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Andreas Klöden

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Andreas Klöden
Andreas Kloeden 20060816 031
Andreas Klöden beim Auftakt der Rothaus Regio-Tour in Heitersheim.
Personendaten
Spitzname Klödi, Hilde
Geburtsdatum 22. Juni 1975
Nation DeutschlandFlag of Germany Deutschland
Radsportspezifische Informationen
Aktuelles Team Team RadioShack
Disziplin Straße
Rolle Teamkapitän
Fahrertyp Rundfahrer, Zeitfahrer
Profiteam(s)
1998-2006
2007-2009
2010-
Telekom
Astana
RadioShack
Wichtigste Erfolge

Gewinn von Tireno-Adriatico; 2. Platz bei der Tour de France 2004 und 2006 sowie Deutscher Meister im Zeitfahren Gewinner Paris-Nizza 2000
Bronze medal Olympiadritter im Straßenrennen 2000
MaillotAlemania Deutscher Meister im Straßenrennen 2004
Gewinner Tirreno–Adriatico 2007
Gewinner Tour de Romandie 2008

Infobox zuletzt aktualisiert: 16. März 2010

Andreas Klöden (* 22. Juni 1975 in Mittweida) ist ein deutscher Radrennfahrer.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung Bearbeiten

Kurz nach seiner Geburt zog seine Familie nach Groß Schacksdorf bei Forst (Lausitz), wo er aufwuchs. Seine Radsportlaufbahn begann Klöden bei der SG Dynamo Forst und wurde von dort 1989 an die Kinder- und Jugendsportschule Berlin delegiert, wo er - wie Jan Ullrich - beim SC Dynamo Berlin trainierte. Er begann seine Profilaufbahn im Mai 1998 beim Team Telekom[1], dem späteren T-Mobile Team. Nach einem dreijährigen Engagement bei Astana steht er seit der Saison 2010 in Diensten des Teams RadioShack.
Er gilt privat als enger Freund Jan Ullrichs, beruflich war er bis zum Doping-Skandal vor der Tour de France 2006, in den Ullrich verwickelt ist, dessen sportlicher Helfer (Wasserträger).

Anschluss an die Weltspitze Bearbeiten

Andreas Klöden rückte im Frühjahr 2000 ins Rampenlicht des Radsports, als er nacheinander die wichtigen Etappenrennen Paris–Nizza und Baskenland-Rundfahrt (heute beide Teil der UCI ProTour) gewinnen konnte. Diese Erfolge bestätigte er im September desselben Jahres, als er hinter seinen Teamkollegen Jan Ullrich und Alexander Winokurow die Bronzemedaille im Straßenrennen bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney gewann.

An diese Erfolge konnte Klöden wegen mehrerer Verletzungen zunächst nicht weiter anknüpfen. Erst im Jahr 2004 gewann er zunächst den Titel des Deutschen Meisters im Straßenrennen in Freiburg im Breisgau. Wenige Wochen später erreichte er den 2. Platz der Tour de France 2004, an der er zum dritten Mal teilnahm. Er galt als einer der wichtigsten Helfer Jan Ullrichs, überflügelte diesen jedoch auf den Pyrenäen-Etappen. Im darauf folgenden Jahr, wieder als Helfer für Ullrich, konnte er diesen Erfolg jedoch nicht wiederholen: An elfter Position des Gesamtklassements liegend, musste er das Rennen während der 17. Etappe wegen eines Kahnbeinbruchs, den er sich tags zuvor bei einem Sturz zugezogen hatte, aufgeben.

Im September 2004 verlängerte er seinen Vertrag bei T-Mobile um zwei Jahre. Er sollte mit einem geschätzten Jahresgehalt zwischen 1 und 1,5 Millionen Euro weiter Helfer von Jan Ullrich bleiben, nach dessen Suspendierung vor der Tour de France 2006 war Klöden allerdings neuer Kapitän von T-Mobile.

