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Andreas Sidon (* 4. Februar 1963 in Wuppertal, Deutschland) ist ein deutscher Profiboxer in der Schwergewichtsklasse. Er lebt in Pohlheim bei Gießen.

Karriere Bearbeiten

Andreas Sidon, ehemaliger Weltmeister im Kickboxen, konzentrierte sich erst sehr spät auf das reine Boxen mit den Fäusten. Mit bereits 30 Jahren begann er mit dem Amateurboxen und feierte schon bald zahlreiche Erfolge. Sidon wurde mehrfacher Hessenmeister im Superschwergewicht, gewann beim international renommierten Chemiepokal in Halle die Silbermedaille und feierte mit dem 1. BC Magdeburg die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft in der 1. Bundesliga. Mit 36 Jahren, als Sidon die Altersgrenze für Amateurboxer überschritten hatte, entschloss er sich zu einer Fortsetzung seiner Karriere im Lager der Profiboxer.

Erfolge als Amateur Bearbeiten

  • 1995 Vize-Weltmeister im Thaiboxen - Bangkok
  • 1998 Silbermedaillengewinner beim Chemie-Pokal Halle
  • 1999 Deutscher Mannschaftsmeister im Boxen 1. Bundesliga Magdeburg

Erfolge als Profi Bearbeiten

  • 1997 Europameister im Kickboxen IKBO
  • 1997 Weltmeister im Kickboxen IKBO
  • 2000 Internationaler Österreichischer Meister im Schwergewicht (Profiboxen)
  • 2001 Internationaler Deutscher Meister im Schwergewicht (Profiboxen)
  • 2002 - 2007 Deutscher Meister im Schwergewicht (BDB)
  • 2003 - 2008 Weltmeister im Schwergewicht (WBB)

Sein Profidebüt fand am 17. April 1999 statt. In seinem zweiten Kampf traf er am 7. Mai 1999 in Prag auf den späteren Weltmeister Nikolai Walujew. In der ersten Runde wurde Sidon zweimal im Stehen angezählt und auch die zweite Runde dominierte Walujew klar. In der dritten Runde wollte der Ringrichter ohne erkennbaren Grund den Kampf abbrechen, was jedoch zu Tumulten im Publikum führte. Der Kampf wurde zwar unter chaotischen Umständen bis zum Ende der planmäßigen sechs Runden fortgesetzt, aber später nicht gewertet.

Seit 2001 ist er Internationaler Deutscher Meister im Schwergewicht, verlor den Titel jedoch schon wenige Monate später an Balu Sauer. 2002 folgte dann der Deutsche Meistertitel im Schwergewicht. Am 14. Juni 2003 verteidigte er den Gürtel gegen Willi Fischer und verlor zunächst nach Punkten. Da Fischer allerdings in der Dopingprobe die Einnahme von Marijuana nachgewiesen wurde, erklärte man später Sidon zum Sieger durch Disqualifikation. Im nächsten Kampf gegen Joseph Akhasamba gewann er den Gürtel des völlig unbedeutenden WBB-Verbandes.

Ende 2003 hatte Sidon einen schweren Autounfall, bei dem seine Lebensgefährtin tödlich verunglückte. Er hat vier Kinder. Bereits im Januar 2004 stand er wieder im Ring. Am 9. Oktober 2004 boxte er erneut gegen Willi Fischer und gewann nach Punkten. 2005 reiste er in die USA, um einen Kampf gegen Riddick Bowe zu planen. Der Kampf wurde jedoch nach einer Erkrankung Bowes abgesagt. Später wurde das Management von Evander Holyfield auf ihn aufmerksam, jedoch zerschlugen sich auch diese Kampfpläne aufgrund der gesundheitlichen Probleme Holyfields. Am 7. Februar 2005 boxte er gegen den ukrainischen Boxer Alexander Dimitrenko und ging in Runde zwei KO. Anschließend gewann er sechs Kämpfe vorzeitig, bevor er am 28. Oktober 2006 gegen Taras Bidenko durch technischen KO in der neunten Runde verlor. Seinen nächsten Kampf bestritt er im April 2007 gegen Odlanier Solis, welchen er durch einen KO in der ersten Runde verlor. Nach diesem Kampf wurde bei der üblichen medizinischen Untersuchung eine Kalkablagerung in der rechten Halsschlagader festgestellt. Daraufhin entzog ihm der BDB die Lizenz und der deutscher Meistertitel wurde für vakant erklärt. Gegen diese Entscheidung ging Sidon gerichtlich vor. Das Gericht gab ihm recht. Nun kann er im Alter von 46 immer noch Profikämpfe absolvieren.

Aktuelles Bearbeiten

Derzeit arbeitet Andreas Sidon an der Eröffnung einer Boxschule in Nauen (Brandenburg).

Weblinks Bearbeiten

Fairytale kdmconfig Profil: Sidon, Andreas
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Beruf deutscher Boxer
Persönliche Daten
Geburtsdatum 4. Februar 1963
Geburtsort Wuppertal



Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
Lokale Autorenseite, Lizenz: GFDL, CC-by-sa 3.0

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