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Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ist der Verband deutscher Fußballvereine. Er wurde am 28. Januar 1900 in Leipzig gegründet. Aufgrund der Kriegsfolgen löste sich der DFB 1945 endgültig auf. Eine Neugründung des DFB erfolgte am 10. Juli 1949 in Stuttgart. Der DFB ist heute mit über 26.000 Vereinen und mehr als sechs Millionen Mitgliedern der größte und reichste Einzelsportverband der Welt.[1] Der DFB ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Frankfurt/Main.

Der DFB gliedert sich in fünf Regionalverbände mit 21 Landesverbänden. Über sechs Millionen Mitglieder sind in 170.000 Mannschaften aktiv. Der DFB hat 870.000 weibliche Mitglieder und stellt 8600 Frauen- und Mädchenmannschaften.


Geschichte Bearbeiten

Geschichte des deutschen Fußballs vor der DFB-Gründung Bearbeiten

Im Deutschen Reich hatte Sport im 19. Jahrhundert nur eine untergeordnete Bedeutung. Unter den aus England übernommenen Mannschaftssportarten dominierte zunächst Rugby Football von 1875 bis Mitte der 1880er Jahre. Ende der 1880er Jahre wurde neben Rugby auch Association Fußball gespielt.

Wie in ganz Deutschland vollzog sich auch in Berlin die Entwicklung erst sehr schleppend. Im Winter 1881/82 trugen, wie auch zum gleichen Zeitpunkt in Hamburg, in der Stadt anwesende Engländer das erste Association Fußballspiel aus. Dennoch geschah bis 1888 wenig. 1883 spielten Engländer und Deutsche gelegentlich auf dem Tempelhofer Feld in Berlin, im Hoppegarten, in Pankow (Schönholz) und in Nieder-Schöneweide. Erst zum Ende der 1880er Jahre setzte eine rasante Entwicklung durch die Gründung einer Vielzahl von Fußballklubs ein. Am 15. April 1888 wurde mit dem BFC Germania 1888 der älteste deutsche Fußballverein gegründet.

Die neu gegründeten Vereine organisierten sich in vielen verschiedenen Verbänden. Vor allem in Berlin gab es eine Vielzahl an parallel existierenden Fußballverbänden. Nach Berlin folgte der Süden (Südwesten) 1893 mit einem eigenen Verband, die Süd-Westdeutsche Fußball-Union, die aber auf Grund interner Streitigkeiten und der geringen Anzahl von Klubs im Süden nur zwei Jahre lang existierte. Danach folgte Hamburg/Altona mit dem Hamburg-Altonaer Fußball-Bund und Leipzig mit dem Verband Leipziger Ballspiel-Vereine und mit den Jahren weitere lokale und regionale Verbände. Dazu gehörten 1897 der Verband Süddeutscher Fußball-Vereine und ein Jahr später der Rheinische Spiel-Verband im Westen sowie der Deutsche Fußball-Bund im Jahre 1900 als Dachverband.

Von der Gründung bis 1933 Bearbeiten

Am 28. Januar 1900 trafen sich in der Gaststätte „Mariengarten“ in Leipzig die 36 Vertreter von 86 Vereinen aus dem In- und Ausland und gründeten den DFB. Die Gründungsversammlung leitete E. J. Kirmse, Vorsitzender des Leipziger Fußball-Verbandes. Ferdinand Hueppe, der den DFC Prag vertrat, wurde zum ersten Präsidenten des DFB gewählt. Eine Plakette am Gründungsgebäude in der heutigen Büttnerstraße unweit des Hauptbahnhofes erinnert Passanten an das historische Ereignis.

DFB 1911

Historisches DFB-Logo

Bereits einige Jahre vorher waren Verbände wie der Bund Deutscher Fußballspieler, der Deutsche Fußball- und Cricket-Bund und der Hamburg-Altonaer Fußball-Bund gegründet worden, die jedoch auf Teilgebiete des Deutschen Reiches beschränkt waren (im Fall des BDF auf Berlin). Die erste Meisterschaft über Stadtgrenzen hinaus wurde 1898 vom Verband Süddeutscher Fußball-Vereine ausgetragen, der sich 1903 dem DFB anschloss und dessen größter Verband wurde.

