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Deutschland

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D-Deutschland

Deutschland ist ein Staat in Mitteleuropa. Als Bundesstaat wird die Bundesrepublik Deutschland aus den 16 deutschen Ländern gebildet und stellt die jüngste Ausprägung des deutschen Nationalstaates dar.

Bundeshauptstadt ist Berlin. Gemäß ihrer Verfassung versteht die Bundesrepublik sich als soziale, rechtsstaatliche und föderale Demokratie. Sie ist Gründungsmitglied der Europäischen Union und mit über 82 Millionen Einwohnern deren bevölkerungsreichstes Land. Ferner ist Deutschland unter anderem Mitglied der Vereinten Nationen, der OECD, der NATO, der OSZE und der Gruppe der Acht (G8).

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist Deutschland die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, nach den Vereinigten Staaten und Japan.

Deutschland politisch bunt
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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines Bearbeiten

Die naturräumlichen Großregionen sind von Nord nach Süd Norddeutsches Tiefland, Mittelgebirgszone und Alpenvorland mit Alpen.

Deutschland hat insgesamt neun Nachbarstaaten: Dänemark, Polen, Tschechien, Österreich, die Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande. Damit ist Deutschland das Land mit den meisten europäischen Nachbarstaaten.


Ballungsgebiete Bearbeiten

In Deutschland gibt es etwa 80 Großstädte, das sind Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern.Davon haben 14 Städte mehr als 500.000 Einwohner. Eine Besonderheit Deutschlands ist die überwiegend randlastige, dezentrale Verteilung der Großstädte. Die 3 einwohnerreichsten Metropolen des Landes sind (Stand: August 2008):

  1. Berlin, 3,42 Millionen
  2. Hamburg, 1,77 Millionen
  3. München, 1,31 Millionen


Frühgeschichte und Antike Bearbeiten

Die ältesten Siedlungsbelege auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland sind etwa 700.000 Jahre alt, man geht von einer dauerhaften Besiedlung seit rund 500.000 Jahren aus. In Deutschland existieren bedeutende Fundstätten aus der Urzeit: Nach dem Neandertal in Mettmann ist der frühe menschliche Vertreter der Spezies Homo sapiens neanderthalensis, der Neandertaler, benannt. Diese wurden vor etwa 40.000 Jahren von dem zugewanderten Homo sapiens sapiens, dem modernen Menschen, verdrängt. In der Jungsteinzeit entwickelten sich Ackerbau, Viehzucht und feste Siedlungsplätze. Aus dieser Zeit sind einige bedeutende kulturelle Funde erhalten, wie etwa die Himmelsscheibe von Nebra, die darauf deutet, dass schon um 2000 v. Chr. in dieser Region Astronomie betrieben wurde.


Politik Bearbeiten

Staatsgründung
Bisher wurden sechs Verfassungen des seit 1871 existierenden Nationalstaats „Deutschland“ in Kraft gesetzt. Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland wurde am 23. Mai 1949 verkündet und zum 24. Mai 1949 in Kraft gesetzt, wobei es aufgrund des Geltungsbereichs bis zur Deutschen Wiedervereinigung nur provisorischen Charakter besaß. Zum 3. Oktober 1990 trat die DDR dem Geltungsbereich des Grundgesetzes bei.


Staatsgebiet
Hauptstadt und Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland ist gemäß Art.22 GG Absatz 1 des Grundgesetzes Berlin. Nach Artikel 20 des Grundgesetzes ist die Bundesrepublik ein demokratischer, sozialer Bundesstaat. Es gibt 16 Länder, von denen fünf wiederum in insgesamt 22 Regierungsbezirke untergliedert sind. Die Länder haben sich eigene Verfassungen gegeben. Der Grenzverlauf der Bundesrepublik ist heute bis auf Teile des Bodensees linear festgelegt.


Liste der Länder
Die oft als „Bundesländer“ bezeichneten Gliedstaaten der Bundesrepublik Deutschland werden offiziell als Länder bezeichnet.

