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Mit Einführung des Vertragsspielerstatus 1950 führte der DFB den Wettbewerb um die Deutsche Amateurmeisterschaft ein.

Geschichte Bearbeiten

In den ersten Jahren fand das Finale unmittelbar vor dem Endspiel der Vertragsspieler statt, so dass sich die Amateurspieler vor großer Kulisse präsentieren konnten. Seit den 80er Jahren verlor der Wettbewerb allerdings an Bedeutung und wurde schließlich 1998 eingestellt.

In einem Interview mit dem Magazin Sport Bild sprach sich DFB-Präsident Theo Zwanziger für eine Wiederbelebung des Wettbewerbs aus. Auf dem DFB-Bundestag 2010 wurde beschlossen, den Wettbewerb zur Spielzeit 2012/13 im Zuge einer Reform der Regionalligen wieder auszuspielen.[1]

Rekordmeister sind die Amateure von Hannover 96, SC Jülich 1910 und Werder Bremen mit je drei Titeln.

Modus Bearbeiten

Im Laufe der Jahre hat sich der Austragungsmodus häufig geändert.

1951–1952 Bearbeiten

Für die deutsche Amateurmeisterschaft qualifizierten sich die Meister der fünfzehn Landesverbände (Anmerkung: Das Saarland gehörte zu diesem Zeitpunkt nicht zum DFB). Die Landesmeister spielten im K.-o.-System den Amateurmeister aus.

1953–1955 Bearbeiten

Die fünfzehn Landesmeister wurden in vier Gruppen eingeteilt. Innerhalb der Gruppe wurde nach dem Prinzip jeder gegen jeden mit Hin- und Rückspiel gespielt. Die vier Gruppensieger qualifizierten sich für das Halbfinale. Halbfinale und Finale wurden jeweils in einem Spiel ausgetragen.

1956–1964 Bearbeiten

Jeder Regionalverband entsandte seinen Amateurmeister in den Wettbewerb. Gespielt wurde wieder im K.-o.-System mit jeweils einem Spiel pro Runde.

1965–1977 Bearbeiten

Es qualifizierten sich wieder die sechzehn Meister der Landesverbände. Gespielt wurde weiter im K.-o.-System. Allerdings wurde das Achtel-, Viertel- und Halbfinale in Hin- und Rückspiel ausgetragen. 1977 wurde auch das Finale in Hin- und Rückspiel ausgetragen.

1978–1991 Bearbeiten

Nachdem bundesweit Oberligastaffeln eingerichtet wurden, ermittelten die acht Staffelsieger der Oberligen im K.-o.-System den deutschen Amateurmeister. Das Viertel- und Halbfinale wurden in Hin- und Rückspiel, das Finale in einem Spiel ausgetragen. 1978 und 1979 gab es auch im Finale ein Hin- und Rückspiel. Ab 1982 spielten die Vizemeister der acht Oberligen um die Amateurmeisterschaft, da die Meister um den Aufstieg in die 2. Bundesliga spielten.

1991–1994 Bearbeiten

Die Vizemeister der zehn Oberligastaffeln wurden nach geographischen Gesichtspunkten in zwei Gruppen aufgeteilt. In der Gruppe Nord spielten die Vizemeister der Staffeln Nord, Westfalen, Nordrhein, Nordost-Nord und Nordost-Mitte. In der Gruppe Süd spielten die Vizemeister der Staffeln Südwest, Hessen, Baden-Württemberg, Bayern sowie Nordost-Süd. In den Gruppen wurde einer Einfachrunde nach dem Prinzip jeder gegen jeden gespielt. Die Gruppensieger trafen im Finale aufeinander.

1995 Bearbeiten

Nach Einführung der Regionalliga spielten die Vizemeister der vier Staffeln den Amateurmeister aus. Das Halbfinale wurde in Hin- und Rückspiel, das Finale in einem Spiel ausgetragen.

1996 Bearbeiten

Es qualifizierten sich der Verlierer der Relegation zwischen den Staffelsiegern Nord und Nordost, der Dritte der Staffel West/Südwest sowie der Vizemeister und Dritte der Staffel Süd. Das Halbfinale wurde nur noch in einem Spiel ausgetragen.

1997 Bearbeiten

Es qualifizierten sich der Verlierer der Relegation zwischen den Staffelsiegern Nord und Nordost, der Dritte der Staffel Süd sowie der Vizemeister und Dritte der Staffel West/Südwest. Der Modus blieb unverändert.

1998 Bearbeiten

Die Vizemeister der Regionalligen West/Südwest und Süd sowie der Verlierer der Relegation zwischen den Meistern der Regionalligen Nord und Nordost spielten um die deutsche Amateurmeisterschaft. Gespielt wurde im Modus jeder gegen jeden. Der Amateurmeister stieg in die 2. Bundesliga auf. Danach wurde der Wettbewerb nicht mehr ausgespielt.

