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Axel Kruse
Geburtstag 28. September 1967
Geburtsort WolgastDDR
Position Stürmer
Vereine in der Jugend
1974–1976
1976–1981
1981–1985
Dynamo Wolgast
Motor Wolgast
Hansa Rostock
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele, (Tore)1
1985–1989
1989–1991
1991–1993
1993–1996
1994
1996–1998
Hansa Rostock
Hertha BSC
Eintracht Frankfurt
VfB Stuttgart
FC Basel (Leihe)
Hertha BSC
79 (14)
24 0(9)
54 (14)
64 (14)

40 (15)
Nationalmannschaft
1985
1987
DDR U-21
DDR
1 (0)
0
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Axel Kruse (* 28. September 1967 in Wolgast) ist ein ehemaliger deutscher Fußball- und American-Football-Spieler.

Karriere Bearbeiten

Verein Bearbeiten

Axel Kruse spielte zwischen 1974 und 1976 in seinem Heimatort bei Dynamo Wolgast, um dann 1976 zur BSG Motor Wolgast zu wechseln. 1981 wurde er von Hansa Rostock als Talent entdeckt und trainierte dort mit den späteren Profifußballern Jens Dowe, Florian Weichert, Thomas Doll und Volker Röhrich im Jugendinternat des Vereins. Im Alter von 18 rückte Kruse zur Saison 1985/86 in den Profikader des Vereins und wurde dort schnell zum Stammspieler.

Als Spieler von Hansa Rostock flüchtete er am 8. Juli 1989 bei einem Auswärtsspiel in Kopenhagen mit Hilfe von Freunden in den Westen Deutschlands. Dort schloss er sich dem damaligen Zweitligisten Hertha BSC, bei dem er inzwischen Vereinsmitglied ist, an. Allerdings erteilte ihm die Fifa zunächst keine Spielerlaubnis, so dass Kruse erst ab dem 24. Spieltag für den Verein spielen durfte. Trotzdem war er in dieser Saison zusammen mit Fred Klaus mit sieben Treffern der beste Angreifer der Hertha.[1] Gleich in seinem ersten Spiel am 24. Februar 1990 gegen den MSV Duisburg traf der Stürmer zum 3:0-Endstand.[2] Am Ende der Saison stieg er als Tabellenerster mit der Hertha auf. In der Bundesliga gab er dann am 9. August 1990 zum Eröffnungsspieltag gegen den FC St. Pauli seine Premiere in Deutschlands höchster Spielklasse.[3] Bis zur Winterpause konnte Kruse mit seinem Team nur einmal gewinnen: Am 11. Spieltag erzielte er gegen Eintracht Frankfurt den Treffer zum 1:0-Sieg.[4]

Im Winter der Saison 1990/91 wechselte der Angreifer zu Eintracht Frankfurt, die zu dieser Zeit in der Spitzengruppe der Liga stand. Bei den Frankfurtern war mit Anthony Yeboah, Lothar Sippel und Janusz Turowski die Konkurrenz zwar groß[5], trotzdem setzte sich Kruse durch und konnte in 12 Partien drei Tore erzielen. Im Folgejahr hatte es der Ex-Rostocker schwer. Hinter Yeboah, Sippel und dem Eintracht-Rückkehrer Jørn Andersen war er nur Stürmer Nummer vier.[6] Am Ende der Saison verpassten die Eintrachter durch eine Niederlage am letzten Spieltag gegen die bereits als Absteiger feststehende Mannschaft Hansa Rostock die Meisterschaft und fiel auf Rang drei zurück. Auch in der Spielzeit 1992/93 gelang es Kruse nicht sich als Stammkraft zu etablieren. Er absolvierte mit 28 Einsätzen zwar die viertmeisten seiner Mannschaft[7], wurde dabei aber 18 Mal ein- oder ausgewechselt.[8] Aus diesem Grund wechselte er nach Ende der Spielzeit zu Ligakonkurrenten VfB Stuttgart.