Nr. Land Landeshauptstadt Fläche
(km²)
Einwohner Bevölkerungs-
dichte
(EW/km²)
1 Baden-Württemberg Stuttgart 35.752 10.736.000 300
2 Bayern München 70.552 12.469.000 177
3 Berlin ² 892 3.395.000 3.806
4 Brandenburg Potsdam 29.479 2.559.000 87
5 Bremen ³ Bremen 404 663.000 1.641
6 Hamburg ² 755 1.744.000 2.309
7 Hessen Wiesbaden 21.115 6.092.000 289
8 Mecklenburg-Vorpommern Schwerin 23.180 1.707.000 74
9 Niedersachsen Hannover 47.624 7.994.000 168
10 Nordrhein-Westfalen Düsseldorf 34.085 18.058.000 530
11 Rheinland-Pfalz Mainz 19.853 4.059.000 204
12 Saarland Saarbrücken 2.569 1.050.000 409
13 Sachsen Dresden 18.416 4.274.000 232
14 Sachsen-Anhalt Magdeburg 20.446 2.470.000 121
15 Schleswig-Holstein Kiel 15.799 2.833.000 179
16 Thüringen Erfurt 16.172 2.335.000 144
ges. 357.093 82.438.000 231


Demographie Deutschlands Bearbeiten

Deutschland hat mit einer Geburtenrate pro Frau von derzeit 1,37 (Stand: 2007). Am 31. Dezember 2007 lebten in der Bundesrepublik Deutschland 82.217.800 Einwohner auf der Fläche von 357.104 Quadratkilometern. Etwa 75 Millionen Menschen (91 Prozent) sind deutsche Staatsbürger.


Sprachen und Dialekte Bearbeiten

Die in Deutschland gebräuchlichste Sprache ist Deutsch. Deutsch ist Amtssprache, wird als Standardsprache in den überregionalen Medien und als Schriftsprache verwendet. Als Sprache des Alltags wird es in vielen Regionen fast ausschließlich gesprochen (oft regional leicht eingefärbt). Daneben gibt es unterschiedlich stark vertretene Dialekte.


Wirtschaft Bearbeiten

Deutschland ist relativ rohstoffarm, seine Wirtschaft ist vorwiegend auf den sekundären (Industrie) und tertiären (Dienstleistung) Wirtschaftssektor konzentriert. Deutschland ist mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von etwa 2,4 Billionen Euro (Stand: 2007) die drittgrößte Volkswirtschaft und Industrienation der Welt. Gemessen am BIP pro Kopf steht Deutschland weltweit an 19. Stelle, in der EU an elfter.

Zudem ist Deutschland die weltgrößte Exportnation. Beim Lebensstandard liegt Deutschland laut dem Human Development Index auf Platz 22 in der Welt.

Als weltweit konkurrenzfähigste Branchen der deutschen Industrie gelten die Automobil-, Nutzfahrzeug-, elektrotechnische, Maschinenbau- und Chemieindustrie.


Kultur Bearbeiten

Die deutsche Kultur hat sich, da Deutschland lange nicht als Nationalstaat existierte, über Jahrhunderte vor allem über die gemeinsame Sprache definiert. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde der Begriff zunehmend auf Kulturbeiträge von Deutschen bzw. innerhalb deutscher Territorien bezogen.

Vor 1871 war aufgrund mangelnder Identifikationsmöglichkeiten über gemeinsame staatliche Zugehörigkeit das kulturelle, aber auch wissenschaftliche Erbe ein wichtiges Element des deutschen Nationalbewusstseins. Aus dieser Zeit stammt der Begriff Land der Dichter und Denker, der noch heute patriotische Verwendung findet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Deutschland die weltweit führende wissenschaftliche Nation, die auch kulturell, etwa im Film, einen der vorderen Plätze einnahm.

Der personelle Aderlass durch Emigration ab der nationalsozialistischen Machtergreifung zerstörte diesen Status. Die Folgen sind in einigen Bereichen noch heute zu spüren.


Sport Bearbeiten

Sport hat eine hohe gesellschaftliche Bedeutung. 2006 waren etwa 27,5 Millionen Deutsche in 91.000 Turn- und Sportvereinen organisiert.[1] Deutschland ist Dritter im ewigen Medaillenspiegel der Olympischen Spiele.

Die meisten Sportvereine sind im neuen Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zusammen gefasst.


