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Das Aktionsprogramm Hier geblieben! ist ein im Frühjahr 2005 gegründetes Bündnis, das sich die Verbesserung der Lebensbedingungen von jungen Flüchtlingen und ihren Familien in der Bundesrepublik zum Ziel gesetzt hat.

Geschichte des Aktionsprogramms Bearbeiten

Der Flüchtlingsrat Berlin bat das GRIPS Theater, mit ihm gemeinsam gegen die Abschiebepraxis der Bundesregierung zu protestieren. Um ein ganzes Bleiberecht für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und die vollständige Umsetzung der UNO Kinderrechte in Deutschland durchzusetzen wurde das Aktionsprogramm Hier geblieben! gemeinsam von PRO ASYL, dem Flüchtlingsrat Berlin, der GEW Berlin und dem GRIPS Theater gestartet.

Im Herbst 2005 gründeten dann Jugendliche vom GRIPS Jugendspielclub und dem BBZ Berlin die Jugendinitiative Jugendliche ohne Grenzen - kurz JoG. Inzwischen setzen sich bei JoG Jugendliche aus 12 Bundesländern für die Rechte von Flüchtlingen und illegalisierten Menschen ein.

Bisherige Erfolge Bearbeiten

Seit 2005 organisiert das Aktionsprogramm Hiergeblieben! in Zusammenarbeit mit JoG e.V. und anderen Initiativen Proteste und Demonstrationen anlässlich der Innenminsterkonferenzen. So folgten 2006 in Nürnberg über 3000 Menschen dem Aufruf zur Demo.

Durch die zahlreichen Proteste und Aktionen für das Bleiberecht, ist es dem Aktionsbündnis gelungen, die Innenministerkonferenz im November 2006 in Nürnberg zu einem ersten Schritt in ihre Richtung zu bewegen. Die Innenminister beschlossen eine Bleiberechtsregelung, die einigen tausend Flüchtlingen zu einer Aufenthaltsgenehmigung verhalf. Desweiteren wurde von Politikern der großen Koalition im Jahre 2007 im Rahmen des Zuwanderungsgesetz ein Bleiberecht beschlossen. "Hier geblieben!" fordert jedoch, einen sofortigen umfassenden Abschiebestopp zu verhängen, ein ganzes Bleiberecht zu verabschieden und Kinder- und Menschenrechte auch in der Bundesrepublik ernsthaft und vollständig zu respektieren.

Theaterstück Bearbeiten

Im Rahmen des Aktionsprogramms "Hier geblieben!" haben drei junge Autoren den authentischen Fall der Schülerin Tanja Ristic aus Berlin nachgezeichnet.

Erzählt wird die Geschichte eines Mädchens, das im August 2004 aus dem Unterricht geholt und zu ihrer Familie in Abschiebehaft gebracht wurde. Dem Einsatz ihrer Klasse war es zu verdanken, dass die Abschiebung von Tanja und ihrer Mutter bis heute nicht vollzogen wurde. Die Klasse wurde dafür auch mit dem Mete-Eksi-Preis ausgezeichnet. Tanjas Geschichte steht exemplarisch für die Situation von 100.000 so genannten "geduldeten" Flüchtlingen in Deutschland.

Die Uraufführung fand am 2. Mai 2005 in der Schiller-Theater-Werkstatt des GRIPS Theaters statt. "Hier geblieben!" wurde seit dem zu vielen Gastspielen in der gesamten Bundesrepublik eingeladen und ist mit über 200 Aufführungen das meistgespielte GRIPS Stück in diesem Zeitraum.

AusblickBearbeiten

Im November 2008 wird anlässlich des Tages der Kinderrechte und der Innenministerkonferenz in Potsdam eine weitere Konferenz der Jugendlichen Ohne Grenzen stattfinden, die zudem in einer Gala den sogenannten "Abschiebeminister 2008" küren werden.

Links Bearbeiten


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