bundesliga aufgestellt wurde. Beide Teams sollten nach dieser Spielzeit wieder erstklassig sein.

2000er-Jahre: Etablierung in der Bundesliga und Abstieg Bearbeiten

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Nachdem sich die Einnahmen aus den Heimspielen, den Verkäufen von Fanartikeln (Merchandising) sowie den Finanzhilfen der UFA (jetzt Sportfive) kontinuierlich steigerten, wurden im Jahre 2002 wesentliche Teile des Vereins in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) ausgegliedert, um einerseits die Haftung des Vereins zu minimieren und andererseits steuerliche Vorteile ausnutzen zu können.

Trotz Erfolgen in der Bundesliga sowie der Teilnahme am UEFA-Pokal sowie der UEFA Champions League 1999/2000 (mit Siegen gegen den FC Chelsea und AC Mailand) wurde Jürgen Röber nach sechs Jahren bei Hertha BSC im Februar 2002 entlassen. Sein Nachfolger Falko Götz führte Hertha in der Rückrunde der Saison 2001/2002 auf den vierten Platz und damit erneut in den UEFA-Pokal. Zur Folgesaison trat Huub Stevens den Posten als neuer Trainer bei Hertha BSC an und schloss die Spielzeit auf Platz fünf ab. In der Saison 2003/2004 dagegen enttäuschte die Mannschaft und geriet in Abstiegsgefahr, sodass Stevens im Dezember 2003 beurlaubt und als „Retter“ Hans Meyer engagiert wurde. Meyer schaffte schließlich den Klassenerhalt.

Vor der Saison 2004/2005 wurde als neuer Trainer erneut Falko Götz eingestellt. Unter seiner Führung belegte die Mannschaft überraschend am Ende den vierten Rang. Mit einem Sieg im letzten Heimspiel gegen Hannover 96 (0:0) hätte sogar noch Platz drei und damit die Qualifikation für die Champions League erreicht werden können. Die Folgesaison bedeutete mit Rang sechs und der damit verpassten Qualifikation für den UEFA-Pokal einen Rückschritt für Hertha BSC. Auch im UEFA- und DFB-Pokalwettbewerb gab es mit Niederlagen gegen vermeintlich unterklassige Gegner große Enttäuschungen. In der Spielzeit darauf rutschte das Team weiter ab und geriet erneut in Abstiegsnähe. Götz wurde daraufhin im April 2007 entlassen und die Saison von Karsten Heine zu Ende geführt.

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Hertha-Fans im Olympiastadion beim Spiel gegen Borussia Dortmund (2007)

Zur Saison 2007/2008 sollte ein Umbruch stattfinden und dafür der Schweizer Lucien Favre verpflichtet. Dieser baute den Kader nahezu komplett um, was in der Saison zu starken Leistungsschwankungen führte. Am Ende der Saison belegte Hertha BSC wie in der Saison zuvor den zehnten Tabellenplatz. Durch die Fair-Play-Wertung der UEFA gelang es dennoch, sich einen Startplatz für die UEFA-Cup-Qualifikation zu sichern. Somit wurde das Ziel UEFA-Cup, welches Manager Hoeneß für das zweite Jahr unter Favre angedacht hatte, durch diese „Hintertür“ vorzeitig erreicht. Das vorrangige Ziel für das erste Jahr – ein einstelliger Tabellenplatz – wurde jedoch knapp verfehlt.