Fußball Bearbeiten

Football (soccer ball)
Die beliebteste Sportart in Deutschland ist Fußball. Über sechs Millionen Mitglieder und 170.000 Mannschaften sind im Deutschen Fußball-Bund organisiert, der die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 und Fußball-Weltmeisterschaft 2006 ausrichtete und weltweit einer der größten und erfolgreichsten Sportfachverbände ist.
Deutschland ist bisher das einzige Land, das im Fußball sowohl bei den Frauen als auch den Männern Europa- und Weltmeister werden konnte.
siehe auch:Fussballvereine in Deutschland, Deutscher Fußball-Bund, Bundesliga, Liga-System in Deutschland

Handball Bearbeiten

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Die Handball-Bundesliga wird oft als die beste Spielklasse der Welt angesehen, die Herren-Nationalmannschaft wurde 2007 zum dritten Mal Weltmeister.

Hockey Bearbeiten

Icon Hockey
Im Feldhockey wurde Deutschlands Herrenmannschaft 2002 und 2006 Weltmeister sowie 1972, 1992 und 2008 Olympiasieger. Die Damen wurden 2004 ebenfalls Olympiasieger. (Eishockey)


Schießen Bearbeiten

!Kein Icon
Zu den ältesten Sportarten zählt das Sportschießen. Der Deutsche Schützenbund hat etwa 1,5 Millionen Mitglieder.


Basketball Bearbeiten

Icon Basketball
Basketball erfreut sich steigender Beliebtheit, ist jedoch in Bezug auf die Fernsehzuschauerzahlen und die Medienpräsenz nicht mit dem Fußball zu vergleichen. Im Basketball ist der deutsche Dirk Nowitzki, der 2007 zum Most Valuable Player in der nordamerikanischen Profiliga NBA gewählt wurde, einer der besten Spieler der Welt.


Volleyball Bearbeiten

Icon Volleyball
Volleyball


Tennis Bearbeiten

Icon Tennis
Tennis erlebte in den 1980er und 1990er Jahren durch die Erfolge der deutschen Berufssportler Michael Stich, Boris Becker und Stefanie Graf einen Boom, hat seitdem aber wieder etwas an Popularität verloren.


Baseball Bearbeiten

Icon Baseball
Baseball


Motorsport Bearbeiten

Icon Formel 1
Beim Motorsport richtet sich das öffentliche Interesse besonders auf die Formel 1 und die DTM, wo deutsche Fahrer jeweils Spitzenerfolge erzielten, insbesondere der inzwischen nicht mehr aktive Michael Schumacher, der mit sieben Weltmeistertiteln der erfolgreichste Formel-1-Fahrer aller Zeiten ist.


Football Bearbeiten

Icon Football
Football


Radsport Bearbeiten

Icon Radfahren
Die Beliebtheit des Radsports hängt in starkem Maße von den aktuellen Erfolgen deutscher Fahrer ab. Rudi Altig (in den 1960er Jahren) und Jan Ullrich gehören zu den erfolgreichsten Radsportlern der Welt.


Badminton Bearbeiten

Icon Badminton
In Deutschland wurde im Jahre 1903 der erste Badminton-Sportverein außerhalb Englands gegründet – der Bad Homburger Badminton-Club.


Boxen Bearbeiten

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Auch im Boxen kann Deutschland auf Erfolge zurückblicken. Herausragende Sportler waren unter anderem Max Schmeling und Henry Maske.


Tischtennis Bearbeiten

Icon Tischtennis Im Tischtennis gilt Timo Boll als einer der besten Spieler der Welt.


Wassersport Bearbeiten

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Große Erfolge konnten deutsche Sportler auch in weiteren Sportarten wie Rudern, Kanusport, und im Schwimmsport erreichen.


Wintersport Bearbeiten

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Im Wintersport sind deutsche Sportler ebenfalls sehr erfolgreich. Im Bobsport, Rennrodeln, Biathlon, Langlauf und Eisschnelllauf konnten sie regelmäßig Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften sowie bei den Olympischen Spielen gewinnen. Populäre Wintersportarten mit langer Tradition sind auch das Skispringen, bei dem Sven Hannawald und Jens Weißflog Geschichte schreiben konnten, und der alpine Skisport, wo allerdings die Damen deutlich erfolgreicher abschneiden als die Herren.


Weitere Sportarten Bearbeiten

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Fechten, Reiten, Ringen, Leichtathletik,

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Der Deutsche Olympische Sportbund: Organisation


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