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Der Christliche Gewerkschaftsbund (CGB) ist ein Dachverband von 16 Einzelgewerkschaften mit über 300.000 Mitgliedern. Er ist damit der drittgrößte Gewerkschaftsdachverband in Deutschland, neben dem DGB und dem DBB. Er hat seinen Sitz in Berlin.

Die in den Mitgliedsgewerkschaften freiwillig zusammengeschlossenen Arbeitnehmer und Beamte vertreten eine christlich-soziale Ordnungsvorstellung.


Geschichte Bearbeiten

Der CGB ging aus den "Arbeitervereinen" im frühen 19. Jahrhundert hervor. Aus ihnen entstand 1899 in Mainz auf dem ersten Christlichen Gewerkschaftskongress, der "Gesamtverband Christlicher Gewerkschaften". 1933 wurde die Vereinigung und deren Mitgliedsgewerkschaften gewaltsam aufgelöst, doch wurden nach 1945 bald wieder neue Gewerkschaften und Dachverbände gegründet. So entstanden der DGB und der DBB. Eine christliche Dachorganisation gab es zunächst nicht. Erst im Jahr 1955 vereinigten sich die inzwischen wieder gegründeten christlichen Arbeitergewerkschaften zur "Christlichen Gewerkschaftsbewegung Deutschlands" (CGD). Aus dieser Bewegung entstand am 27. Juni 1959 in Mainz der Christliche Gewerkschaftsbund Deutschlands (CGB). 1971 gehörten dem CGB rund 190.000 Mitglieder an.

Bundesvorsitzender ist Matthäus Strebl, seine Vorgänger waren Wolfgang Jaeger und davor Peter Konstroffer.


Einzelgewerkschaften des CGB mit ihren SitzenBearbeiten

  • Christliche Gewerkschaft Metall]] (CGM) in Stuttgart
  • Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen]] (GÖD) in Berlin
  • Arbeitnehmerverband deutscher Milchkontroll- und Tierzuchtbediensteter (ADM) in Kleinromstedt
  • Christliche Gewerkschaft Postservice und Telekommunikation (CGPT) in Bonn
  • Deutscher Handels- und Industrieangestellten-Verband (DHV) in Hamburg
  • Verein katholischer deutscher Lehrerinnen (VkdL) in Essen
  • Arbeitnehmerverband land- und ernährungswirtschaftlicher Berufe (ALEB) in Hude
  • Bund der Hotel-, Restaurant- und Cafeangestellten (Union Ganymed) in Bonn
  • Christliche Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (CGBCE) in Saarbrücken
  • Christliche Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner (CGDE) in Saarbrücken
  • Deutscher land- und forstwirtschaftlicher Angestellten-Bund (DLFAB) in Barsinghausen
  • Verband Deutscher Techniker (VDT) in Hamburg
  • Kraftfahrergewerkschaft (KFG) in Duisburg
  • Beschäftigtenverband Industrie, Gewerbe, Dienstleistung e. V. (BIGD) in Duisburg
  • Gewerkschaft für Kunststoffgewerbe und Holzverarbeitung im CGB e.V. (GKH) in Paderborn
  • Gewerkschaft Trockenbau Ausbau e. V. (GTA) in Augsburg

Tarifgemeinschaft für ZeitarbeitBearbeiten

Im Herbst 2002 haben sich 6 CGB Mitgliedsgewerkschaften zur CGZP Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und PersonalService-Agenturen zusammen geschlossen.

Die CGZP ist als Tarifpartner in der Branche der Zeitarbeit anerkannt. Im Jahre 2003 hat sie mit drei Arbeitgeberverbänden bundesweit geltende Flächentarifverträge] abgeschlossen. Die Tarifpartner, die Bundesvereinigung deutscher Dienstleistungsunternehmen (BVD), die Interessengemeinschaft Nordbayerischer Zeitarbeitsunternehmen (INZ) und die Mittelstandsvereinigung Zeitarbeit (MVZ) organisieren einen erheblichen Teil der mittelständischen Unternehmen in der Branche der Zeitarbeit. Heute sind die Arbeitgeberverbände INZ und MVZ zum Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister (AMP) fusioniert, der die Tarifpartnerschaft mit der CGZP weiterführt. Darüber hinaus hat die CGZP zahlreiche Haustarifverträge abgeschlossen, deren Rechtmäßigkeit noch geklärt wird.

Weblinks Bearbeiten

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