In der Saison 2008/2009 verbesserte Hertha BSC mit 33 Punkten und der erfolgreichsten Hinrunde der Vereinsgeschichte zunächst den bisherigen Rekord aus dem Jahr 1974. Zwar standen Siegen gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel (unter anderem über den späteren Herbstmeister TSG 1899 Hoffenheim) auch Enttäuschungen wie hohe Auswärtsniederlagen gegen den FC Bayern München (1:4), Werder Bremen (1:5) oder der Misserfolg gegen Energie Cottbus (zu Hause 0:1) gegenüber, dennoch lag der Verein zum Abschluss der Halbserie auf dem dritten Tabellenrang. Nach konstant guten Leistungen (unter anderem 2:1 über den FC Bayern München und 1:0 über Bayer 04 Leverkusen) sowie gleichzeitigen Punktverlusten der Konkurrenz übernahm und verteidigte Hertha BSC zu Beginn der Rückrunde mehrmals die Tabellenführung. Insbesondere der vom FC Liverpool ausgeliehene Stürmer Andrij Woronin erwies sich in dieser Phase der Saison als treffsichere Verstärkung. Darüber hinaus agierte die komplette Mannschaft basierend auf einer stabilen Defensive um die formstarken Innenverteidiger Arne Friedrich und Josip Šimunić taktisch diszipliniert. Nachdem sich der Verein somit in die Liste der Titelanwärter eingereiht und zwischenzeitlich vier Punkte Abstand zum Tabellenzweiten hatte, folgte mit drei Niederlagen in Serie der erste Rückschlag. Durch einen 2:1-Heimerfolg gegen Werder Bremen und ein 1:0 bei Hoffenheim schloss Hertha BSC zwar gegen Saisonende erneut zur Spitzengruppe auf, konnte jedoch an den letzten beiden Spieltagen nach einem 0:0 gegen den FC Schalke 04 und einer 0:4-Niederlage beim Absteiger Karlsruher SC nicht mehr in den Kampf um die ersten drei Plätze eingreifen. Mit 63 Punkten und Platz vier erreichte der Verein schließlich das gesetzte Saisonziel und qualifizierte sich damit für die neu geschaffene UEFA Europa League.

Im UEFA-Pokalwettbewerb konnte sich Hertha BSC gegen Nistru Otaci (8:1 im Hin- und 0:0 im Rückspiel), Interblock Ljubljana (2:0 und 1:0) sowie St. Patrick's Athletic (2:0 und 0:0) für die Gruppenphase qualifizieren. Der 8:1-Erfolg über den moldawischen Verein Otaci bedeutete dabei den bislang höchsten Sieg in einem internationalen Wettbewerb für den Verein. In der Gruppenphase traf der Verein in der Gruppe B auf Benfica Lissabon (1:1 zu Hause), Metalist Charkiw (0:0 auswärts) und Galatasaray Istanbul (0:1 zu Hause) und hätte das letzte Spiel der Gruppenphase gegen Olympiakos Piräus gewinnen müssen. Nach einer guten ersten Halbzeit verlor das verletzungsbedingt dezimierte Team jedoch mit 0:4.

In einer Pressemitteilung vom 7. Juni 2009 gab Hertha BSC offiziell die Trennung von Manager Dieter Hoeneß zum 30. Juni 2009 – ein Jahr früher als geplant – bekannt. Als Hauptgrund wurde eine „unterschiedliche Auffassung über die zukünftige Vereins- und Geschäftspolitik“ genannt. Michael Preetz, zum damaligen Zeitpunkt Leiter der Lizenzspielerabteilung, übernahm das Aufgabenfeld von Hoeneß.[6]

Am 28. September 2009 wurde Trainer Lucien Favre entlassen, nachdem Hertha BSC nach einem Auftaktsieg zur Hinrunde der Saison 2009/10 sechs Niederlagen in Folge kassiert hatte.[7] Nachdem Karsten Heine die Mannschaft im Europa-League-Spiel bei Sporting Lissabon (0:1) interimsweise betreut hatte, übernahm Friedhelm Funkel am 3. Oktober 2009 das Traineramt.[8] Mit nur sechs Punkten gingen die Berliner abgeschlagen als Tabellenletzter in die Winterpause. Am 13. März 2010 erlebte die Krise der Hertha ihren Höhepunkt, als nach der 1:2-Heimniederlage gegen den 1.FC Nürnberg circa 150 mit Kunststoffrohren bewaffnete Hertha-Anhänger den Innenraum stürmten und die Ersatzbank sowie einige Werbebanden demolierten. Hertha lag nach dem 26. Spieltag weiterhin auf dem letzten Platz mit nun acht Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz. Am 33. Spieltag besiegelte ein 1:1 bei Bayer 04 Leverkusen den Abstieg in die 2. Bundesliga endgültig. Mit der abschließenden 1:3-Heimniederlage gegen Bayern München überbot die Hertha noch einen Negativrekord des SC Tasmania 1900 Berlin: 16 Heimspiele in Folge war bisher keine Bundesliga-Mannschaft ohne Sieg geblieben.

