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Die Govinda Entwicklungshilfe e.V. ist eine nicht-staatliche, unabhängige und überkonfessionelle Organisation in Deutschland.Die Rechtsform ist ein eingetragener Verein. Der Verein wurde am 07.06.1998 in Elchingen Ostalbkreis gegründet und hat mittlerweile seinen Sitz in Aalen. Der Verein ist gemeinnützig, mildtätig und dient ausschliesslich diesen Zwecken. Derzeit besteht der Verein aus 46 ehrenamtlichen Mitgliedern, von denen 4 in den Vorstand gewählt wurden. Beim Amtsgericht Aalen ist er unter der Nummer 649 registriert.

LeitbildBearbeiten

Die Govinda Entwicklungshilfe e. V. und die Shangrila Association wollen einen aktiven Beitrag dazu leisten, dass alle Menschen unserer Welt durch eine sichere Lebensgrundlage und auf Basis der internationalen Menschenrechte ihr volles Potential erreichen und verwirklichen können.

Unser Motiv ist ressourcenorientierte und partizipative Arbeit für benachteiligte Kinder und Menschen. Unsere Schwerpunkte sind Bildung & Ausbildung Sichere Kindheit und der Aufbau von Zukunftsperspektiven Gesundheit Gleichstellung von Frauen und Männern

Die Govinda Entwicklungshilfe e. V. und Shangrila Association setzen sich für folgende Bevölkerungsgruppen Nepals ein Waisenkinder, gesellschaftlich benachteiligte und behinderte Kinder Menschen aus leprabetroffenen Familien durch ethnische Zugehörigkeit und das Kastensystem Benachteiligte Menschen aus Bürgerkriegsgebieten und ländlichen Gebieten Frauen, die aufgrund gesellschaftlicher Stellung und Tradition benachteiligt werden Unsere Programme sollen die Zielgruppen befähigen, selbständige, mündige und kritische Bürger der nepalesischen Gesellschaft zu sein, sich in ihr integriert zu wissen und sie aktiv mitzugestalten. Unsere Ziele sind Die nachhaltige Absicherung der Lebensgrundlagen in Form medizinischer Versorgung, Ernährung und Schulbildung von Waisen und Kindern benachteiligter Bevölkerungsgruppen. Die Befähigung zur Gestaltung eines eigenständigen Lebens, zur Absicherung des eigenen Lebensunterhalts durch das Training sozialer Kompetenzen und gezielte und zertifizierte Berufsausbildungsprogramme schon während der Schulzeit. Die aktive Integration sozialer Randgruppen und Minderheiten in die nepalesische Gesellschaft. Die Verbesserung der Lebensgrundlagen durch bewusstseinbildende und selbstbefähigende Programme in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Mikrotechnologien und Landwirtschaft. Der nachhaltige Umgang mit der Natur im kulturellen Kontext mit Hilfe der technologischen Entwicklungen.

Die EntstehungBearbeiten

Durch die Arbeit in einer Klinik für Schädel-Hirn-Verletzte als Krankenschwestern/-pfleger, durch ehrenamtliche Arbeit in Dritte-Welt Läden, bestehende Kinderpatenschaften in Nepal und Indien sowie Reisen in diese Länder, kam die Grundidee bei den jetzigen Vorstandsmitgliedern zustande. Die dort erfahrenen Lebensumstände erschütterten uns zutiefst und formten den Gedanken, unsere Möglichkeiten als Bürger einer Industrienation in übergreifendem Masse geltend zu machen, um zur Verminderung von Armut und Elend in dieser Welt beizutragen.

So kam es, dass Elke Böhmer und Rocco Umbescheidt im Mai 1998 eine Reise nach Nepal, dem drittärmsten Land der Welt (BSP = 220$ pro Kopf im Jahr), unternahmen, um sich ein genaueres Bild der örtlichen Gegebenheiten zu verschaffen und so gezielt helfen zu können. Dazu wurden vier Waisenhäuser, mehrere Krankenhäuser und eine Leprahilfestation besichtigt. Besonders erschütterte uns die Anzahl von Eltern-, Heim- und mittellosen Waisen, die im Übermass Nepals Strassen säumen und ein unvorstellbares Leben im täglichen Kampf um das nackte Dasein führen.