Mit Gründung des DFB durch die 86 Gründungsvereine gab es einen deutschlandweiten Führungsverband, der ab 1903 Endrunden um die deutsche Meisterschaft ausspielte. Der erste deutsche Fußball-Meister war der VfB Leipzig. Im Jahre 1904 trat der DFB per Fernschreiben als achtes Mitglied der FIFA bei.

Der DFB in der Zeit des Dritten Reichs Bearbeiten

Der DFB war Anfang der 1930er Jahre stark dem bürgerlichen Lager verbunden und mit diesem in allen seinen Gremien verwurzelt. Auch auf den herannahenden Nationalsozialismus hatte er sich nur sehr ungenügend vorbereitet.

Der Hitlergruß wurde am 7. August 1933 verbindlich im gesamten DFB eingeführt. Weiterhin wurden durch den DFB, nach der Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes durch den Reichstag am 23. März 1933, sämtliche Juden und Marxisten aus führenden Positionen entfernt, und auch als Mitglieder ausgeschlossen.

Trotz aller Treueschwüre der linientreuen Funktionäre wurde dem DFB aufgrund eines Erlass des Reichssportkommissars vom Juni 1933 die Existenzgrundlage entzogen, als 15 neue Fachverbände den alten Deutschen Reichsausschuss für Leibesübungen ersetzen und ein Fachverband Fußball gegründet wurde. Nur diese Verbände hatten noch das Recht Meisterschaften durchzuführen. Die Regional- oder Landesverbände (diese bildeten den DFB) verschwanden; an deren Stelle traten analog zu den NSDAP-Gauen 16 Gaue, mit je zehn Gauklassemannschaften.

Angesichts dieser Situation fand am 9. Juli 1933 in Berlin ein außerordentlicher Bundestag des DFB statt, der ganze 28 Minuten dauerte. Bei diesem wurde Linnemann einstimmig ermächtigt, alle personellen und sachlichen Maßnahmen einzuleiten, um den DFB in das Programm des Reichssportkommissars einzugliedern und damit eine entscheidende Umwandlung des DFB vorzunehmen. Da sich Linnemann an die Anweisungen Tschammers hielt und diese widerstandslos umsetzte, durften die gestandenen Vereine ihre Namen behalten (nur wenige z. B. SS Straßburg benannten oder gründeten sich neu), und seine alten Mitstreiter blieben im Amt. Er schaffte es auch, dass im neuen Fachverband Fußball, bis auf den Chef des Gau 3 (Berlin) Prof. Otto Glöckler, kein Neuling aus der Partei in Führungspositionen gelangte.

Auch wenn Linnemann und Nerz mit der Umgestaltung des DFB schnell fortschritten, war damit doch die eigentliche Grundlage der Existenz entscheidend entzogen. Selbst die erfolgreiche Einführung des Tschammer-Pokals als deutschen Vereinspokal, dieser kam beim Fußballvolk gut an, und im Hinblick auf den Höhepunkt Olympia 1936 konnte darüber nicht hinwegtäuschen. Als Debakel erschien dann auch die 0:2-Niederlage gegen Norwegen, bei den Olympischen Spiele in Berlin, bei dem Adolf Hitler sein erstes und letztes Länderspiel erlebte, und somit eine wichtige, bislang vorhandene, Unterstützung fehlte und letztlich auch zur Auswechselung von Nerz gegen Herberger führte. Spätestens 1938 hatten die Nationalsozialisten ihr Ziel der Zerschlagung des Arbeitersports, und damit eine der wichtigsten Stützen des deutschen Sports und folglich auch des DFB, erreicht.

Nachdem der DFB spätestens ab 1939 de facto keinerlei Existenzgrundlage mehr besaß, löste er sich schließlich am 27. April 1940 formell auf und bestimmte drei Liquidatoren, darunter Linnemann.

