FANDOM


Carol Corbu (* 8. Februar 1946 in Văleni-Podgoria, Kreis Argeș) ist ein ehemaliger rumänischer Dreispringer. Er gewann zwei Medaillen bei Europameisterschaften und fünf Medaillen bei Halleneuropameisterschaften.

Karriere Bearbeiten

Corbu sprang 1969 bei der noch inoffiziellen Halleneuropameisterschaft, den Europäischen Hallenspielen in Belgrad, 16,20 Meter und belegte damit den dritten Platz hinter Nikolai Dudkin aus der Sowjetunion und dem Ungarn Zoltan Cziffra. In der Freiluftsaison 1969 gewann er den ersten von acht rumänischen Meistertiteln im Dreisprung, 1975 siegte er auch im Weitsprung. Bei der Freilufteuropameisterschaft 1969 in Athen sprang Corbu mit Windunterstützung 16,56 Meter weit und belegte den vierten Platz hinter Wiktor Sanejew aus der Sowjetunion, dem Ungarn Cziffra und Klaus Neumann aus der DDR. 1970 fand in Wien die erste offizielle Halleneuropameisterschaft (Hallen-EM) statt, mit 16,35 Metern belegte Corbu den sechsten Platz.

1971 bei der Hallen-EM in Sofia sprangen Wiktor Sanejew und Carl Corbu beide 16,83 Meter weit, Sanejew erhielt die Goldmedaille, da jeder seiner anderen fünf Versuche weiter war als Corbus zweitbester Sprung. Bei der Freilufteuropameisterschaft 1971 in Helsinki gewann Jörg Drehmel aus der DDR, hinter Sanejew belegte Corbu mit 16,87 Metern den dritten Platz. Wie im Vorjahr erhielt Corbu auch bei der Hallen-EM 1972 in Grenoble die Silbermedaille, mit 16,89 Metern lag er acht Zentimeter hinter Sanejew. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München gewann Sanejew nach 1968 seine zweite Goldmedaille; hinter Jörg Drehmel und dem Brasilianer Nelson Prudencio belegte Corbu mit 16,85 Metern den vierten Platz. Seine einzige internationale Goldmedaille ersprang Corbu bei der Hallen-EM 1973 in Rotterdam. Mit 16,80 Metern hatte er fünf Zentimeter Vorsprung auf den Polen Michal Joachimowski.

Bei der Hallen-EM 1974 in Göteborg trat Corbu nach dem zehnten Platz im Weitsprungwettbewerb nicht zum Dreisprung an. Bei der Freilufteuropameisterschaft 1974 in Rom hatte Corbu mit 16,68 Metern zwar 55 Zentimeter Rückstand auf Wiktor Sanejew, gewann aber gleichwohl die Silbermedaille vor dem Polen Andrzej Sontag, Drehmel und Joachimowski belegten die Plätze vier und fünf. Wie im Vorjahr in Göteborg blieb Corbu auch bei der Hallen-EM 1975 in Kattowitz ohne Medaille: mit 16,66 Metern war er Vierter im Dreisprung, tags darauf erreichte er im Weitsprung mit 7,64 Metern den fünften Platz. Bei der Hallen-EM 1976 in München gelang Corbu mit 16,75 Metern der Sprung zur Silbermedaille hinter Wiktor Sanejew, der mit 17,10 Metern allerdings abermals einen beträchtlichen Vorsprung hatte. In der Freiluftsaison gewann Sanejew bei den Olympischen Spielen 1976 seine dritte Goldmedaille, Corbu belegte in Montreal mit 16,43 Metern den achten Platz. Zum Abschluss seiner Karriere gelang Corbu bei der Hallen-EM 1978 in Mailand mit 16,41 Metern noch einmal ein vierter Platz, bei der Freilufteuropameisterschaft 1978 in Prag belegte er mit 16,02 Metern den vierzehnten Platz.

Bei einer Körpergröße von 1,97 Meter hatte Corbu ein Wettkampfgewicht von 85 Kilogramm.

Persönliche Bestleistungen Bearbeiten

  • Weitsprung: 7,92 Meter (1972, Halle)
  • Dreisprung: 17,12 Meter (1971)

Literatur Bearbeiten

  • Real Federacion Espanola de Atletismo: European Indoor Handbook. Madrid 2005, ISBN 84-87704-89-1

Weblinks Bearbeiten

Fairytale kdmconfig Profil: Corbu, Carol
Beruf rumänischer Dreispringer
Persönliche Daten
Geburtsdatum 8. Februar 1946
Geburtsort Văleni-Podgoria, Kreis Argeș


Info Sign Dieser Wikipedia-Artikel wurde, gemäß GFDL, CC-by-sa mit der kompletten Versionsgeschichte importiert.

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki