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Andreas „Drago“ Schnieders (* 22. Dezember 1966 in Lastrup) ist ein ehemaliger deutscher Amateur-Schwergewichtsboxer.

Privates Bearbeiten

Andreas Schnieders ist der Sohn einer Krankenschwester und eines LKW-Fahrers.

Nach der Schule absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker. Bei der Bundeswehr war er Mitglied der Sportförderkompanie.

Karriere Bearbeiten

Der 2,04 Meter große und 108 kg schwere Andreas Schnieders galt jahrelang als größte deutsche Hoffnung im Amateuboxen. Er war von 1987 bis 1992 sechs Mal in Folge deutscher Meister im Superschwergewicht und nahm an den Olympischen Spielen 1988 in Seoul teil. 1991 gewann Schnieders bei den Europameisterschaften in Göteborg die Silbermedaille. Im Halbfinale hatte er sich zuvor gegen den Dänen Brian Nielsen durchgesetzt.

Im Februar 1992 unterliegt Schnieders in einem Bundesligakampf dem Frankfurter Willi Fischer; erstmals in seiner Laufbahn wurde er dabei von einem Gegner ausgeknockt. Entsprechend der Regeln des DABV (Deutscher Amateur-Box-Verband) folgte eine vierwöchige Sperre. Bei der damit verbundenen neurologischen Untersuchung wurden in Schnieders Hirnhaut drei Zysten entdeckt, woraufhin der DABV ihn lebenslang sperrte. Schnieder konnte jedoch eine Aufhebung der Sperre erwirken, da es keine ärztlichen Bedenken gegen eine Fortsetzung seiner Karriere gab.

Er erhielt eine Nominierung für die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona, doch nach einer weiteren K.o.-Niederlage gegen den Kroaten Željko Mavrović (und einer daraus resultierenden erneuten Sperre) wurde ihm die Teilnahme verweigert. Schnieders konnte die sportlichen Niederlagen psychisch nicht verkraften und schien kurz vor dem Karriereende. Der erneute Gewinn des Meistertitels ließ die Kritiker kurzzeitig verstummen, doch bereits bei den beiden nächsten Kämpfen folgten schwere Niederlagen: gegen den Bulgaren Swilen Rusinow wurde Schnieders dreimal angezählt, gegen den Litauer Gitas Juskevicius gab er vorzeitig auf. Bereits im Vorfeld des Kampfes gegen den Litauer waren bei Schnieders psychische Probleme offen zu Tage getreten, in der Folge entwickelte er z.T. starke Psychosen. Sein Bundesligaklub, der Boxring Berlin, sah sich daher veranlasst, ihn von weiteren Kämpfen auszuschließen.

Anfang 1993 wechselte Schnieders zur Bundesligastaffel von Bayer 04 Leverkusen. Doch auch bei seinem neuen Verein konnte er nicht an seine alten Erfolge anknüpfen. Nach weiteren Niederlagen beendete er 1994 seine Karriere.

Andreas Schnieders bestritt 158 Kämpfe, von denen er 130 gewann.

Rufname Bearbeiten

Den Spitznamen „Drago“ bekam er in Anlehnung an den von Dolph Lundgren gespielten sowjetischen Boxer im Film Rocky IV verpasst, da er vom Aussehen her an diesen erinnerte.

Literatur Bearbeiten

Fairytale kdmconfig Profil: Schnieders, Andreas
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Namen Drago
Beruf deutscher Amateur-Schwergewichtsboxer
Persönliche Daten
Geburtsdatum 22. Dezember 1966
Geburtsort Lastrup



Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
Lokale Autorenseite, Lizenz: GFDL, CC-by-sa 3.0

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