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Deutscher Funk-Verband

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siehe auch:Funkverein


Info icon 002.svg  Die nachfolgend beschriebene Vereinigung ist nicht mehr aktiv und hat sich mittlerweile aufgelöst.

Der Deutscher-Funk-Verband (DFV) e.V. wurde am 09. März 1972 in Neunkirchen (Saar) gegründet.

Er entstand, weil sich eine kleinere Gruppe von Funkamateuren mit den Mitgliedern des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) entzweit hatte.


Ursache Bearbeiten

CB-Funkgerät im LKW.JPG

CB-Funkgerät im LKW

Der Hauptgrund war unter anderem der Bau – und die hiermit verbundenen Kosten – des Amateurfunkzentrums (AFZ) in Baunatal. Die Spaltung stand aber von vornherein unter keinem guten Stern. Der DARC war als nationale deutsche Vertretung der Funkamateure bei der Internationalen Fernmeldeunion anerkannt. Hier würde der DFV auch mit einer nicht unerheblichen Zahl von Mitgliedern nie an Einfluss und damit an Bedeutung gewinnen können, zumal der kleinere Prozentsatz die lizensierten Funkamateure waren. Im übrigen waren viele bekannte, einflussreiche Funkamateure (u. a. nicht wenige vom Fernmeldetechnischen Zentralamt in Darmstadt (FTZ) sowie andere bei der Deutschen Bundespost) beim DARC, und der hatte somit das Sagen.


Expansion Bearbeiten

CB-Handfunkgeraet.jpg

CB-Handfunkgerät

Zugute kam dem Deutschen Funk-Verband die Freigabe von 12 Sprechfunkkanälen im 27-MHz-Bereich im Frühherbst 1975, CB-Funk oder Jedemannfunk genannt.

Die boomende Ausbreitung dieser jetzt für jeden Bürger, jede Bürgerin nutzbaren Kommunikationsform war so nicht vorauszusehen gewesen. In einem Spiegelartikel wurde seinerzeit die Zahl auf ein bis drei Millionen CB-Funker geschätzt. Zu bestimmten Zeiten (vorwiegend abends) waren die wenigen Kanäle besonders in größeren Städten völlig überlastet. Hierdurch kam es zu Streitereien, Nötigungen und anderen (teilweise strafbaren) Delikten.

Es entstanden dann Vereine und andere Gemeinschaften mit dem Bestreben, Verbesserungen gegenüber der (damaligen staatlichen) Deutschen Bundespost zu erreichen. Viele schlossen sich dem Deutschen Funk-Verband an. Von dort wurde die Gunst der Stunde erkannt und man nahm die CB-Funker unter ihre Fittiche.

Der DFV gliederte sich in sich in Ortsvereine, die eine OV-Kennziffer erhielten. Der OV Nordenham hatte z. B. die Nr. 147 (vergeben ca. 1975). Ob die Auflistung bei 1 begann und (bis mindestens 147) führte ist nicht bekannt.



Struktur Bearbeiten

CB-Mobilfunkgeraet.jpg

CB-Mobilfunkgerät

Erkennbar waren CB-Funker des DFV an ihrem Rufzeichen. Es setzte sich zusammen aus den ersten zwei Ziffern der (jetzt nicht mehr gültigen, alten) Postleitzahl (PLZ), dann folgte ein Unterscheidungsbuchstabe und dann eine fortlaufende Nummer. Die Unterscheidungsbuchstaben wurden nach dem sogenannten Nato-Alfabet ausgesprochen. Beispiel: Das erste Rufzeichen eines CB-Funkers aus der Stadt Bremerhaven und Umgebung lautete 28 Foxtrott 1. Bis etwa 1978/79 waren rechts der Unterweser (Einwohner seinerzeit ca. 130.000) 94 Rufzeichen vergeben worden. Der OV mit der Nr. 147 links der Weser hatte zum gleichen Zeitpunkt 66 vergebene Rufzeichen (= Mitglieder). Diese Rufnamen begannen ebenfalls mit 28, erhielten aber den Unterscheidungsbuchstaben K (wie Kilo). Wie hoch die Zahl der Mitglieder des DFV seinerzeit war lässt sich z. Z. Nicht (mehr) feststellen. Der Mittelwert der CB-Funker aus beiden vorgenannten Kommunen (= 904) ergäbe bei rund 60 Mio. Einwohnern in Deutschland eine Mitgliederzahl von ca. 66.000. Diese Zahl ist offensichtlich mindestens eine Zehnerpotenz zu hoch geschätzt (der DARC hat zu dieser Zeit grob geschätzt rund 45.000 Mitglieder). Im Herbst 1977 fand eine der in der Vergangenheit durchgeführten Jahreshauptversammlungen in Frankfurt (am Main) statt. Die Versammlung wurde vom Versandhaus Neckermann gesponsert. Vorstand und Delegierte trafen sich zur zweitägigen Tagung in den Sozialräumen des Versandhauses.


Auflösung Bearbeiten

Wann genau der DFV aufgelöst wurde – wahrscheinlich Anfang der 1980er Jahre – kann sicherlich noch ermittelt werden. In einer Diskussion im IRC am 08. 10. 2006 wurde behauptet: '...der DFV wurde von CB-Funkern an die Wand gefahren.' Dies Argument trifft den Kern der Sache sicherlich nicht hundertprozentig. Wie die aufgeführten Zahlen aus dem Unterweserraum zeigen hat die große Zahl der zahlenden Mitglieder (99 % waren CB-Funker) zum längeren Überleben des DFV beigetragen. Zahlen über lizensierte Funkamateure liegen nicht vor. Man kann sogar sagen, dass die Gründung des DFV später dem DARC neue Mitglieder zugeführt hat. Das Bestreben, Verbesserungen bei der Bundespost zu erreichen, waren in den ersten Jahren zum Scheitern verurteilt. Ernsthafte CB-Funker begannen deshalb sich auch die Amateurfunkprüfung vorzubereiten – und auch viele bestanden die schwierige Prüfung. Die meisten von ihnen verließen danach den DFV und wurden Mitglied beim richtigen Amateurfunkverband, eben dem DARC.

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