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Info icon 002  Die nachfolgend beschriebene Vereinigung ist nicht mehr aktiv und hat sich mittlerweile aufgelöst.

Deutsch-Soziale Bewegung (DSB) ist der Name einer ehemaligen deutschen politischen Gruppierung. Die DSB wurde von Karl-Heinz Priester gegründet und bestand zwischen 1951 und 1967 und hatte ihren Sitz in Wiesbaden.

Geschichte Bearbeiten

Die Deutsch-Soziale Bewegung ging aus der „Nationaldemokratischen Partei – Deutsche Reichspartei“ hervor, die um 1950 gegründet wurde. Priesters Partei kooperierte mal mehr, mal weniger erfolgreich mit anderen rechtsnationalen Parteien und Gruppierungen. So auch mit der 1952 verbotenen Sozialistischen Reichspartei.

Bereits um Oktober 1950 traf Priester während eines Kongresses der neofaschistischen MSI auf den Schweden Per Engdahl, der von Malmö aus die „Neuschwedische Bewegung“ leitete. Engdahl war bestrebt, alle nach Kriegsende entstandenen rechtsnationalen Parteien und Bewegungen unter seiner Führung zu vereinen und so wurde Karl-Heinz Priester bereits 1951 „deutscher Spracher“ der Europäischen Sozialen Bewegung (ESB). Fast zeitgleich gründete Priester Anfang Mai 1951 die Deutsch-Soziale Bewegung, die im Rahmen der ESB agierte.[1] Politisch orientierten sich die Verbände der ESB in Auszügen an das national-europäische Konzept der alten italienischenMussolini-Bewegung“ (Faschismus).

Ab 1952 begann die DSB eine enge Zusammenarbeit mit der von August Haussleiter gegründeten „Deutschen Gemeinschaft“ (DG) und 1953 erfolgte ihr Eintritt zur „Nationalen Sammlung“, der auch die Deutsche Gemeinschaft und der „Deutsche Block“ angehörten. Die Deutsch-Soziale Bewegung unterstützte die in Spanien herrschenden Franco-Partei und unterstützte ferner alle arabischen Unabhängigkeitsbewegungen. Ab 1960 begann die DSB unter Priester die Planung einer neuen Partei, die alle in der Bundesrepublik Deutschland vertreten Rechtsparteien umfassen und den Namen „Sammlung der Reichstreuen“ tragen sollte. Doch Pfingsten 1960 ereilte Karl-Heinz Priester ein Schlaganfall, von dem er sich nicht erholen sollte.

Mit dem Tode ihres Parteigründers Priesters (April 1961) geriet die Deutsch-Soziale Bewegung in die politische Bedeutungslosigkeit und bis 1964 waren die meisten ihrer Mitglieder bereits zur NPD übergetreten. 1967 wurde die DSB nach fast drei Jahren Inaktivität aufgelöst und ihr Vermögen und der restliche Mitgliederbestand in die NPD überführt.

Siehe auch Bearbeiten

Einzelnachweis Bearbeiten

  1. http://www.apabiz.de/archiv/material/Profile/ESB.htm

Literatur Bearbeiten

  • Hans Frederik (Hrsg.): NPD - Gefahr von rechts?, Verlag Politisches Archiv München-Inning 1966