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Jussupow-Artur
Artur Jussupow, 2006
Name Artur Majakowitsch Jussupow
Verband DeutschlandFlag of Germany Deutschland
Titel Großmeister
Aktuelle Elo-Zahl 2578 (August 2017)
Beste Elo-Zahl 2680 (Juli 1995)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Artur Jussupow (zuvor russisch: Артур Маякович Юсупов/Artur Majakowitsch Jussupow, wiss. Transliteration: Artur Majakovič Jusupov; * 13. Februar 1960 in Moskau) ist ein deutscher Schachspieler russischer Herkunft.

Turnierspieler Bearbeiten

Arthur Jussupow

Artur Jussupow, 2008

Artur Jussupow, ein Schüler des Elitetrainers Mark Dworezki, durchlief die Sowjetische Schachschule und wurde 1977 Juniorenweltmeister U20. Bei seiner ersten Teilnahme an der Landesmeisterschaft der Sowjetunion 1979 in Minsk belegte er sensationell den zweiten Platz. Er ist seit 1980 Großmeister.

Er nahm mehrmals an Qualifikationswettkämpfen für die Schachweltmeisterschaft teil und erreichte dabei dreimal das Halbfinale, wo er 1986 an Andrei Sokolov, 1989 an Anatoli Karpow und 1992 an Jan Timman scheiterte. Er gewann unter anderem Wettkämpfe gegen Jan Timman (1985) und Wassyl Iwantschuk (1991). Dabei gelang ihm in der Schnellpartie Iwantschuk – Jussupow, Brüssel 1991 eine berühmtgewordene Kombination.

Nachdem er im Mai 1990 bei einem Raubüberfall in Moskau lebensgefährlich verletzt wurde, siedelte er nach Deutschland über und erhielt später die deutsche Staatsbürgerschaft. Zwischen 1994 und 2000 spielte er bei vier Schacholympiaden für die deutsche Nationalmannschaft. Nachdem der Weltschachbund FIDE den Konsum von Koffein als unerlaubtes Doping untersagte und entsprechende Tests bei Wettbewerben ankündigte, erklärte er seinen Rückzug aus der Nationalmannschaft. Nach Lockerung dieser Bestimmungen erklärte er sich bereit, bei der Schacholympiade in Turin 2006 wieder zu spielen.

Er spielt in der Schachbundesliga für die Schachgesellschaft Solingen. Im Januar 2005 wurde er in Basel Europameister im Schnellschach, im Februar gewann er in Altenkirchen die Deutsche Einzelmeisterschaft. In der niederländischen 1. Liga spielte er in der Saison 2006/07 für Homburg Apeldoorn, in der Schweizer Nationalliga A spielt er für die SG Winterthur am Spitzenbrett.

Seine beste erreichte Elo-Zahl betrug 2680 im Juli 1995; damit lag er auf Platz 11 der Weltrangliste.

Trainer Bearbeiten

Jussupow ist als Schachtrainer tätig und arbeitete unter anderem mit Viswanathan Anand zusammen. Er gilt als einer der weltbesten Kenner der Russischen Verteidigung.

Unter dem Titel Tigersprung auf DWZ 1500/1800/2100 veröffentlichte er ab 2007 im Selbstverlag ein mehrbändiges Lehrwerk, das auf seinen per Fernunterricht abgehaltenen Kursen für Vereinsspieler beruht.

Privates Bearbeiten

Seit 1991 ist Jussupow verheiratet mit Nadja (* 1970), die den Titel einer FIDE-Meisterin (WFM) trägt. Sie haben eine Tochter Ekaterina (* 1991) und einen Sohn Alexander (* 1993). Seine Tochter gewann im September 2006 in Bad Wörishofen die bayerischen Meisterschaften der Damen. Außerdem ist sie mehrfache deutsche Jugendmeisterin. Sohn Alexander ist mehrfacher bayerischer Jugendmeister sowie Jugendweltmeisterschaftsteilnehmer.

Werke Bearbeiten

  • Artur Jussupow, Mark Dworezki: Der selbständige Weg zum Schachprofi: Geheimnisse und Tips aus einer neuen Schachschule, Hollfeld, Beyer, 1992 (2. Aufl.) ISBN 3-89168-040-6
  • Artur Jussupow, Mark Dworezki: Effektives Eröffnungstraining: Geheimnisse und Tips aus einer neuen Schachschule, Hollfeld, Beyer, 1994 ISBN 3-88805-279-3
  • Artur Jussupow, Mark Dworezki: Positionelles Schach: Wie man sein Stellungsgefühl trainiert, Zürich, Olms, 1996 ISBN 3-283-00322-X
  • Artur Jussupow, Mark Dworezki: Effektives Endspieltraining: Geheimnisse und Tips aus einer neuen Schachschule, Hollfeld, Beyer, 1996 ISBN 3-88805-114-2
  • Artur Jussupow: Die russische Verteidigung. Erfolgreiche Eröffnungstheorie für die Praxis, Hombrechtikon/Zürich, Olms, 1998, ISBN 3-283-00273-8
  • Artur Jussupow: Schachunterricht. Selbstverlag 2006. ISBN 3-933365-10-4 (Zusammenfassung von 10 früher separat erschienenen Lehrheften für den Schachunterricht, englische Ausgabe unter dem Titel Chess lessons 2004, ISBN 3-935748-07-8)
  • Artur Jussupow, Mark Dworezki: Angriff und Verteidigung: Lektionen und Materialien aus der Dworetski-Jussupow-Schachschule, Zürich, Olms, 1999 ISBN 3-283-00356-4
  • Artur Jussupow, Harald Fietz und Hartmut Metz: Frankfurt Chess Classic 2000 - Premiere der Top Ten!, Bad Soden, Edition FCC, 2000, ISBN 3-931192-18-0, ISBN 3-931192-17-2

Weblinks Bearbeiten

Fairytale kdmconfig Profil: Jussupow, Artur
Platzhalter
Beruf deutscher Schachspieler russischer Herkunft
Persönliche Daten
Geburtsdatum 13. Februar 1960
Geburtsort Moskau



Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
Lokale Autorenseite, Lizenz: GFDL, CC-by-sa 3.0

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