Nachkriegszeit und Neugründung Bearbeiten

Auf der ersten Sitzung des Exekutivkomitees nach Ende des Zweiten Weltkrieges am 10. bis 12. November 1945 in Zürich beschloss die FIFA die Sportbeziehungen im Sinne der FIFA-Statuten zu Deutschland (wie auch zu Japan) und damit zur Nationalmannschaft und allen Verbänden abzubrechen, und verfügte gleichzeitig ein Verbot an alle Mitgliedsverbände, Sportbeziehungen zu Deutschland zu unterhalten. Eine Teilnahme des (ohnehin aufgelösten) DFB und seiner Verbände an internationalen Wettbewerben war daher in den Nachkriegsjahren nicht mehr möglich.

Dies änderte sich erst wieder, als der englische Fußballverband (The FA) 1949 bei der FIFA eine Wiederzulassung Deutschlands zum internationalen Spielverkehr beantragte. Die FIFA hob daraufhin das Spielverbot gegen alle deutschen Mannschaften auf, verlangte aber am 7. Mai 1949, dass vor jedem internationalen Spiel die jeweilige Militärregierung, in deren Besatzungszone ein internationales Spiel ausgetragen werden soll, ihre Zustimmung erteilt.

Die offizielle und rechtsverbindliche Wiedergründung des DFB nach dem Krieg wurde am 21. Januar 1950 bei einer Arbeitstagung aller westdeutschen Verbände (außer Saarland) in Stuttgart beschlossen. Die endgültige Wiederaufnahme des DFB in die FIFA wurde am 22. September 1950 durch das Exekutivkomitee bei dessen Sitzung in Brüssel beschlossen, nachdem dieses bereits beim FIFA-Kongress am 22. Juni des Jahres durch den Schweizerischen Fussballverband (SFV) beantragt hatte. Der DFB und seine Verbände waren ab diesem Zeitpunkt wieder ohne Einschränkung international teilnahmeberechtigt.

Mit der Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik 1957 trat der Saarländischer Fußballverband, der zuvor eigenständiges Fifa-Mitglied war, dem DFB bei.

Im Jahr 2006 veranstaltete der DFB in Deutschland zum zweiten Mal nach 1974 die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer. Die Spiele wurden in Berlin, Dortmund, Frankfurt am Main, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Kaiserslautern, Köln, Leipzig, München, Nürnberg sowie in Stuttgart ausgetragen. Zu diesem Anlass wurden von der Bundesrepublik sowie von den Bundesländern erhebliche Investitionen in den Neubau oder Umbau der Stadien und den Ausbau der Verkehrswege vorgenommen. Der DFB wird außerdem die nächste Frauen-Weltmeisterschaft im Jahre 2011 ausrichten.

Wettbewerbe Bearbeiten

Nationale Wettbewerbe Bearbeiten

Folgende nationalen Wettbewerbe werden unter dem Dach des DFB ausgetragen:

weitere Frauen-, Jugend- und Amateurfußball-Wettbewerbe: Länderpokal, Oddset-Pokal, Oddset-Cup, DFB-Hallen-Pokal, DFB-Futsal-Cup, A-Junioren-Meisterschaft, B-Junioren-Meisterschaft, B-Juniorinnen-Meisterschaft, DFB-Junioren-Vereinspokal, DFB Ü-40-Cup.

Frühere nationale Wettbewerbe waren:

Deutsche Meisterschaft Bearbeiten

Hauptartikel: Deutsche Fußballmeisterschaft

Die Deutsche Fußballmeisterschaft ist sowohl im Männer- als auch im Frauenfußball der wichtigste nationale Titel. Der Deutsche Fußballmeister der Männer wird seit 1903 ausgespielt. Erster Titelträger war der VfB Leipzig, Rekordmeister und aktueller Titelträger 2008 ist der FC Bayern München. Bei den Frauen wird der Deutsche Meister seit 1974 ausgespielt. Erster Deutscher Meister war 1974 der TuS Wörrstadt. Mit neun Titeln ist die SSG 09 Bergisch Gladbach Rekordmeister. Aktueller Deutscher Meister ist der 1. FFC Frankfurt.

Der deutsche Fußballmeister der Männer wurde bis 1948 in einer Meisterschaftsendrunde ermittelt. Erst seit 1949 in der DDR mit der Einführung der DDR-Oberliga und noch später seit 1963 in der Bundesrepublik mit der Einführung der Fußball-Bundesliga wird der deutsche Fußballmeister in einer landesweiten Liga ausgespielt. Seit der Saison 2004/05 ist der DFB nicht mehr alleiniger Veranstalter der Fußball-Bundesliga der Männer. Er teilt sich diese Aufgabe mit der Deutschen Fußball Liga.