Ab der Saison 2010/11 ist Markus Babbel Trainer der Hertha. Babbel wurde zunächst für ein Jahr verpflichtet, bei einem Wiederaufstieg der Mannschaft besteht ferner die Option einer Vertragsverlängerung.[9]

Daten und Namen Bearbeiten

Ligazugehörigkeit Bearbeiten

Erfolge Bearbeiten

  • Ligapokal-Finalist (1): 2000
  • Berliner Meister (23):
    • als BFC Hertha 1892 (4): 1906 (im VBB), 1915, 1917 und 1918
    • als Hertha BSC (19): 1925−1931, 1933, 1935, 1937, 1944, 1957, 1961, 1963, 1966–1968, 1987 und 1988
  • Berliner Pokalsieger (12):
    • als BFC Hertha 1892 (1): 1920
    • als Hertha BSC (8): 1924, 1928, 1929, 1958, 1959, 1966, 1967 und 1987
    • als Hertha BSC II (3): 1976, 1992 und 2004
  • Intertoto-Cup-Sieger (5): 1971, 1973, 1976, 1978, 2006

Weitere Statistiken Bearbeiten

(Stand: Saisonende 2009/10)

Gesamtbilanz: 1341 Punkte bei 978 Spielen, 365 Siege, 246 Unentschieden und 367 Niederlagen, 1428:1495 (–67) Tore
  • Höchster Heimsieg in der Bundesliga:
9:1 gegen Borussia Dortmund 1969/70.
  • Höchste Heimniederlage in der Bundesliga:
0:6 gegen Hamburger SV 1979/80.
  • Höchster Auswärtssieg in der Bundesliga:
5:0 bei Eintracht Frankfurt 1977/78.
  • Höchste Auswärtsniederlage in der Bundesliga:
0:6 bei Werder Bremen 1990/91.
  • Hertha hält seit dem 8. Mai 2010 den Rekord für die längste Serie an nicht gewonnenen Heimspielen in der Bundesliga. Nach einem 1:0-Sieg gegen Hannover 96 am ersten Spieltag der Saison 2009/10 konnte Hertha die restlichen 16 Heimspiele der Saison allesamt nicht gewinnen.

Jahrhundert-Elf Bearbeiten

Anlässlich des 111. Geburtstages wählten die Anhänger von Hertha BSC eine Jahrhundert-Elf:[10]