Als Beispiel der Misere der Kinder in Nepal - hier eine Statistik über Todesfälle durch Erkrankung an Diarrhöe (Durchfallerkrankung):

jedes nepalesische Kind erkrankt jährlich bis zu 6 mal daran auf je 400 Erkrankungen kommt ein Todesfall in manchen Jahren sterben daran täglich 150 Kinder in den Regenmonaten steigt diese Zahl auf über 300 am Tag die jährlichen Todesopfer an Diarrhöe bei Kindern werden auf 40.000 geschätzt Ein damit verbundenes Problem ist der Mangel an medizinischer Versorgung, was zum Beispiel dadurch deutlich wird, dass 1 Arzt für bis zu 60.000 Einwohner zuständig ist (Stand: 1997). Desweiteren hat Nepal eines der weltweit schlechtesten Bildungssysteme. So entstand bei uns der Gedanke, in erster Linie den Kindern dieses Landes zu helfen.

Nach Erledigung mehrerer Formalitäten in Nepal wurde am 7.6.1998 in Elchingen der "Govinda" Entwicklungshilfe e.V. gegründet. Da für Entwicklungshilfeprojekte in Nepal die Zusammenarbeit mit einem nepalesischen Verein erforderlich ist, erfolgte am 28.7.1998 in Kathmandu die Gründung des nepalesischen Partnervereins "Shangri-La", der die Administration des Waisenhausprojektes vor Ort zur Aufgabe hat. Den notwendigen rechtlichen Anforderungen kamen zwei unserer Mitglieder nach. Ebenso besorgten diese die Anmietung von geeigneten Räumlichkeiten in Kathmandu. Am 15.11.1998 war es dann soweit - vorerst 5 kleine Bewohner fanden in unserem Waisenhaus ein Heim, in dem ihnen Ernährung, Bildung, Unterkunft, medizinische Versorgung und Geborgenheit zuteil wurde.

Unser erstes Ziel, innerhalb der ersten zwei Jahre ein eigenes Ausbildungs- und Wohngebäude ausserhalb von Kathmandu zu bauen, wurde mit dem Shangri-La Waisenhaus in Chapagaon / Kathmandu bereits umgesetzt: Im September 1999 kauften wir 9 km ausserhalb von Kathmandu ein 8.900 m² grosses Grundstück in idyllischer ländlicher Lage. Da es in Nepal kein geltendes Mietrecht gibt, ist ein eigenes Haus nötig, um dem Projekt auf langfristiger Basis ein sicheres Fundament zu geben. Den Kindern wird durch die günstige Lage die immense Umweltbelastung direkt in Kathmandu erspart, der Kontakt zum kulturellen und sozialen Lebenstil der Landbevölkerung bei zunehmender Urbanisierung bleibt gewahrt, und die medizinische Versorgung ist durch die Nähe zu den Krankenhäusern Kathmandus auch in Notfällen sichergestellt. Hier beherbergen wir derzeit 51 Kinder.

Den nächsten Zielen, nämlich durch Verbesserung der schulischen Situation, einer nachhaltigen Entwicklung Nepals Beistand zu leisten und unser Waisenhaus finanziell mehr auf eigene Beine zu stellen, sind wir ein grosses Stück näher gekommen: Im April 2002 konnten wir die Eröffnung der frisch erbauten Shangri-La International School feiern. Diese Schule ermöglicht unseren Kindern und 100 weiteren Kindern aus armen, kastenlosen und Leprafamilien eine kostenlose und fundierte Schulbildung. Bei Vollbesetzung (500 Schüler) wird die Schule 40% der laufenden Kosten des Waisenhauses decken. Ebenso konnte dank unseres Engagements im Juli 2001 die örtliche staatliche Schule Neopanes, in der 537 Kinder lernen, neu erbaut werden und für ordentliche sanitäre Einrichtungen dort gesorgt werden.

In Zukunft wollen wir weiterhin mit dem Bau eines pädagogischen Institutes, in dem sich nepalesische Lehrkräfte weiterbilden können, und weiteren Schulen in den ärmsten Distrikten Westnepals zur Unterstützung des nepalesischen Bildungssektors beitragen. So soll nach der karitativen Arbeit in Form des Waisenhauses nun verstärkt auf eine nachhaltige entwicklungspolitische Entwicklung Nepals hin gearbeitet werden. Um diese zukünftigen Ziele erreichen zu können, ist der Verein auf Ihre Hilfe angewiesen. Die bisherige finanzielle Abdeckung wird durch Spenden und Patenschaften erzielt. Das erste Jahr wurde jedoch durch private Rücklagen seitens dreier Vorstandsmitglieder finanziert, die monatlich die Hälfte ihres Gehaltes als Krankenpflegekräfte auf das Vereinskonto einzahlten. Die Unterhaltskosten für das Waisenhaus betragen bei 50 Kindern etwa 30.000 € im Jahr. Bei der Durchführung weiterer Projekte, wie den Bau von Schulen in Westnepal, werden auch weiterhin finanzielle Mehrausgaben anfallen.


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