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Die alternative türkeihilfe (ath) wurde 1979 als ein Zusammenschluss von Einzelpersonen gegründet, die als Gegenstück zur offiziellen Militär- und Wirtschaftshilfe der Bundesregierung direkte Hilfe an die Bevölkerung leisten wollten. Diese hat sich 1986 aufgelöst.

SelbstdarstellungBearbeiten

In einer Selbstdarstellung hieß es:

"Die ath wendet sich gegen die 'Hilfen', die nur das herrschende Regime stützen und einer Politik dienen, die die Bevölkerung in immer größere Verarmung treibt. Wir leisten alternative Hilfe, die den Menschen direkt zugute kommt und zu einer Verbesserung der Lebenssituation beiträgt. Wir unterstützen Oppositionelle und politisch Verfolgte, um ihr Überleben zu sichern. Wir geben weiterhin alternativen Wirtschaftsprojekten finanzielle Hilfe, bei denen die Beteiligten selbst die Entscheidungen über ihre Betriebe treffen können. Des Weiteren ist die Versorgung von Slums und verarmten Dörfern mit Medikamenten vorgesehen.

Ein weiterer Schwerpunkt der ath war die Publikation alternativer Informationsmaterialien, wobei Berichte über die Verletzung der Menschenrechte im Vordergrund standen. Dazu wurde Anfang der 80er Jahre ein Büro in Herford eröffnet, in dem Presseberichte (vor allem aus der türkischen Presse) archiviert und daraus der 2-wöchentlich erscheinende (deutsche) türkei-infodienst zusammengestellt wurde.

PublikationenBearbeiten

Zu den Publikationen gehörten

  • Sonderinfo Massenprozesse in der Türkei, Bielefeld Oktober 1982
  • Sonderinfo Verfolgung der bürgerlichen Opposition, Bielefeld Oktober 1982
  • Sonderinfo Folter in der Türkei, Bielefeld Februar 1983
  • Fatsa: Ein Modell wird angeklagt, Bielefeld ohne Datum
  • Türkei: Militärs an der Macht, Bielefeld September 1982
  • Türkei: Militärs an der Macht, Herford August 1983

TrägerBearbeiten

Die Träger der ath waren bekannte und weniger bekannte Politiker, Journalisten und Schriftsteller. Dazu gehörten

MdB Manfred Coppik, MdB Klaus Kirschner, MdB Klaus Thüsing, MdB Renate Schmidt, MdB Heidemarie Wieczorek-Zeul, Jürgen Roth, Günter Wallraff, Gerhard Zwerenz, Christine Huth, Bernhard Hoffmann, Kamil Taylan, Helmut Oberdiek.

QuellenangabeBearbeiten

Die hier gemachten Angaben sind in ähnlichem Wortlaut in allen oben aufgeführten Publikationen (Broschüren) vorhanden.


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