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ASG Vorwärts Meiningen

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Info icon 002.svg  Die nachfolgend beschriebene Vereinigung ist nicht mehr aktiv und hat sich mittlerweile aufgelöst.

ASG Vorwärts Meiningen
Logo der ASG Vorwärts Meiningen
Voller Name Armeesportgemeinschaft
Vorwärts Meiningen
Gegründet Februar 1962
verlegt 1974 nach Plauen
Vereinsfarben Gelb-Rot
Stadion Rudi-Arnstadt-Stadion
Plätze 12.000
Liga DDR-Liga
1969/71/72 2.Platz
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Heim
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Auswärts

Die ASG Vorwärts Meiningen war eine in Meiningen ansässige Sportvereinigung der Nationalen Volksarmee der DDR .

Geschichte Bearbeiten

Die ASG wurde im Februar 1962 als Nachfolgerin der SG Dynamo Meiningen gegründet. Nach ihrem Aufstieg in die zweitklassige DDR-Liga im Jahr 1965 konnte die Mannschaft durch ihre Spielweise eine Fußball-Euphorie auslösen, die im Südthüringer Raum (mit Ausnahme von Motor Steinach) beispiellos war. Nach einigen erfolgreichen Serien in der DDR-Liga wurde die Mannschaft nach Beendigung der Saison 1973/1974 nach Plauen delegiert, wo sie allerdings nie an ihre alten Erfolge und die Zuschauerbegeisterung anknüpfen konnte. Die ASG Vorwärts Plauen fiel Ende der 1970er Jahre in die Bedeutungslosigkeit ab und wurde 1989 aufgelöst.

Sportliche Entwicklung Bearbeiten

In den Jahren 1925 bis 1945 existiert in Meiningen bereits mit der SpVgg Gelb-Rot Meiningen eine Armeemannschaft, die aber nicht als direkter Vorgänger der ASG Vorwärts Meiningen bezeichnet werden kann.

Zu Beginn der 1950er Jahre wurde die SG Dynamo Meiningen gegründet, die im Spieljahr 1961/62 in der Bezirksklasse spielte. Im Februar 1962 wurde die Mannschaft durch das in Meiningen stationierte Regiment der Grenztruppen übernommen und spielt fortan als ASG Vorwärts Meiningen.

Saison 1962/63: erster Platz in der Bezirksklasse, Aufstieg in die Bezirksliga. Höchster Sieg: 9:1 gegen Traktor Vachdorf; höchste Niederlage: 3:5 gegen Traktor Jüchsen.

Saison 1963/64: dritter Platz in der Bezirksliga hinter Kali Werra Tiefenort und BSG Motor Suhl. Trainer wird Otto Weigelt aus Steinach. Höchster Sieg: 13:0 gegen Motor Zella-Mehlis; höchste Niederlage: 1:2 gegen Traktor Oberschönau und Motor Breitungen.

Saison 1964/65: 1. Platz in der Bezirksliga, Staffel 1. Bezirksmeister Suhl nach Entscheidungsspielen; das letzte Spiel der Saison – das Lokalderby gegen Motor Suhl (2:2) – findet vor 6000 Zuschauern statt. Nach vier Aufstiegsspielen wird der Aufstieg in die DDR-Liga, Staffel Süd geschafft. Höchster Sieg: 8:0 gegen Motor Benshausen; höchste Niederlage: 1:2 gegen Stahl Bad Salzungen und Kali Werra Tiefenort.

Saison 1965/66: Vorwärts Meiningen belegt den 9. Platz. Zuschauerrekord mit 12.000 Besuchern gegen Motor Steinach (2:2), auswärts: je 8000 in Görlitz, Plauen und Gera. Günter Kluge wird Torschützenkönig der DDR-Liga mit 15 Treffern. Höchster Sieg: 5:0 gegen Motor Bautzen; höchste Niederlage: 2:6 gegen Motor Plauen.