Er beendete die Tour 2006 als Zweiter. (Ursprünglich wurde Klöden Dritter, aber dem ursprünglichen Tour-Sieger Floyd Landis wurde wegen erwiesenen Dopings nachträglich der Titel aberkannt.) Im Nachhinein wurde in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert, ob nicht ein möglicher erster Toursieg Klödens durch taktische Fehler seines Teams verpasst wurde.

Andreas Klöden (Tour de France 2007 - stage 8)
Andreas Klöden bei der 8. Etappe der Tour de France 2007
McSmitHinzugefügt von McSmit

2007 verpasste Klöden den Sieg des bei dieser Tour de France in London abgehaltenen Prologs um 13 Sekunden Rückstand zu seinem Konkurrenten Fabian Cancellara.[2] Wegen des vorzeitigen Rückzugs des Astana-Teams nach der positiven Dopingprobe des Kapitäns Alexander Winokurow konnte Klöden die Tour nicht zu Ende fahren.

Wechsel zu Astana Bearbeiten

Im August 2006 gab Klöden seinen Wechsel zum Team Astana (kasachischer Sponsor/Schweizer Lizenz) zur Saison 2007 bekannt, wo er mit Alexander Winokurow als Doppelspitze in die Saison ging. Nachdem ihm T-Mobile vorgeworfen hatte, dass er zu Astana wechselte, um sich der Verantwortung als Teamkapitän zu entziehen, reagierte Klöden mit scharfer Kritik an der Teamleitung. Gegenüber der Bild-Zeitung sagte er, dass sein Tour-Team zerschlagen wurde, da einige Fahrer kein neues Angebot erhalten hätten und anderen das Gehalt gekürzt worden sei. Besonders mit Olaf Ludwig und Mario Kummer, mit denen er heute jedoch wieder bei Astana zusammenarbeitet, ging er hart ins Gericht: „Wenn sie nicht so unfähig gewesen wären, hätten wir die Tour gewonnen.“ Des Weiteren erklärte er, dass er zu Astana wechselte, nicht um vor der Verantwortung zu fliehen, sondern weil seine Wünsche bei T-Mobile nicht erfüllt wurden.[3]

Durch den Rückzug des Teams Astana wegen des Dopingskandals um Alexander Winokurow aus der Tour de France 2007 war die Rundfahrt auch für Klöden beendet.

Saison 2008Bearbeiten

Vertragsverlängerung bei AstanaBearbeiten

Nach langen Überlegungen gab Andreas Klöden am 6. Dezember 2007 bekannt, dass er für ein weiteres Jahr bei Astana bleiben wolle, um seinen Vertrag zu erfüllen. Ausschlaggebend für seine Entscheidung seien vor allem die erstklassige Mannschaft, eine erfahrene und kompetente Organisation sowie das neue Antidopingprogramm, in Zusammenarbeit mit dem bereits für CSC tätigen dänischen Mediziner Rasmus Damsgaard, gewesen. Klöden muss in der neuen Saison jedoch um seine Kapitänsrolle kämpfen, da der neue Manager des Teams, Johan Bruyneel, von seinem bisherigen, nun aufgelösten Rennstall Discovery Channel Pro Cycling Team einige Topfahrer, darunter den Toursieger Alberto Contador und den Tourdritten ins Team Astana mitbringt. Klöden äußerte sich in Bezug darauf aber zuversichtlich und meinte, dass er mit der richtigen Form in der Lage sein müsste eine Podiumsplatzierung bei der Tour, welche sein Saisonziel bleiben werde, zu erreichen. Im Januar wurde das Training mit einem Teil der neu aufgestellten Mannschaft im Spanischen Javea aufgenommen.

Der kasachische Rad-Rennstall wurde nachträglich zum Giro d’Italia eingeladen, dort wurde Teamkollege Alberto Contador mit Klöden als Helfer Gesamtsieger. Er selbst konnte bei der letzten Etappe wegen auftretendem Fieber und Schüttelfrost trotz guter Position nicht mehr starten.

Eine Einladung zur Tour de France 2008 erhielt das Team nicht.

