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Fritz Pliska (* 20. Dezember 1915 in Gelsenkirchen; † 28. August 1995 in Dülken) war ein deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer. Sowohl als Spieler als auch Trainer war er im Erstligafußball aktiv.

Laufbahn Bearbeiten

Pliska machte bereits 1943 als Fußballspieler von Tuspo Holzminden auf sich aufmerksam. Er erhielt vom Reichstrainer Sepp Herberger eine Einladung zu einem Vorbereitungslehrgang zum geplanten Länderspiel in Spanien. Wegen der Ausrufung des „totalen Krieges“ fanden aber weder das Spanienspiel noch andere Länderspiele bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs statt.

1945/46, unmittelbar nach Kriegsende, spielte Pliska mit Schalke 04 im Fußballbezirk Westfalen 1 und gewann mit seiner Mannschaft die Meisterschaft in dieser westdeutschen Liga. In der Saison 1947/48 war er für Tuspo Holzminden in der zweitklassigen Niedersachsenliga Süd aktiv. In der folgenden Spielzeit 1948/49 spielte Pliska Erstligafußball mit der TSG Vohwinkel in der Oberliga West. Er absolvierte für Vohwinkel 21 Ligaspiele und erzielte ein Tor. 1948 traf er erneut auf Sepp Herberger, unter dem er nun die Trainer-Lizenz erwarb.

Mit seiner Trainer-Lizenz wurde Pliska zunächst Spielertrainer. Seine erste Station war der Rheydter SV, mit dem er in seiner ersten Saison 1949/50 den Aufstieg aus der II. Division in die Oberliga West schaffte, eine der damals fünf höchsten Spielklassen des DFB. Zur Saison 1951/52 wechselte er zum Oberligaabsteiger Borussia Mönchengladbach, dem er 1952 ebenfalls als Spielertrainer zur Rückkehr in die Oberliga West verhalf.

Als hauptamtlicher Trainer betreute Pliska 1954/55 Waldhof Mannheim in der II. Division und 1955/56 VfR Frankenthal in der Oberliga Südwest. Im Sommer 1957 kehrte er zum Oberligaabsteiger Borussia Mönchengladbach zurück und sorgte dort binnen eines Jahres erneut für den Aufstieg. Als die Mannschaft vom Bökelberg 1960 am 5. Oktober in Düsseldorf mit 3:2 Toren gegen den Karlsruher SC den DFB-Pokal gewann, war er aber bereits - die Runde 1959/60 endete mit dem 30. Spieltag am 24. April 1960 - bei Fortuna Düsseldorf angestellt. Im Sommer 1960 übernahm Pliska mit Fortuna Düsseldorf abermals einen Oberligaabsteiger, den er ebenfalls nach einem Jahr zum Wiederaufstieg verhalf. Nachdem er 1961/62 Fortuna den Klassenerhalt gesichert hatte, wechselte er zum Ligakonkurrenten Bayer Leverkusen mit dem Auftrag, als Aufstiegsspezialist die Mannschaft in die neue Bundesliga zu führen. Das Vorhaben mißlang mit der Endplatzierung 9. Pliska betreute den Verein noch weitere zwei Spielzeiten in der Regionalliga West, in denen die Mannschaft nur die enttäuschenden Plätze 12 und 16 erreichte. Zur Saison 1965/66 wechselte Pliska innerhalb der Fußball-Regionalliga West zu Rot-Weiss Essen. Dort hatte er zunächst mehr Erfolg, denn mit Rang 2 stieg der Verein 1966 in die Bundesliga auf. Pliskas einzige Bundesligasaison 1966/67 endete dann wieder mit einem Misserfolg, denn Essen stieg nach einem Jahr als Bundesliga-Letzter wieder ab. 1970 erreichte er mit dem Rheydter Spielverein die Teilnahme an der deutschen Amateurmeisterschaft. Die Rheydter scheiterten aber mit 0:1 und 0:3 am späteren Meister SC Jülich 1910. In der Saison 1973/74 tauchte Pliska noch einmal im Erstligafußball auf. In der niederländischen Eredivisie hatte er den Aufsteiger Roda JC Kerkrade übernommen. Nachdem er der Mannschaft zum Klassenerhalt verholfen hatte, beendete er sein Engagement in Kerkrade und tauchte danach nicht mehr im höherklassigen Fußball auf.

Literatur Bearbeiten

  • Lorenz Knieriem/Hardy Grüne: Spielerlexikon 1890-1963, Agon-Verlag, Kassel 2006, Seite 295, ISBN 978-3-89784-148-2
  • Holger Jenrich: Das Borussia Mönchengladbach Lexikon, Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2007, Seite 143, ISBN 978-3-89533-585-3
  • Georg Schrepper/Uwe Wick: "...immer wieder RWE!". Die Geschichte von Rot-Weiss Essen. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2004, ISBN 3-89533-467-7

Presse Bearbeiten

  • kicker SPORTMAGAZIN: Nur vier Spieler kamen nach dem Krieg zurück, Ausgabe 94 vom 22. November 2010

Weblinks Bearbeiten

Fairytale kdmconfig Profil: Pliska, Fritz
Platzhalter
Beruf deutscher Diplomsportlehrer und Fußballtrainer
Persönliche Daten
Geburtsdatum 20. Dezember 1915
Geburtsort Gelsenkirchen
Sterbedatum 28. August 1995
Sterbeort Dülken



Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
Lokale Autorenseite, Lizenz: GFDL, CC-by-sa 3.0

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