Saison 1966/67: 3.Platz hinter FC Rot-Weiß Erfurt und Stahl Riesa. Zuschauerrekord – Heim: 12.000 gegen FC Rot-Weiß Erfurt (1:1) – auswärts: 4500 bei Motor Steinach. Höchster Sieg: 4:0 gegen Chemie Böhlen; höchste Niederlage: 0:3 gegen Motor Plauen.

Saison 1967/68: 3. Platz hinter Stahl Riesa und Wismut Gera. Zuschauerrekord – Heim: 9000 gegen Steinach (0:1) – auswärts: 8000 bei Motor Plauen. Günter Kluge wird Torschützenkönig der DDR-Liga mit 25 Treffern. Höchster Sieg: 7:0 gegen Fortschritt Weißenfels; höchste Niederlage: 0:3 gegen Stahl Riesa und RW Erfurt II. Internationales Freundschaftsspiel Vorwärts Meiningen gegen Helsingborgs IF (3:1) vor 12.000 Zuschauern.

Saison 1968/69: 2. Platz hinter Dynamo Dresden. Zuschauerrekord – Heim: 8000 gegen Motor Steinach (0:2) – auswärts: 15.000 bei Dynamo Dresden. Günter Kluge wird Torschützenkönig der DDR-Liga mit 22 Treffern. Höchster Sieg: 4:0 gegen Vorwärts Leipzig; höchste Niederlage: 0:4 gegen Dynamo Dresden und Vorwärts Leipzig.

Saison 1969/70: 9. Platz. Zuschauerrekord – Heim: 5500 gegen Kali Werra Tiefenort (4:0) – auswärts: 7500 beim 1. FC Lok Leipzig. Nach der Saison beendet Otto Weigelt seine Trainertätigkeit. Neuer Trainer wird Karl-Heinz Dufke (bisher Lok Meiningen, als Spieler früher selbst aktiv bei Dynamo Dresden und SC Dynamo Berlin). Höchster Sieg: 5:0 gegen HFC Chemie II und Carl Zeiss Jena II; höchste Niederlage: 1:3 gegen 1. FC Lok Leipzig und Chemie Böhlen.

Saison 1970/71: 2. Platz hinter FC Karl-Marx-Stadt. Zuschauerrekord – Heim: 3500 gegen FC Karl-Marx-Stadt (1:1) – auswärts: 18.000 beim FC Karl-Marx-Stadt. Höchster Sieg: 5:0 gegen Sachsenring Zwickau II; höchste Niederlage: 1:3 gegen FC Karl-Marx-Stadt.

Saison 1971/72: 2. Platz hinter FC Rot-Weiß Erfurt. Mit Beginn der Saison wurde der Spielbetrieb der DDR-Liga von zwei Staffeln auf fünf Staffeln erweitert. Dadurch verlor die Liga etwas an Attraktivität und es kamen, abgesehen von Spitzenspielen, bedeutend weniger Zuschauer als in den Jahren davor. Zuschauerrekord – Heim: 4500 gegen FC Rot-Weiß Erfurt (2:4) – auswärts: 4000 beim FC Rot-Weiß Erfurt. Günter Kluge wird Torschützenkönig der DDR-Liga mit 17 Treffern. Höchster Sieg: 5:0 gegen Motor Nordhausen und Lok Meiningen; höchste Niederlage: 2:4 gegen FC Rot-Weiß Erfurt.

Saison 1972/73: 4. Platz hinter Chemie Zeitz, Wismut Gera und Carl Zeiss Jena II. Zuschauerrekord – Heim: 1700 gegen Motor Steinach (1:1) – auswärts: 3000 bei Chemie Zeitz. Während der Rückrunde wird Lothar Pacholski Trainer. Höchster Sieg: 5:0 gegen Chemie Ilmenau; höchste Niederlage: 0:2 gegen Motor Nordhausen.

Saison 1973/74: 8. Platz. Zuschauerrekord – Heim: 1500 gegen Motor Steinach (0:0) – auswärts: 3000 bei Wismut Gera. Höchster Sieg: 5:1 gegen Zentronik Sömmerda; höchste Niederlage: 1:3 gegen CZ Jena II.