Der deutsche Fußballmeister der Frauen wurde bis 1990 in einer Meisterschaftsendrunde ermittelt. Hierfür qualifizierten sich die Meister der Landesverbände, die im K.-o.-System den deutschen Meister ausspielten. 1990 wurde eine zweigleisige Bundesliga gegründet. Diese Liga wird seit 1997 eingleisig geführt.

DFB-Pokal Bearbeiten

Hauptartikel: DFB-Pokal, DFB-Pokal (Frauen)

Der DFB-Pokal ist der seit 1935 ausgetragene Fußball-Pokalwettbewerb für deutsche Vereinsmannschaften. Er wird jährlich vom DFB veranstaltet und ist nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft der wichtigste Titel im nationalen Vereinsfußball.

Der Sieger des DFB-Pokal wird nach dem K.-o.-System ermittelt. Die Paarungen werden vor jeder Runde ausgelost. Für die erste Hauptrunde sind die 36 Vereine der 1. und 2. Bundesliga qualifiziert, dazu kommen 28 Mannschaften aus den unteren Ligen.

Vorgänger des heutigen DFB-Pokals als nationaler Pokalwettbewerb im deutschen Fußball war der 1935 erstmals ausgetragene Tschammerpokal, benannt nach dem damaligen Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten.

Der DFB-Pokal der Frauen wird seit 1980 ausgespielt. Für den Wettbewerb qualifizieren sich die Mannschaften der 1. und der 2. Bundesliga, die Aufsteiger in die 2. Bundesliga und die 21 Landespokalsieger. Im Gegensatz zum Männerwettbewerb dürften zweite Mannschaften nicht teilnehmen. Rekordpokalsieger ist der 1. FFC Frankfurt mit sechs Erfolgen.

Ligapokal Bearbeiten

Hauptartikel: DFL-Ligapokal

Der Ligapokal (bis 2004 DFB-Liga-Pokal, seit 2005 nach dem Namenssponsoren Premiere Ligapokal) ist - oder war - ein vom DFB erstmalig 1973, aber erst seit 1997 jährlich ausgetragener Fußball-Wettbewerb, der vor Beginn der Bundesliga-Saison ausgespielt wurde. Seit 2005 war Premiere Titelsponsor, deshalb hieß der Pokal seit der Saison 2005/06 Premiere Ligapokal. Nach Auslaufen des Drei-Jahres-Vertrages mit dem Namensgeber ist die Zukunft des Wettbewerbs ungewiss, 2008 wird er nicht stattfinden.[2]

Vorgänger des heutigen Ligapokals war der DFB-Supercup, der von 1987 bis 1996 zwischen dem Deutschen Meister und dem DFB-Pokalsieger ausgespielt wurde.

Bundespokal/Länderpokal Bearbeiten

Hauptartikel: Bundespokal, Länderpokal (DFB)

Der Bundespokal (bis 1918 Kronprinzenpokal) war ein deutscher Fußballwettbewerb, bei dem die regionalen deutschen Fußball-Verbände gegeneinander antraten. Nach Auflösung der Verbände im Jahr 1933 wurde 1935–1942 der Reichsbundpokal als Pokalwettbewerb der Fußballgaue Deutschlands ausgetragen. Als innoffizieller Nachfolger kann der Länderpokal gelten.

Im Rahmen des Länderpokals treten seit 1951 U-21-Herren-Auswahlmannschaften der Fußballlandesverbände innerhalb des DFBs gegeneinander an. Seit 1981 gibt es auch ein Turnier für U21-Frauen-Auswahlmannschaften.

Deutsche Amateurmeisterschaft Bearbeiten

Hauptartikel: Deutsche Amateurmeisterschaft (Fußball)

Mit Einführung des Vertragsspielerstatus 1950 führte der DFB den Wettbewerb um die Deutsche Amateurmeisterschaft ein. In den ersten Jahren fand das Finale unmittelbar vor dem Endspiel der Vertragsspieler statt, so dass sich die Amateurspieler vor großer Kulisse präsentieren konnten. Seit den 1980er Jahren verlor der Wettbewerb allerdings an Bedeutung und wurde schließlich 1998 eingestellt.