Position Spielername bei Hertha
von / bis
Ligaspiele (Tore) Leistungen / Erfolge
Tor Gábor Király 1997–2004 198 (0) Als sein Markenzeichen gilt die graue Schlabberhose. Ungarns Fußballer des Jahres 1998 bis 2001. War stets bei den Fans beliebt. Erreichte 1999 sensationell die Champions League.
Abwehr Arne Friedrich 2002–2010 231 (14) Mannschaftskapitän von 2004 bis 2010. Bestritt 75 Spiele für die Nationalmannschaft.1
Abwehr Ludwig Müller 1972–1975 97 (10) Bildete über drei Jahre die Achse mit Horr und Beer. Deutscher Vizemeister 1975.
Abwehr Uwe Kliemann 1974–1980 168 (13) Aufgrund seiner Körpergröße von 1,96 m als Funkturm bezeichnet. Stand 1977 und 1979 mit Hertha im DFB-Pokalfinale, wobei er bei letzterem den Gegentreffer verschuldete. Bestritt ein Spiel für die Nationalmannschaft.1
Abwehr Eyjólfur Sverrisson 1995–2003 197 (12) Spielte sich zunächst als Stürmer und später als treffsicherer Abwehrspieler in die Herzen der Fans. Mitglied der Aufstiegself 1997. Erreichte 1999 sensationell die Champions League.
Mittelfeld Kjetil Rekdal 1997–2000 64 (4) Galt als verlängerter Arm Röbers auf dem Platz und erreichte 1999 sensationell die Champions League.
Mittelfeld Hanne Sobek 1924–1945 211 (169) Galt als Kopf der Mannschaft, die zwischen 1926 und 1931 sechsmal in Folge das Finale um die Deutsche Meisterschaft erreichte, welches 1930 und 1931 siegreich bestritten wurde. Bestritt 8 Spiele (2 Tore) für die Nationalmannschaft.1
Mittelfeld Erich Beer 1971–1979 253 (83) Galt als Führungsspieler. Lange Zeit hielt er mit 83 Treffern den Torschützenrekord bei Hertha BSC, obwohl eigentlich als Mittelfeldspieler verpflichtet. Erst 2002/2003 wurde er von Michael Preetz (84 Tore) abgelöst. Beer ist seiner Hertha verbunden geblieben und besucht noch oft Spiele des Vereins im Olympiastadion.
Mittelfeld Marcelinho 2001–2006 165 (65) Zählte zu den wichtigsten Spielern des Vereins, da er als technisch begabter Spieler galt und auch die Rolle des Spielgestalters im Mittelfeld übernehmen konnte. Erzielte unter anderem das Tor des Monats Juli 2001 und April 2005. Nach einigen Disziplinlosigkeiten musste er den Verein verlassen.
Sturm Axel Kruse 1989–1991 1996–1998 64 (24) Mitglied der Aufstiegself 1990 und 1997. Musste seine Karriere verletzungsbedingt beenden.
Sturm Michael Preetz 1996–2003 227 (93) Mitglied der Aufstiegself 1997. Bundesliga-Torschützenkönig 1999 und über Jahre hinweg der beste Torschütze. Rekordtorjäger von Hertha BSC in der Bundesliga. erreichte 1999 sensationell die Champions League. Bestritt 7 Spiele (3 Tore) für die Nationalmannschaft. Seit Juni 2009 ist er Manager und Geschäftsführer der Alten Dame.
Ersatzbank
Tor Norbert Nigbur 1976–1979 101 (0) Erreichte 1977 und 1979 das DFB-Pokal-Finale.
Abwehr Hans Weiner 1972–1979 1984−1986 218 (12) Galt als zuverlässiger Abwehrorganisator. Deutscher Vize-Meister 1975. Erreichte 1977 und 1979 das DFB-Pokal-Finale.
Abwehr Otto Rehhagel 1963–1966 78 (9) Spielte im ersten Bundesliga-Spiel von Hertha.
Mittelfeld Lorenz Horr 1969–1977 240 (75) Gehörte mit Beer zur Achse des Teams, welches in den 1970ern für Furore sorgte. Wurde 1975 Deutscher Vize-Meister. Erreichte das DFB-Pokal-Finale 1977.
Sturm Karl-Heinz Granitza 1976–1979 73 (34) Galt als erfolgreicher Stürmer und erreichte 1977 und 1979 das DFB-Pokal-Finale.
<center>1Angegeben sind nur Länderspiele während seiner Zeit bei Hertha.

Weitere bekannte Spieler Bearbeiten

Siehe auch: Liste der Bundesligaspieler von Hertha BSC

Michael Preetz - Hertha BSC Berlin (1).jpg

Michael Preetz

Alle Trainer seit 1963 Bearbeiten

Trainer von bis
Josef Schneider 01. Jul. 1963 08. Mrz. 1965
Gerhard Schulte 09. Mrz. 1965 30. Jun. 1966
Helmut Kronsbein 01. Aug. 1966 13. Mrz. 1974
Hans „Gustav“ Eder 14. Mrz. 1974 30. Jun. 1974
Dettmar Cramer 01. Jul. 1974 09. Jul. 1974
Hans „Gustav“ Eder 10. Jul. 1974 16. Jul. 1974
Georg Keßler 17. Jul. 1974 30. Jun. 1977
Kuno Klötzer 01. Jul. 1977 27. Okt. 1979
Hans „Gustav“ Eder 28. Okt. 1979 26. Dez. 1979
Helmut Kronsbein 27. Dez. 1979 30. Jun. 1980
Uwe Klimaschefski 01. Jul. 1980 10. Dez. 1981
Georg Gawliczek 11. Dez. 1981 10. Dez. 1983
Martin Luppen 11. Dez. 1983 30. Jun. 1984
Uwe Kliemann 01. Jul. 1984 10. Nov. 1985
Hans „Gustav“ Eder 11. Nov. 1985 31. Dez. 1985
Rudi Gutendorf 01. Jan. 1986 18. Apr. 1986
Jürgen Sundermann 19. Apr. 1986 08. Okt. 1988
Werner Fuchs 09. Okt. 1988 12. Nov. 1990
Pál Csernai 13. Nov. 1990 12. Mrz. 1991
Peter Neururer 13. Mrz. 1991 28. Mai 1991
Karsten Heine 28. Mai 1991 30. Jun. 1991
Bernd Stange 01. Jul. 1991 18. Aug. 1992
Günter Sebert 21. Aug. 1992 20. Okt. 1993
Uwe Reinders 21. Okt. 1993 23. Mrz. 1994
Karsten Heine 24. Mrz. 1994 18. Dez. 1995
Jürgen Röber 01. Jan. 1996 06. Feb. 2002
Falko Götz 07. Feb. 2002 30. Jun. 2002
Huub Stevens 01. Jul. 2002 04. Dez. 2003
Andreas Thom 04. Dez. 2003 17. Dez. 2003
Hans Meyer 20. Dez. 2003 30. Jun. 2004
Falko Götz 01. Jul. 2004 10. Apr. 2007
Karsten Heine 10. Apr. 2007 30. Jun. 2007
Lucien Favre 01. Jul. 2007 28. Sep. 2009
Karsten Heine 28. Sep. 2009 03. Okt. 2009
Friedhelm Funkel 03. Okt. 2009 30. Jun. 2010
Markus Babbel 01. Jul. 2010