Gemeinsam mit dem Nachfolgeverein Vorwärts Plauen belegt Vorwärts Meiningen mit 17 Spieljahren Platz 28 in der Ewigen Tabelle der DDR-Liga.

Erfolge Bearbeiten

  • 1965: Bezirksmeister (Bezirk Suhl) und Aufstieg in die DDR-Liga (zweithöchste Spielklasse)
  • 1968/69; 1970/71; 1971/72: jeweils 2. Platz in der DDR-Liga
  • 1965/66, 1967/68, 1968/69, 1971/72: Günter Kluge wird Torschützenkönig der DDR-Liga

Werdegang einzelner Spieler Bearbeiten

Robert Kempe, Torwart (Jahrgang 1942 – kommt aus Kändler bei Chemnitz – aktiv bei Vorwärts Meiningen von 1962 bis 1974), war nach 1974 noch lange Zeit als Torhüter bei BSG Lok Meiningen und Plattenwerk Walldorf aktiv. Er lebt als Rentner in Meiningen und wurde im September 2006 Torwarttrainer beim TSV 05 Utendorf.

Lothar Pacholski war noch einige Zeit Trainer bei der ASG Vorwärts Plauen. Er war später Vorsitzender des Stadtsportbundes Plauen. Er starb am 31. Dezember 2005.

Bernd Quedenfeldt (Jahrgang 1943 – kommt aus Berlin – spielte beim TSC Berlin/1. FC Union Berlin), war Nachwuchsnationalspieler, arbeitete nach 1974 als Spielertrainer bei der SG Dynamo Suhl, die er in die Bezirksliga führen konnte. Später arbeitete er noch eine Zeit lang als Trainer bei TSV 05 Utendorf und SV 05 Jüchsen. Er starb 2000 in Utendorf.

Uwe Anding spielte noch einige Jahre bei Dynamo Suhl. Nach einigen Trainerstationen bei kleineren Vereinen im Kreis Meiningen wurde er Nachwuchs-Stützpunkttrainer in Meiningen.

Wolfgang Schmidt ging zurück nach Erfurt, wo er unter anderem für den FC Rot-Weiß Erfurt spielte. Er starb zu Beginn der 1990er Jahre bei einem Autounfall.

Karl Mahler, rechtes Mittelfeld (Jahrgang 1940 – kommt aus Gera), spielte bei Wismut Gera zwei Jahre in der DDR-Liga, kürzere Episoden bei FC Carl Zeiss Jena und FC Vorwärts Berlin, bei Vorwärts Meiningen von 1964 bis 1974, arbeitete danach als Trainer im Nachwuchsbereich und bei der 1. Mannschaft des VfL 04 Meiningen.

Norbert Cantow, Libero (Jahrgang 1946 – kommt aus Pasewalk), von 1967 bis 1971 bei Vorwärts Meiningen, spielte vorher beim SC Neubrandenburg und danach kurze Zeit bei FC Rot-Weiß Erfurt und Motor Suhl. Von 1972 bis 1979 war er bei Lok Meiningen und danach bei WK Schmalkalden und Kali Werra Tiefenort. Später wirkte er als Trainer unter anderem bei Lok Meiningen und dessen Nachfolger VfL Meiningen 04 sowie beim Bezirksligisten Herpfer SV 07. Von Juni 2008 bis Anfang Januar war er wieder als Trainer der 1. Mannschaft beim VfL Meiningen 04 tätig. Der einstige Berufsschullehrer für Sport ist mittlerweile im beruflichen Vorruhestand.

Horst Brückner, rechter Offensivverteidiger (Jahrgang 1946 – kommt aus Schackendorf), bei Vorwärts Meiningen von 1966 bis 1974, war Kandidat für die Nachfolge von Nationalspieler Otto Fräßdorf beim FC Vorwärts Berlin. Brückner kehrte 1974 zu seinem Heimatverein Motor Veilsdorf zurück und spielte dort ebenfalls mehrmals in der DDR-Liga.

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