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Corps Marchia Bochum

Band des Corps Marchia Bochum

Das Corps Marchia Bochum war eine Studentenverbindung an der Ruhr-Universität Bochum. Es wurde am 4. März 1966 von Kösener Corpsstudenten gestiftet und bildete zusammen mit dem Corps Neoborussia den Bochumer SC. Marchia trat aus dem Kösener Senioren-Convents-Verband am 10. Februar 1971 aufgrund der Aufgabe der Mensur aus und suspendierte ihren Aktivenbetrieb kurz darauf.[1]

Geschichte Bearbeiten

Das Corps hatte laut der Westfälischen Rundschau einen guten Kontakt zur NPD.[2] Marchia Bochum organisierte im Februar 1967 im Rahmen einer Veranstaltungsreihe in Bochum eine der ersten großen politischen Veranstaltungen an der jungen Universität in Form einer Podiumsdiskussion über die NPD. Hierzu wurden Adolf von Thadden (stellvertretender Vorsitzender der NPD) und die Diskutanten Peter Bender (Redakteur und Kommentator beim WDR), Dettmar Cramer (Korrespondenz für die FAZ) und Herr Schmitt-Heuer[3] eingeladen. Dazu gab es im Vorfeld Proteste von dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) und dem Sozialdemokratischen Hochschulbund (SHB). Er wurde im Saal mit „wohlwollendem Beifall“ begrüßt.[4]

Kurt Biedenkopf, damals Dekan der Abteilung für Rechtswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum[5], hielt anlässlich des einjährigen Bestehens des Corps am 4. März 1967 einen Vortrag über die Entwicklung der Ruhr-Universität.[6]

In der Zeit ihres Bestehens hatte sie insgesamt 22 Mitglieder.[7]

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Paulgerhard Gladen: Die Kösener und Weinheimer Corps. Ihre Darstellung in Einzelchroniken. WJK-Verlag, Hilden 2007, ISBN 978-3-933892-24-9, S. 105.
  2. Peter Köpf: Der Querdenker: Kurt Biedenkopf, eine Biografie. Frankfurt, 1999, ISBN 9783593362700, Seite 57
  3. Bochumer Studenten Zeitung. Allgemeiner Studentenausschuss der Ruhr-Universität Bochum, 1. März 1967, abgerufen im 29. Mai 2017.
  4. Peter Dohms, Johann Paul: Die Studentenbewegung von 1968 in Nordrhein-Westfalen. Rheinlandia Verlag, 2008, Seite 132
  5. pixxldealer - Jens Reichelt Kommunikationsdesign: Tabellarischer Lebenslauf | Kurt Biedenkopf. Abgerufen im 29. Mai 2017.
  6. https://books.google.de/books?id=9XvtQgAACAAJ
  7. Kösener Corpslisten 1971, 145 (S. 18)
 


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