Kader der Saison 2010/11 Bearbeiten

Nummer Spieler Nationalität Im Verein seit Letzter Verein

Tor

1 Maikel Aerts Niederländer 2010 Willem II Tilburg
21 Sascha Burchert Deutscher 2002 Eigene Jugend
31 Marco Sejna Deutscher 2010 FC Ingolstadt 04

Abwehr

2 Christian Lell (2. Kapitän) Deutscher 2010 FC Bayern München
3 Lewan Kobiaschwili (3. Kapitän) Georgier 2010 FC Schalke 04
4 Roman Hubník Tscheche 2010 FK Moskau
5 Andre Mijatović (1. Kapitän) Kroate 2010 Arminia Bielefeld
6 Christoph Janker Deutscher 2009 TSG 1899 Hoffenheim
12 Ronny Brasilianerer 2010 Sporting Lissabon
14 Sebastian Neumann Deutscher 2001 Eigene Jugend
22 Kaka Brasilianer 2010 Omonia Nikosia

Mittelfeld

7 Daniel Beichler Österreicher 2010 SK Sturm Graz
8 Pál Dárdai Ungar 1996 Budapesti VSC
10 Raffael Brasilianer 2008 FC Zürich
15 Sascha Bigalke Deutscher 1999 Eigene Jugend
18 Peter Niemeyer Deutscher 2010 Werder Bremen
20 Patrick Ebert Deutscher 1998 Eigene Jugend
23 Fanol Perdedaj Deutscher 2002 Eigene Jugend
25 Lennart Hartmann Deutscher 2002 Eigene Jugend
26 Nico Schulz Deutscher 2000 Eigene Jugend
27 Alfredo Morales Deutscher US-Amerikaner 2000 Eigene Jugend
28 Fabian Lustenberger Schweizer 2007 FC Luzern
29 Marvin Knoll Deutscher 2004 Eigene Jugend

Angriff

9 Adrián Ramos Kolumbianer 2009 América de Cali
13 Nikita Rukavytsya Australier Ukrainer 2010 FC Twente Enschede
16 Rob Friend Kanadier 2010 Borussia Mönchengladbach
17 Waleri Domowtschijski Bulgare 2008 Lewski Sofia
19 Pierre-Michel Lasogga Deutscher 2010 Bayer 04 Leverkusen
35 Marco Djuricin Österreicher 2008 Eigene Jugend

Wechsel zur Saison 2010/11 Bearbeiten

Zugänge Bearbeiten

Abgänge Bearbeiten

Nachwuchs Bearbeiten

Amateure Bearbeiten

Überregionale Aufmerksamkeit errangen die sogenannten Hertha-Bubis, als sie sensationell das DFB-Pokalfinale 1993 erreichten und dort nur knapp mit 0:1 gegen Bayer 04 Leverkusen verloren. Seit 2008 spielt Hertha BSC II in der Regionalliga Nord und trägt ihre Spiele im Olympiapark Amateurstadion aus.[11] Risikospiele finden im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark statt.