Bei Stuttgart erlebte er 1993 ein schwarzes erstes Jahr. Er kam nur zwei Mal über die vollen 90 Minuten eines Spiels zum Einsatz und konnte keinen Treffer erzielen. Im April entschieden sich die VfB-Verantwortlichen, den ehemaligen DDR-Juniorennationalspieler in die Schweiz an den FC Basel auszuleihen. Im Sommer 1994 kehrte Kruse zum VfB zurück und war dort in der Saison 1994/95 zusammen mit Giovane Elber mit acht Treffer zweitbester Torschütze des Teams. Nur Fredi Bobic war um fünf Tore besser.[9] Nach einem weiteren Jahr, in dem er nur als Einwechselspieler zum Zuge kam, wechselte er 1996 erneut zu Hertha BSC.

Dort wurde Kruse auf Anhieb Kapitän der Mannschaft. Wie schon 1989 schaffte der Verein 1996/97 mit ihm den Aufstieg in die Bundesliga; mit 15 Treffern war er mit Abstand bester Angreifer der Berliner. In der Bundesliga spielte er dann noch 11 Spiele für Berlin, ehe er am 14. Spieltag seine letzte Profipartie bestritt. Gegen den TSV 1860 München wurde Kruse in der 41. Minute für Alphonse Tchami eingewechselt.[10]

1998 musste er nach einer Knieverletzung seine Fußballlaufbahn beenden. Grund für das Karriereende war ein Zusammenstoß am 4. Oktober 1997 mit Torhüter Jens Lehmann vom FC Schalke 04. Kruse war nach diesem Zusammenstoß bewusstlos, zog sich eine Gehirnerschütterung zu und riss sich die Patellasehne.[11]

Nationalmannschaft Bearbeiten

Axel Kruse bestritt in seiner Jugend elf U-17-, 15 U-18- und sechs U-19-Partien sowie ein U-21-Spiel für die DDR. 1986 wurde er außerdem Europameister der A-Junioren.

Nach der aktiven Fußballkarriere Bearbeiten

Kruse startete einen vergleichbaren Neuanfang wie Manfred Burgsmüller und wurde American Footballer bei Berlin Thunder. Von 1999 bis 2003 erzielte er als Kicker 130 Punkte, war Top-Scorer und holte mit dem Team zwei World Bowl-Titel.

Bis zum Sommer 2007 war Axel Kruse als Chef-Trainer bei SV Tasmania Gropiusstadt 73 in der Verbandsliga Berlin angestellt. Dies ist die Nachfolger-Mannschaft von SC Tasmania 1900 Berlin, des Vereines der 1965/66 für ein Jahr Mitglied der Fußball-Bundesliga war und als schlechtestes Team überhaupt in die Bundesliga-Geschichte einging.

Später arbeitete er als Moderator einer eigenen Sportsendung im Fernsehen. Aktuell ist Kruse Geschäftsführer der Film- und Fernsehproduktionsfirma farbfilm media in Berlin und arbeitet zudem als Experte und Reporter für Sport1 und das Pay TV Angebot der Telekom LIGA!total.

Erfolge Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Hertha BSC: Der Kader 1989/1990 auf fussballdaten.de
  2. Spielstatistik MSV Duisburg - Hertha BSC 0:3 (0:0) vom 24. Februar 1990 auf fussballdaten.de
  3. Spielstatistik Hertha BSC - FC St. Pauli 1:2 (1:0) vom 9. August 1990 auf fussballdaten.de
  4. Spielstatistik Hertha BSC - Eintracht Frankfurt 1:0 (1:0) vom 20. Oktober 1990 auf fussballdaten.de
  5. Eintracht Frankfurt: Der Kader 1990/1991 auf fussballdaten.de
  6. Eintracht Frankfurt: Der Kader 1991/1992 auf fussballdaten.de
  7. Eintracht Frankfurt: Der Kader 1992/1993 auf fussballdaten.de
  8. Die Spiele der Bundesliga 1992/1993 für Eintracht Frankfurt auf fussbaldaten.de
  9. VfB Stuttgart: Der Kader 1994/1995 auf fussballdaten.de
  10. Spielstatistik Hertha BSC - TSV 1860 München 2:0 (2:0) vom 8. November 1997 auf fussballdaten.de
  11. Axel Kruse steigt aus vom 15. August 1998 auf tagesspiegel.de
Fairytale kdmconfig Profil: Kruse, Axel
Platzhalter
Beruf deutscher Fußball- und Footballspieler
Persönliche Daten
Geburtsdatum 28. September 1967
Geburtsort Wolgast



Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
Lokale Autorenseite, Lizenz: GFDL, CC-by-sa 3.0

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