Nichtnominierung für Olympische SommerspieleBearbeiten

Andreas Klöden wurde trotz guter Leistung und Interesse an einer Teilnahme nicht vom Bund Deutscher Radfahrer für die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking nominiert. Klöden zeigte sich sowohl über die Entscheidung enttäuscht, weil die fünf Startplätze auch durch seine gute Jahresleistung zustande kamen, als auch über die Form der Absage, die per SMS und ohne Begründung erfolgte.[4] Daraufhin entschloss er sich Ende August, zukünftig nicht mehr für den BDR zur Verfügung zu stehen.[5].

Dopingvorwürfe Bearbeiten

Datei:KloedenVentoux2009.jpg
Andreas Klöden, 20. Etappe der Tour de France 2009, Mont Ventoux

Im Frühjahr 2008 wurde Klöden durch einen Artikel der Süddeutschen Zeitung des Dopings beschuldigt. Laut Artikel behauptete die Zeitung, sie hätte die Aussage des geständigen Dopingsünders Patrik Sinkewitz vorliegen, der damit seine früheren Teamkollegen belastet. Andreas Klöden und Matthias Kessler seien dabei gewesen, als sich Sinkewitz bei der Tour de France 2006 von Straßburg aus zum Blutdoping ins Uni-Klinikum Freiburg begab.[6] Die dafür zuständige Staatsanwaltschaft hat die in der Presseberichterstattung behaupteten Informationen jedoch nicht bestätigt. Es sei nicht bekannt, wie die Presse an solche Detailinformationen gekommen sein solle.[7]

Der am 13. Mai 2009 der Öffentlichkeit vorgestellte Abschlussbericht der Expertenkommission zur Aufklärung von Dopingvorwürfen gegenüber Ärzten der Abteilung Sportmedizin des Universitätsklinikums Freiburg stellt als gesichert fest, dass Andreas Klöden neben seinen damaligen Teamkollegen Kessler und Sinkewitz zur Tour de France 2006 mit Eigenblut gedopt wurde.[8] Andreas Klöden und seine Rechtsanwälte haben dazu eine Presseerklärung abgegeben, in der sie unter anderem die Behauptungen für vage und nicht nachvollziehbar halten.[9]

Als Folge der Vorwürfe lehnt Andreas Klöden alle Interview-Anfragen deutscher Medien kategorisch ab.

Erfolge Bearbeiten

1996

1998

2000

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

  • 8. Platz Gesamtwertung Tour de Suisse
  • 14. Platz Gesamtwertung Tour de France

Weblinks Bearbeiten

 <Lang> Commons: Andreas Klöden – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Karl-Heinz Otto: Das Debüt bei der Friedensfahrt - Der Berliner Andreas Klöden wird Jungprofi beim deutschen Team Telekom, Berliner Zeitung, 31. Dezember 1997, S.34
  2. Welt Online: Klöden verpaßt Prologsieg nur knapp, 7. Juli 2007
  3. Bild: Klöden rechnet mit T-Mobile ab, 29. August 2006
  4. Andreas Klöden: "Du bist nicht dabei". Auf: Andreas Klöden Official Website, 30. Juni 2008
  5. sport.ARD.de: "Klöden startet nicht mehr für den BDR", 30. August 2008
  6. Sinkewitz soll Klöden als Dopingbetrüger geoutet haben Spiegel Online, 7. März 2008.
  7. Pressemitteilung Andreas Klöden Official Homepage, 8. März 2008. (Homepage nicht mehr verfügbar).
  8. Abschlussbericht der Expertenkommission zur Aufklärung von Dopingvorwürfen gegenüber Ärzten der Abteilung Sportmedizin des Universitätsklinikums Freiburg, 13. Mai 2008
  9. Pressemitteilung Dopingvorwürfe
Fairytale kdmconfig Profil: Klöden, Andreas
Platzhalter
Beruf deutscher Radrennfahrer
Persönliche Daten
Geburtsdatum 22. Juni 1975
Geburtsort Mittweida







lb:Andreas Klöden


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia Artikel, Autoren in der Wikipedia
Lokale Autorenseite, Lizenz: GFDL, CC-by-sa 3.0

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