DFB-Hallen-Pokal Bearbeiten

Hauptartikel: DFB-Hallen-Pokal, DFB-Hallenpokal der Frauen

Der DFB-Hallen-Pokal, zeitweise auch Hallen-Masters genannt, war ein Wettbewerb im Hallenfußball, der von 1988 bis 2001 unter der Regie des DFB ausgetragen wurde. Der DFB-Hallen-Pokal war das Endturnier mehrerer Qualifikationsturniere, an denen neben Clubs der 1. und 2. Bundesliga auch Amateurmannschaften und ausländische Vereine teilnahmen.

Der DFB-Hallenpokal der Frauen ist die offizielle deutsche Hallenmeisterschaft im Frauenfußball. Der Wettbewerb wird seit 1994 ausgetragen. Austragungsort ist die Hartberghalle in Bonn. Ausgerichtet wird das Turnier vom DFB und dem SC 07 Bad Neuenahr.

Internationale Wettbewerbe Bearbeiten

Die Deutsche Fußballnationalmannschaft trat am 5. April 1908 erstmals auf der internationalen Bühne auf – und zwar in einem „freundschaftlichen Länderkampf“ gegen die Schweiz. Die Schweizer gewannen damals in Basel mit 5:3.

Seit 1954 hat das DFB-Team an allen WM- und seit 1972 an allen EM-Endrundenturnieren teilgenommen. Zu den größten Erfolgen zählen drei Weltmeistertitel (1954, 1974, 1990) und drei Europameister-Trophäen (1972, 1980, 1996). Bei der Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land (nach 1974 zum zweiten Mal in Deutschland) wurde die Deutsche Fußballnationalmannschaft WM-Dritter.

Die Frauen-Nationalmannschaft gewann die Weltmeisterschaft 2003 und 2007 sowie sechs Europameisterschaften (1989, 1991, 1995, 1997, 2001 und 2005).

Erfolge bei Fußball-Weltmeisterschaften Bearbeiten

Der DFB ist der einzige Verband bei dem sowohl die Frauen als auch die Männer Weltmeister werden konnten. Das Frauenteam ist das erste, das den Titel verteidigen und (2007) ohne Gegentor gewinnen konnte.

Fußball-Weltmeisterschaften der Männer:

Fußball-Weltmeisterschaften der Frauen:

Erfolge bei Fußball-Europameisterschaften Bearbeiten

Der DFB ist der einzige Verband bei dem sowohl die Frauen als auch die Männer Europameister werden konnten. Beide Teams sind zudem Rekordeuropameister

Fußball-Europameisterschaften der Männer:

Fußball-Europameisterschaften der Frauen:

Erfolge bei Olympischen Spielen Bearbeiten

Die Bundesrepublik und Brasilien sind die einzigen Weltmeister, die nie Olympiasieger wurden. Zur Zeit der deutschen Teilung wurde 1976 in Montreal mit der DDR-Nationalelf die einzige deutsche Nationalmannschaft Olympiasieger. Bis zum Zweiten Weltkrieg nahm die A-Nationalmannschaft Deutschlands an den Olympischen Spielen teil, später die Amateur-Auswahl und 1984 sowie 1988 die Olympia-Auswahl für die Bundesrepublik bei den Männern. (siehe Deutsche Fußballnationalmannschaft/Olympische Spiele). Bei den Frauen nahm immer die A-Nationalmannschaft teil.

Erfolge beim Konföderationen-Pokal Bearbeiten

Erfolge der Junioren und Juniorinnen Bearbeiten

  • Weltmeister 1981 der U20-Männer
  • Weltmeister 2004 der U19-Frauen
  • Europameister 1981 der U18-Männer
  • Europameister 1984 und 1992 der U16-Männer
  • Europameister 2000, 2001, 2002, 2006 und 2007 der U19-Frauen (Rekord)
  • Europameister 2008 der U17-Frauen
  • Europameister 2008 der U19-Männer
  • Gewinner des Nordic Cups (Inoffizielle EM der U23-Frauen) 1995 und 2006
  • Vizeweltmeister 1987 der U-20 Männer
  • Vizeweltmeister 1985 der U-16 Männer
  • Vizeeuropameister 1982 der U21-Männer
  • Vizeeuropameister 2002 der U19-Männer
  • Vizeeuropameister 1994 und 1998 der U18-Männer
  • Vizeeuropameister 1982 und 1991 der U16-Männer
  • Vizeeuropameister 1999 und 2004 der U19-Frauen
  • Zweiter des Nordic Cups (Inoffizielle EM der U23-Frauen) 1994, 2000, 2002, 2007 und 2008
  • Platz 3 bei der Weltmeisterschaft 2002 der U-19-Frauen
  • Platz 3 bei der Weltmeisterschaft 2008 der U-17-Frauen
  • Platz 3 bei der Weltmeisterschaft 2007 der U-17-Männer
  • Platz 3 bei der U18-EM der Männer 1986 und 2000
  • Platz 3 bei der U16-EM der Männer 1995, 1997 und 1999
  • Dritter des Nordic Cups (Inoffizielle EM der U23-Frauen) 1998
  • Halbfinalist (kein Spiel um Platz 3) bei der U19-EM der Frauen 1998, 2005 und 2008
  • Halbfinalist (kein Spiel um Platz 3) bei der U19-EM der Männer 2005 und 2007

Erfolge der Amateure Bearbeiten

  • Europameister 1974 (gemeinsam mit Jugoslawien)

Präsidenten Bearbeiten

* 2004–2006 als Doppelspitze mit Mayer-Vorfelder als Präsidenten und Zwanziger als geschäftsführenden Präsidenten. Seit September 2006 ist Theo Zwanziger alleiniger Präsident.

Mitglieder und Gliederung Bearbeiten

DFB-Mitglieder

Entwicklung der Mitgliedszahlen

Dem DFB angeschlossen sind 25.805 Vereine mit 6,35 Millionen Mitgliedern. Sie bilden 171.877 Mannschaften (Stand: 2006, Quelle: DFB). Dem DFB angeschlossen ist auch der Ligaverband, der den Lizenzfußball organisiert.

Anzumerken ist, dass der FC Büsingen, der FC der Exklave Büsingen am Hochrhein, als einziger deutscher Verein nicht dem DFB, sondern dem schweizerischen Fussballverband angeschlossen ist und dadurch an der Schweizer Meisterschaft wie auch dem Schweizer Cup teilnimmt.

Regionalverbände und ihre Landesverbände Bearbeiten

DFB-Regionalverbände

Regionalverbände des DFB

Gremien bzw. Ausschüsse des DFB Bearbeiten

  • Präsidium und Vorstand
  • Bundesgericht
  • Sportgericht des DFB
  • Ligaausschuss
  • Spielausschuss
  • Schiedsrichterausschuss
  • Jugendausschuss
  • Schulfußballausschuss
  • Mädchenfußballausschuss
  • Kontrollausschuss
  • Steuer- und Wirtschaftsausschuss
  • Ausschuss für Frauen-Fußball
  • Zentralverwaltung

Trivia Bearbeiten

Am 5. Oktober 1993 fand das erste Benefizspiel der DFB-Geschichte statt. Im Augsburger Rosenaustadion spielte die Nationalmannschaft gegen „Bundesliga international“, eine Auswahl ausländischer Bundesliga-Profis. Das Motto: „Friedlich miteinander – mein Freund ist Ausländer“.

Das Maskottchen des DFB ist seit Januar 2006 (offiziell vorgestellt am 26. März 2006) ein Adler mit schwarzem Federkleid und gelbem Schnabel mit dem Namen „Paule“.