Kader der Saison 2010/11 Bearbeiten

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
12 Marcel Subke Deutschland
41 Richard Strebinger Österreich
Tom Schmidt Deutschland
Marco Sejna Deutschland
Sascha Burchert Deutschland
2 Mark Leinau Deutschland
3 Patrick Breitkreutz Deutschland
4 Jens Gottschick Deutschland
5 Jesse Armoo Frankreich
7 David Krecidlo Deutschland
22 Patrick Nonnenmann Deutschland
24 Shervin Radjabali-Fardi Deutschland
27 Alfredo Morales Deutschland Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
37 Bene Brecht Deutschland
10 Gramoz Kurtaj Deutschland
16 Fatih Aydogdu Deutschland Türkei
18 Patryk Podrygala Deutschland Polen
29 Marvin Knoll Deutschland
30 Andreas Neuendorf Deutschland
32 Fabian Holland Deutschland
9 Abu-Bakarr Kargbo Deutschland Sierra Leone
13 Terrence Boyd Deutschland Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
19 Junior Torunarigha Deutschland Nigeria
35 Marco Djuricin Österreich

Trainer: Karsten Heine

Co-Trainer: Jochem Ziegert

Jugend Bearbeiten

Erfolge:

A-Jugend: DFB-Pokalsieger: 03/04

B-Jugend: Deutscher Meister: 99/00, 02/03, 04/05

Stadion Bearbeiten

Hauptartikel: Olympiastadion Berlin
Berlin Olympiastadion nach Umbau 2.jpg

Das Olympiastadion nach dem Umbau 2004.

Hertha BSC trägt mit Unterbrechungen seit 1963 seine Heimspiele im Berliner Olympiastadion aus, welches anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1936 erbaut wurde. Das Stadion fasst nach dem letzten Umbau aktuell 74.228 Zuschauer und beherbergt inzwischen einen eigenen Hertha-BSC-Fanshop. Das Stadion wurde zweimal – im Jahr 1974 und in dem Zeitraum zwischen 2000 und 2004 – jeweils anlässlich einer bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft ausgebaut. Zur WM 1974 wurde die Arena zunächst teilüberdacht, im Vorfeld der WM 2006 erfolgte dann eine grundlegende Modernisierung. Außerdem hat das Stadion jetzt eine zu Hertha passende blaue Tartanbahn. Neben den Heimspielen der Hertha finden im Olympiastadion auch Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft, diverse Konzerte, Leichtathletikveranstaltungen sowie jährlich das DFB-Pokal-Finale statt.

Bevor Hertha zum Beginn der ersten Bundesligasaison 1963/64 in das größere Olympiastadion zog, trug der Verein seine Heimspiele im als „Plumpe“ bekannten Stadion am Gesundbrunnen aus. Lediglich in den Regionalligajahren zwischen 1965 und 1968 kehrte die Mannschaft noch einmal dorthin zurück, bevor die Spielstätte 1974 komplett abgerissen wurde. In den Jahren 1986 bis 1988 in der Berliner Amateuroberliga sowie für einige Heimspiele der Zweitligasaison 1988/89 wich die Hertha aufgrund des mangelnden Zuschauerinteresses in das Poststadion aus. Des Weiteren wurden die Spiele im UI-Cup, der UEFA-Pokal-Qualifikation sowie die ersten Heimspiele der Zweitligasaison 1992/93 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark ausgetragen.

Fanfreundschaft Bearbeiten

Waldstaion herthafans.JPG

Hertha-Fans im Waldstadion

Es besteht bereits seit längerer Zeit eine intensive Fanfreundschaft zwischen den Hertha-Anhängern und den Fans des Karlsruher SC. Diese fand ihren Ursprung in den 1970er Jahren, als Hertha am ersten Spieltag in der Saison 1976/77 nach Karlsruhe reisen musste. Am Hauptbahnhof Karlsruhe wurde man freundlich von den Karlsruhern empfangen, woraufhin beide Fangruppen gemeinsam zum Wildparkstadion pilgerten. Trotz der anschließenden Niederlage des KSC (Hertha BSC gewann 3:0) feierten die Karlsruher Fans gemeinsam mit den Anhängern der Hertha am Hauptbahnhof, welche zum Abschied der angereisten Berliner den Schlachtruf von Hertha, „HA HO HE“, riefen.