Alle Endspiele Bearbeiten

Saison Sieger Finalist Ergebnis Spielort
1951 ATSV Bremen 1860 Karlsruher FV 3:2 Berlin
1952 VfR Schwenningen Cronenberger SC 5:2 Ludwigshafen
1953 SSG 09 Bergisch Gladbach Homberger SV 3:2 Wuppertal
1954 TSV Marl-Hüls Spvgg. 03 Neu-Isenburg 6:1 Gelsenkirchen
1955 Sportfreunde Siegen SpVgg Bad Homburg 5:0 Wetzlar
1956 Spvgg. 03 Neu-Isenburg VfB Speldorf 3:2 Berlin
1957 VfL Benrath Alemannia 90 Berlin 4:2 Hannover
1958 FV Hombruch 09 ASV Bergedorf 85 3:1 Dortmund
1959 FC Singen 04 SV Arminia Hannover 3:2 Offenburg
1960 Hannover 96 Amateure BV Osterfeld 1:1 n.V., 3:0 Herford
1961 Holstein Kiel Amateure SV Siegburg 04 5:1 Hannover
1962 SC Tegel TuRa Bonn 1:0 Wuppertal
1963 VfB Stuttgart Amateure VfL Wolfsburg 1:0 Kassel
1964 Hannover 96 Amateure SV Wiesbaden 2:0 Hagen
1965 Hannover 96 Amateure SV Wiesbaden 2:1 Siegen
1966 Werder Bremen Amateure Hannover 96 Amateure 5:1 Herford
1967 STV Horst-Emscher Hannover 96 Amateure 2:0 Herford
1968 VfB Marathon Remscheid FC Wacker München 5:3 n.V. Bochum
1969 SC Jülich 1910 SpVgg Erkenschwick 2:1 Krefeld
1970 SC Jülich 1910 Eintracht Braunschweig Amateure 3:0 Siegen
1971 SC Jülich 1910 VfB Stuttgart Amateure 1:0 Würzburg
1972 FSV Frankfurt TSV Marl-Hüls 2:1 Neuwied
1973 SpVgg 05 Bad Homburg 1. FC Kaiserslautern Amateure 1:0 Offenbach am Main
1974 SSV Reutlingen 05 VfB Marathon Remscheid 2:2 n.V., 2:1 Worms
1975 VfR OLI Bürstadt SC Victoria Hamburg 3:0 Ludwigsburg
1976 SV Holzwickede VfR OLI Bürstadt 1:0 Oldenburg
1977 Fortuna Düsseldorf Amateure SV Sandhausen 1:0 und 2:2 Düsseldorf und Sandhausen
1978 SV Sandhausen ESV Ingolstadt 2:0 und 1:1 Ingolstadt und Sandhausen
1979 ESV Ingolstadt Hertha Zehlendorf 4:1 und 0:1 Ingolstadt und Berlin
1980 VfB Stuttgart Amateure FC Augsburg 2:1 Stuttgart
1981 1. FC Köln Amateure FC St. Pauli 2:0 Köln
1982 1. FSV Mainz 05 Werder Bremen Amateure 3:0 Mainz
1983 FC 08 Homburg Bayern München Amateure 2:0 n.V. Homburg
1984 Offenburger FV SC Eintracht Hamm 4:1 Offenburg
1985 Werder Bremen Amateure DSC Wanne-Eickel 3:0 Bremen
1986 BVL 08 Remscheid VfR Bürstadt 2:1 n.V. Remscheid
1987 MSV Duisburg Bayern München Amateure 4:1 Duisburg
1988 Eintracht Trier VfB Oldenburg 0:0 n.V., 5:4 n.E. Oldenburg
1989 Eintracht Trier SpVgg Bad Homburg 1:1 n.V., 5:4 n.E. Trier
1990 FSV Salmrohr Rheydter Spielverein 2:0 Salmrohr
1991 Werder Bremen Amateure Spvgg 07 Ludwigsburg 2:1 Ludwigsburg
1992 Rot-Weiss Essen SpVgg Bad Homburg 3:2 n.V. Essen
1993 SV Sandhausen Werder Bremen Amateure 2:0 Sandhausen
1994 Preußen Münster Kickers Offenbach 1:0 Offenbach am Main
1995 VfL Osnabrück Stuttgarter Kickers 4:2 n.V. Stuttgart
1996 SSV Ulm 1846 VfR Mannheim 2:1 Ulm
1997 SSV Reutlingen 05 Rot-Weiß Oberhausen 2:1 Oberhausen
1998 Tennis Borussia Berlin Endrunde mit Kickers Offenbach und Sportfreunde Siegen Siegen - Offenbach 4:0
Offenbach - Berlin 1:2
Berlin - Siegen 2:0

Weblinks Bearbeiten

Anmerkungen Bearbeiten

  1. Der angenommene Antrag auf dem DFB-Bundestag 2010 - Erwähnung in den Abschnitten I. 2 und II. 1
en:German amateur football championship


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
Lokale Autorenseite, Lizenz: GFDL, CC-by-sa 3.0

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