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Björn Harmsen
Bjoern Harmsen 111029
Spielerinformationen
Geburtstag 19. Juli 1982
Geburtsort Göttingen, Deutschland
Vereine als Trainer
2005–2006 DeutschlandFlag of Germany POM baskets Jena (AC)
2006–2008 DeutschlandFlag of Germany Science City Jena
2008–2011 DeutschlandFlag of Germany Mitteldeutscher BC
2011–2012 DeutschlandFlag of Germany LTi Gießen 46ers
Seit 0 2013 DeutschlandFlag of Germany Science City Jena


Björn Harmsen (* 19. Juli 1982 in Göttingen) ist ein deutscher Basketballtrainer. Harmsen spielte nur in der Jugend auf hohem Niveau Basketball und konzentrierte sich dann wegen fehlender Perspektive als Spieler auf eine Karriere als Trainer. 2007 war er mit knapp 25 Jahren der jüngste Basketball-Bundesligatrainer in der höchsten deutschen Spielklasse, als er mit der aus dem TuS Jena hervorgegangenen Profiteam POM baskets in die BBL aufstieg.

Laufbahn Bearbeiten

Der aus Göttingen stammende Harmsen kam während seiner Schulzeit mit dem Basketballsport in Kontakt, der in Göttingen große Tradition genießt. Später übte er nach einem Umzug den Sport am Sportgymnasium in Jena aus.[1] Nach dem Abitur war er während seines Zivildienstes Nachwuchstrainer in Jena. Für einen geplanten Studienbeginn zog er ins fränkische Bamberg und widmete sich dort aber schließlich ganz der Tätigkeit als Basketballlehrer. Während seiner Tätigkeit als Nachwuchstrainer hospitierte er beim Bundesligateam der brose Baskets, die von Bundestrainer Dirk Bauermann trainiert wurden. Nach einem Jahr kehrte er nach Jena zurück und wurde dort Nachwuchstrainer und zudem Assistent von Frank Menz bei den POM baskets in der 2. Basketball-Bundesliga. 2006 folgte er mit 24 Jahren Menz als Cheftrainer nach. In seiner ersten Saison als Cheftrainer einer Seniorenmannschaft wurde er mit den POM baskets überraschend Erster der Gruppe Süd in der Zweiten Liga, die danach durch die bundesweite Pro A abgelöst wurde. Als Aufsteiger in die BBL unter dem neuen Namen Science City Jena hatte das Team mit dem jungen Trainer, in dessen Mannschaft einige Spieler älter waren als ihr Trainer, auch aufgrund des im Vergleich zu den anderen Mannschaften geringen Etats wenig Erfolg, so dass Harmsen als Cheftrainer im Februar 2008 ersetzt wurde.[2] Harmsen hospitierte nach seiner Entlassung insbesondere in Spanien bei Trainer Sergio Scariolo, der später Trainer des Basketball-Weltmeisters Spanien wurde.[1]

Zur Saison 2008/09 wurde Harmsen Cheftrainer beim Mitteldeutschen BC aus Weißenfels und konnte diesen wiederum im ersten Jahr zur Meisterschaft der Pro A und zum Aufstieg in die BBL führen. Dafür wurde er zum zweiten Mal zum Trainer des Jahres in der zweiten Liga gewählt nach seinem Aufstieg mit Jena 2007.[3] Seine zweite Erstligasaison verlief erfolgreicher als seine erste mit Jena. Trotz eines vergleichsweise geringen Etats kam der MBC unter Harmsen zeitweise in den Bereich der Play-Off-Plätze und hatte mit dem Abstieg nichts zu tun. Die folgende Saison startete man mit hohen Erwartungen, wollte sich weiter etablieren und um die Play-off-Plätze mitspielen. Nach mäßigem Saisonstart fand man sich für den größten Teil der Saison auf den letzten vier Plätzen in der Liga wieder. Nach einer Bauchspeicheldrüsenentzündung im Februar 2011 ließ sich Harmsen krankheitsbedingt beurlauben und sein bisheriger Co-Trainer und Vertreter Anton Mirolybov konnte das Ruder nicht herumreißen, so dass der MBC im Saisonendspurt noch vom Aufsteiger BBC Bayreuth überholt wurde und wieder abstieg. Nach dem Abstieg trennten sich der MBC und Harmsen endgültig.[4]

Daraufhin wurde er am 30. Mai 2011 von den Gießen 46ers als neuer Head Coach vorgestellt. Mit den 46ers kämpfte Harmsen wie in den Vorjahren die gesamte Spielzeit 2011/2012 um den Klassenerhalt. Trotzdem stärkte der Verein dem Trainer den Rücken und verlängerte Ende März den Vertrag um zwei Jahre, wobei dieser jedoch nur Gültigkeit für die höchste Spielklasse hatte.[5] Am letzten Spieltag stiegen die Gießener durch eine Niederlage gegen den direkten Konkurrenten Phoenix Hagen ab. Damit war die Vertragsverlängerung hinfällig. Obwohl die Gießener offiziell die Bewerbung für eine Wildcard zum Erstligaverbleib ankündigten,[6] reaktivierten sie den Vertrag mit Harmsen nicht, sondern beendeten das Vertragsverhältnis zum Saisonende.[7]

Nach einer längeren Auszeit wurde Harmsen zur Saison 2013/2014 erneut Headcoach von Science City Jena in der Pro A. Bereits von 2005 bis 2008 war Harmsen für den Verein tätig. Er führte Jena in der Saison 2015/16 zum ProA-Meistertitel.[8] Mitte Dezember 2017 wurde sein Vertrag in Jena mit unbefristeter Laufzeit verlängert.[9]

Erfolge und Ehrungen Bearbeiten

Veröffentlichungen Bearbeiten

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Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. 1,0 1,1 Homestory: Björn Harmsen. Basketball-Bundesliga, 20. März 2010, abgerufen am 21. März 2010 (Pressemitteilung des MBC im Newsarchiv).
  2. Sean McCaw neuer Trainer in Jena. Basketball-Bundesliga, 11. Februar 2008, abgerufen am 21. März 2010 (Pressemitteilung von Science City Jena im Newsarchiv).
  3. Awards 2009: Harmsen, Bernard und Lischka haben die Nase vorn – Pelzer bester Schieri. DieJungeLiga.de, 23. April 2009, abgerufen am 21. März 2010 (Pressemitteilung).
  4. MBC und Harmsen trennen sich. In: easycredit-bbl.de. Basketball-Bundesliga, 28. April 2011, abgerufen am 28. April 2011.
  5. LTi Gießen 46ers verlängern Björn Harmsens Vertrag um zwei Jahre. Gießener Allgemeine Zeitung, 30. März 2012, abgerufen am 24. Mai 2012.
  6. LTi 46ers Gießen bewerben sich um Wildcard. Gießener Allgemeine Zeitung, 9. Mai 2012, abgerufen am 24. Mai 2012.
  7. LTi Gießen 46ers trennen sich von Trainer Björn Harmsen. Gießener Allgemeine Zeitung, 24. Mai 2012, abgerufen am 24. Mai 2012.
  8. 2. Basketball-Bundesliga | ProA Meister 2015/16: Science City Jena. In: www.zweite-basketball-bundesliga.de. Abgerufen am 20. Mai 2016.
  9. Tom Prager: Abkommen für die Ewigkeit: Harmsen erhält unbefristeten Vertrag. In: Ostthüringer Zeitung. 16. Dezember 2017, abgerufen am 16. Dezember 2017.


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