Nach Herthas Wiederaufstieg 1997 und dem „Schicksalsspiel“ von Jürgen Röber am 12. Spieltag gegen den KSC, welches die Berliner wiederum mit 3:1 gewannen, wurde die Fanfreundschaft reaktiviert. Seit dieser Zeit besuchen Anhänger beider Vereine die Spiele des jeweils anderen. Am 13. Februar 2011 gab es das bisher letzte „Freundschaftsduell“ im Wildparkstadion, das 6:2 für Hertha endete.

Des Weiteren gibt es auch Freundschaften mit der Fanszene von Racing Strasbourg, die aus der Fanfreundschaft mit dem Karlsruher SC entstanden ist. In den 1970er- und 1980er-Jahren gab es in den Zeiten der Teilung Deutschlands darüber hinaus eine große Verbundenheit mit dem Anhang des 1. FC Union Berlin; diese Freundschaft wurde jedoch nach der Wende durch die zunehmende sportliche Rivalität der beiden Berliner Vereine abgeschwächt und besteht heute kaum noch. Auch mit dem FC Bayern München gab es in den 70er Jahren eine Freundschaft, die aber durch Angriffe Berliner Fans gegen Bayern-Fans beendet wurde.

Andere Sportarten Bearbeiten

Beachvolleyball Bearbeiten

Seit dem 1. November 2005 spielt das deutsche Nationalteam Sara Goller und Laura Ludwig unter der Teambezeichnung gollerplusludwig bei Hertha BSC Beachvolleyball. Damit hat Hertha BSC eine weitere Sportart (Beachvolleyball Frauen) etabliert. Goller und Ludwig wurden 2006 Deutscher Meister und U23-Europameister.

Boxen Bearbeiten

Hertha BSC ist im Boxen ein erfolgreicher Verein. Die erste Mannschaft boxt in der 1. Bundesliga. Hertha gewann zahlreiche Deutsche Meisterschaften im Boxen.

Eishockey Bearbeiten

1969 wurde eine Eishockeymannschaft bei Hertha zum Ligenspielbetrieb gemeldet und nahm 1969/70 an der Regionalliga Nord (= 3. Spielklasse damals) teil.

Vor der Saison 1970/71 wurde die Mannschaft zurückgezogen und im Sommer 1971 endgültig aufgelöst. Die guten Spieler schlossen sich dem Berliner Schlittschuhclub an.

eSport Bearbeiten

Die ersten drei Spielzeiten lang vertrat Javkhlan Tahery Hertha BSC in der eSport Bundesliga. In der vierten Saison spielte Michael „Chocoyote“ Oprée für den Hauptstadtclub, welcher nun in der fünften Saison von Kewin „KeWin“ Waldschmidt vertreten wird. Der Spieler wurde beim Heimspiel am 28. Februar 2009 gegen Borussia Mönchengladbach offiziell vorgestellt.

Futsal Bearbeiten

Seit 2007 besitzt Hertha BSC eine Futsal-Abteilung. Die erste Mannschaft spielt in der Berliner Verbandsliga.[12]

Kegeln Bearbeiten

1924 wurde die Kegelabteilng gegründet und erzielte mit mehreren gewonnenen deutschen Meistertiteln bis in die 1970er große Erfolge.[13] Mittlerweile bildet man mit Rot Weiss - VGK 1912 Berlin eine Spielgemeinschaft mit insgesamt vier Mannschaften.[14]

