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Alexander Herr Ski jumping pictogram
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Nation DeutschlandFlag of Germany Deutschland
Geburtstag 4. Oktober 1978
Geburtsort Furtwangen
Größe 174 cm
Gewicht 58 kg
Beruf Produktmanager
Karriere
Verein SC Villingen
Nationalkader seit 1992
Debüt im Weltcup 10. Dezember 1994
Pers. Bestweite 203,5 m
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 1 × Gold medal blank 0 × Silver medal blank 1 × Bronze medal blank
SFWM-Medaillen 0 × Gold medal blank 0 × Silver medal blank 1 × Bronze medal blank
JWM-Medaillen 2 × Gold medal blank 0 × Silver medal blank 2 × Bronze medal blank
DM-Medaillen 1 × Gold medal blank 0 × Silver medal blank 1 × Bronze medal blank
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften

Gold 2001 Lahti Team
Großschanze
Bronze 2001 Lahti Team
Normalschanze
FIS Skiflug-Weltmeisterschaften

Bronze 2006 Bad Mittendorf Team
FIS Skisprung-Juniorenweltmeisterschaften

Bronze 1993 Harrachov Einzel
Bronze 1993 Harrachov Team
Gold 1995 Gällivare Team
Gold 1996 Asiago Team
Logo DSV Deutsche Meisterschaften

Bronze 2002 Winterberg Einzel
Gold 2004 Oberstdorf Einzel
Platzierungen
 Gesamtweltcup 24. (2004/05)
 Skiflug-Weltcup 34. (1998/99)
 Sprung-Weltcup 35. (1995/96)
 Vierschanzentournee 17. (2000/01)
 Nordic Tournament 18. (2004)
 Sommer-Grand-Prix 08. (1995)
 Weltcup-/A-Klasse-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 0 1 1
 Teamspringen 1 0 1
 

Alexander Herr (* 4. Oktober 1978 in Furtwangen) ist ein deutscher Skispringer.

Werdegang Bearbeiten

Herr begann bereits im Alter von vier Jahren mit dem Skispringen. Seinen ersten großen Erfolg feierte er 1993 mit dem Gewinn der Bronzemedaille von der Normalschanze bei der Juniorenweltmeisterschaft im tschechischen Harrachov.

Seit dem Winter 1994/95 gehörte Herr der Nationalmannschaft des Deutschen Skiverbandes an. In der Saison 1997/98 konnte er die Gesamtwertung des Continentalcups gewinnen. Im Januar 1999 sprang er beim Weltcup-Skispringen im schweizerischen Engelberg erstmals auf einen Platz unter den besten zehn. 2001 wurde er bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft in Lahti Mannschafts-Weltmeister im Springen von der Großschanze zusammen mit Sven Hannawald, Martin Schmitt und Michael Uhrmann. Im Teamspringen von der Normalschanze gewann er die Bronzemedaille und war mit seinen Platzierungen in den Einzelkonkurrenzen (Siebenter von der Großschanze, 16. von der Normalschanze) zweitbester Springer des Teams. In dieser Saison erreichte er auch mit Rang 17 seine beste Platzierung in der Gesamtwertung der Vierschanzentournee.

Nach einer Durststrecke ohne nennenswerte Erfolge, während der er sogar in den Continentalcup zurückgestuft wurde, zeigte erst ab der der Saison 2003/04 seine Leistungskurve wieder nach oben. Nach zwei siebten und einem sechsten Platz bei den Weltcupspringen im Liberec, Willingen und Lahti erreichte er beim Weltcup in Kuopio mit dem dritten Platz seine bis dahin beste Platzierung.

Zum Saisonauftakt 2004/05 am 27. November 2004 belegte Herr beim Weltcupspringen in Kuusamo hinter dem Finnen Janne Ahonen Platz zwei. Im zweiten Springen einen Tag später reichte es nur zu Rang neun. In derselben Saison riss ihm ebenfalls bei einem schweren Sturz das Kreuzband, woraufhin seine Saison beendet war.

Am 15. Januar 2006 gelang ihm bei der Skiflug-WM mit dem deutschen Team eine Sensation: Herr und seine Mannschaftskameraden Georg Späth, Michael Uhrmann und Michael Neumayer holten sich die Bronzemedaille. Herr gelang an diesem Tag sein erster Flug über 200 Meter.

Bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin erreichte Herr beim Springen von der Normalschanze das schwächste Ergebnis des deutschen Teams, weshalb vor der Nominierung zum Großschanzen-Springen eine Ausscheidung mit Ersatzmann Martin Schmitt vorgesehen war. Herr lag bei drei Sprüngen vor Schmitt, doch sei er dabei durch einen nicht regelkonformen Sprunganzug begünstigt worden, so dass eine weitere Ausscheidung angesetzt wurde, in der dann Schmitt vorne lag. Nachdem dieser dann von Bundestrainer Peter Rohwein nominiert wurde, trat Herr kurz nach der Entscheidung mit den Worten „Das ist eine Lachnummer, die die Kompetenz des Trainers zeigt.“ „Das sieht ein Blinder mit Krückstock, dass keine fairen Bedingungen herrschten.“ vor die Kamera. Er wurde daraufhin aus dem Skisprung-Olympiateam genommen. Wenige Tage später erklärte er, von nun an nicht mehr in der Nationalmannschaft des DSV springen zu wollen.

Herr versuchte darauf zum schwedischen Skiverband zu wechseln und trainierte vor der Saison 2006/07 mit dem schwedischen Team. Da ihm die schwedische Staatsbürgerschaft aber verweigert wurde, versuchte er für den polnischen Skiverband anzutreten. Das Erlangen einer polnischen Staatsbürgerschaft wäre für ihn möglich gewesen, da er eine polnische Mutter hat. Im Sommer 2007 beendete er offiziell seine Karriere.[1]

Seit Sommer 2008 ist er nebenberuflich Athletiktrainer der Frauenbundesligamannschaft des SC Freiburg. Am 4. Oktober 2008 heiratete er seine Lebensgefährtin Katrin.[2]

Am 3. Juni 2009 wurde bekannt, dass Herr ab der Skisprung-Saison 2009/10 wieder aktiv im DSV-Kader springen will. Sein Ziel seien die Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver.[3]

Zu seinem Comebackplan gehörte auch die Teilnahme und der Gewinn der deutschen Meisterschaft, jedoch musste Herr wegen eines Magen-Darm-Infekts passen.

Erfolge Bearbeiten

Weltcupplatzierungen Bearbeiten

Saison Platz Punkte
1994/95 82 9
1995/96 75 13
1997/98 64 27
1998/99 37 141
1999/00 35 109
2000/01 40 94
2001/02 33 129
2002/03 57 25
2003/04 26 241
2004/05 24 233
2005/06 28 158

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Alexander Herr beendet seine aktive Skisprung-Karriere skispringen.com, 17. Juli 2007
  2. Alexander Herr - Aktuelles. www.alexander-herr.com. Abgerufen am 25. März 2009.
  3. Alexander Herr kündigt Comeback an. newsticker.sueddeutsche.de. Abgerufen am 5. Juni 2009.
Fairytale kdmconfig Profil: Herr, Alexander
Platzhalter
Beruf deutscher Skispringer
Persönliche Daten
Geburtsdatum 4. Oktober 1978
Geburtsort Furtwangen im Schwarzwald, Deutschland



Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
Lokale Autorenseite, Lizenz: GFDL, CC-by-sa 3.0

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