Offizieller DFB-Song ist „Running With A Dream“. Die Idee für den DFB-Song stammt von Berti Vogts, die Musik vom Engländer Mike Batt. Die Welturaufführung fand am 6. September 1997 in Berlin statt. Die Pressemitteilung des DFB lautete hierzu: "Mit diesem Song sollen sich alle unsere Fans identifizieren. Er ist gleichzeitig Ansporn für unsere Jugend, weil er von einem Traum erzählt, der Wahrheit wird - vom Traum einer großen Karriere im Sport, den man sich hart erarbeiten kann. Der Song soll zum ständigen akustischen Markenzeichen der Nationalmannschaft werden."[3] Allerdings erhielt der Song 1998 keine große Resonanz in der Bevölkerung und erreichte nur knapp die Top 100 der deutschen Musikcharts.[4]

Engagement gegen Rassismus und Neonazismus Bearbeiten

Der DFB macht sich stark gegen Rassismus und wirbt für bessere Integration von Migranten. Hierzu wurde eigens das Amt des Integrationsbeauftragten im Vorstand des DFB geschaffen (seit 2006 hat Gül Keskinler diese Funktion inne). DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger erklärt zum Thema Integration: „Integration ist ein wichtiges gesellschaftspolitisches Thema. Deswegen sehe ich es als Pflicht für den DFB an, in dieser Sache einen Beitrag zu leisten. Ich bin überzeugt, dass der Fußball – und im Besonderen die Nationalmannschaft – dafür eine gute Plattform bietet.”[5]

Außerdem wirbt die Nationalmannschaft für die Aktion „Netz gegen Nazis“, die von der Wochenzeitung „Die Zeit“ initiiert wurde und vom DFB, der DFL, dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Deutschen Feuerwehrverband unterstützt wird. Diese Kampagne „will darüber aufklären, wie sich rechtsextremistische Tendenzen in unseren Alltag einschleichen“[6]. Die Unterstützung dieser Aktion „Netz gegen Nazis“ wurde vom Ehrenpräsidenten des DFB Gerhard Mayer-Vorfelder allerdings als „wohl etwas voreilig“ bezeichnet, weil diese „konservative Institutionen wie die Junge Freiheit oder das Studienzentrum Weikersheim in einen Topf mit Neonazis“ werfe.[7] Trotzdem hält der DFB laut Theo Zwanziger an seiner Unterstützung fest.

Der DFB bekräftigt mit seinen Aktionen „Gegen Rechts“ noch einmal das Engagement von UEFA und FIFA. Auf Anregung der Bundesregierung wurden bei der Fußball WM 2006 vor den Viertelfinalspielen Erklärungen gegen Rassismus verlesen.[8] Gleiches wiederholte sich bei den Halbfinalspielen bei der EM 2008.[9]

Siehe auch Bearbeiten

Literatur Bearbeiten

  • Deutscher Fußball Bund: 100 Jahre DFB: Geschichte des Deutschen Fußball Bundes-Berlin. Sportverlag, 1999, ISBN 3-328-00850-0 und ISBN 3-328-00870-5 (Geschenkausg.) dazu als Ergänzung:
    • Nils Havemann: Fußball unterm Hakenkreuz - Der DFB zwischen Sport, Politik und Kommerz (mit Klaus Hildebrand) Campus-Verlag: Frankfurt/am Main-New York 2005[10]
    • Fußball unterm Hakenkreuz 2005: Schriftenreihe der Bundeszentrale für Politische Bildung ; Bd. 519
  • Arthur Heinrich: Der Deutsche Fußballbund. Eine politische Geschichte. Papyrossa Verlagsges., Köln 2000, ISBN 3894381949
  • Frederic Jouon: Deutsche Sportpolitik im internationalen Kontext, am Beispiel des Fußballs. Scientia Bonnensis, Bonn 2008, ISBN 978-3-940766-02-1

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,445398,00.html
  2. "2008 kein Ligapokal", in: kicker sportmagazin 95/2007
  3. http://www.dfb.de
  4. BR-Online
  5. http://www.dfb.de/index.php?id=500014&no_cache=1&tx_dfbnews_pi1%5BshowUid%5D=14935&cHash=a970a6cf1b
  6. http://www.dfb.de/index.php?id=500014&no_cache=1&tx_dfbnews_pi1%5bshowUid%5d=14452&cHash
  7. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Juni 2008: Mayer-Vorfelder stellt sich abseits
  8. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,418983,00.html
  9. http://www.n-tv.de/Vereint_gegen_Rassismus_Ballack_verliest_Erklaerung/210620081414/983139.html
  10. Auszüge


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