Tischtennis Bearbeiten

Auch im Tischtennis ist Hertha BSC recht erfolgreich. Die Abteilung wurde am 1. Mai 1963 von Gerd Welker gegründet,[15] der immer noch für die erste Herren-Mannschaft verantwortlich ist. 1970 wurde die Hertha Meister der Berliner Landesliga und stieg in die Oberliga Nord auf. Dort konnte die Mannschaft als Neuling sofort wieder die Meisterschaft erringen und über die Aufstiegsrunde 1971 in die Tischtennis-Bundesliga aufsteigen. In der ersten Spielzeit wurde mit Spitzenspieler Bernt Jansen ein überraschender vierter Rang erreicht. Nach Jansens Abgang wurde im Folgejahr der Klassenerhalt als Achter lediglich knapp erreicht. 1974 folgte als Vorletzter der Abstieg. Obwohl Jansen zurückkehrte gelang der Wiederaufstieg in die Bundesliga zunächst nicht. 1975 führten die Berliner die Tabelle bis zum vorletzten Spieltag an, verloren dann aber das entscheidende Spiel beim TSV Selk und wurden bei Punktgleichheit aufgrund des schlechteren Spielverhältnisses nur Vizemeister. Im Folgejahr wurde Hertha BSC dann Meister der Oberliga Nord, scheiterte aber in der Aufstiegsrunde als Dritter am TTC Grünweiß Bad Hamm und dem TTC Calw. 1985 schaffte der Verein dann schließlich doch den erneuten Aufstieg, nach zwei Spielzeiten stieg er aber 1987 wieder ab. Es folgten mit dem letzten Platz in der Zweiten Bundesliga Nord und dem zehnten Platz in der Regionalliga Nord umgehend zwei weitere Abstiege, so dass sich der Club 1989 in der viertklassigen Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein/Berlin wiederfand.

Derzeit spielt die Hertha in der zweiten Bundesliga. Neben Jansen gehört Günter Felske, der Deutsche Meister im Doppel von 1950, der von 1964 bis 1968 für Hertha BSC aktiv war, zu den bekanntesten Spielern.[15]

Bekannte Spieler

Literatur Bearbeiten

  •  Michael Jahn: Das Hertha-Lexikon. Die Werkstatt, Göttingen 2001, ISBN 3-89533-315-8.
  •  Michael Jahn: Nur nach Hause geh'n wir nicht. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2006, ISBN 3-89533-535-5.
  •  Harald Tragmann, Harald Voß: Der B.F.C Hertha 1892 - Die Hertha-Chronik Band 1. Harald Voß, Berlin 2006, ISBN 3-935759-12-6.
  •  Oliver Ohrmann: Das Fotoalbum des Willy Haberstroh. Sutton-Verlag, Erfurt 2006, ISBN 3-89702-961-8.
  •  Oliver Ohrmann: Hanne Sobek - Der größte Held von Hertha BSC. Sutton-Verlag, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-146-2.
  •  Harald Tragmann, Harald Voß: Das Hertha Kompendium. Harald Voß, Berlin 2009, ISBN 978-3-935759-18-2.
  •  Harald Tragmann, Harald Voß: Hertha kompakt. Harald Voß, Berlin 2009, ISBN 978-3-935759-19-9.
  •  Daniel Koerfer: Hertha unter dem Hakenkreuz - ein Berliner Fußballclub im Dritten Reich. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2009, ISBN 978-3-89533-644-7.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Hertha: Mitglieder-News. Hertha BSC GmbH & Co. KGaA, 2. Februar 2011, abgerufen am 2. Februar 2011.
  2. Hertha rast: Meine Lok, mein Jet, mein Dampfer, gesichtet am 27. Juli 2010
  3.  Harald Tragmann, Harald Voß: Das Hertha Kompendium. Harald Voß, Berlin 2009, ISBN 978-3-935759-18-2.
  4. HA HO HE Hertha BSC; München: Copress-Verlag, 1971
  5.  Michael Jahn: Das Hertha-Lexikon. Die Werkstatt, Göttingen 2001, ISBN 3-89533-315-8.
  6. Goldener Handschlag für Hoeneß, Preetz rückt auf auf focus.de
  7. Hertha beurlaubt Lucien Favre. bundesliga.de, 28. September 2009, abgerufen am 20. Dezember 2009.
  8. Funkel beerbt Favre in Berlin auf focus.de
  9. Markus Babbel vorgestellt, gesichtet am 29. Juli 2010
  10.  Michael Jahn: Nur nach Hause geh'n wir nicht. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2006, ISBN 3-89533-535-5, S. 445.
  11. Amateurstadion, gesichtet 18. Juli 2010
  12. Futsal-Berlin, Zugriff am 14. Mai 2010
  13. Die Sportkegler von Hertha BSC, gesichtet 18. Juli 2010
  14. Herthas Kegler belegen Platz 7, gesichtet 18. Juli 2010
  15. 15,0 15,1 Zeitschrift DTS, 1971/11, S. 3 f.

Weblinks Bearbeiten


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
Lokale Autorenseite, Lizenz: GFDL, CC-by-sa 3.0

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