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Österreich

Austria Bundesadler.svg

Österreich ist ein Binnenstaat und Alpenland in Mitteleuropa. Es grenzt im Norden an Deutschland und Tschechien, im Osten an die Slowakei und Ungarn, im Süden an Slowenien und Italien und im Westen an die Schweiz und Liechtenstein. Österreich ist eine bundesstaatlich organisierte parlamentarische Republik. Die Bundeshauptstadt ist Wien. Österreich besteht aus neun Bundesländern, die Verfassung ist föderal aufgebaut. Das Land ist seit 1955 Mitglied der Vereinten Nationen und seit 1995 Mitglied der Europäischen Union.



Austria locat.svg
Gandi79Hinzugefügt von Gandi79

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines Bearbeiten

Österreich erstreckt sich in west-östlicher Richtung über maximal 575, in nord-südlicher über 294 Kilometer.

Österreich besteht aus neun Bundesländern; Wien als Bundeshauptstadt ist eines davon. Die Länder gliedern sich in 84 Bezirke, die wiederum in Gemeinden unterteilt sind, sowie in 15 Statutarstädte, die die Bezirksverwaltung selbst ausüben.



Austria states german.png


Bundesland Hauptstadt Bevölkerung Fläche
(in km²)
Einwohner
(pro km²)
Städte Gemeinden
(insgesamt)
Burgenland Landesflagge.PNG Burgenland Eisenstadt 281.190 3.965 70,9 13 171
Flag of Carinthia (state).svg Kärnten Klagenfurt am Wörthersee 561.094 9.536 58,8 17 132
Flag of Niederösterreich (state).svg Niederösterreich St. Pölten 1.597.240 19.178 83,3 75 573
Oberösterreich Dienstflagge (Variation).PNG Oberösterreich Linz 1.408.165 11.982 117,5 32 444
Flag of Salzburg (state).svg Salzburg Salzburg 530.576 7.154 74,2 10 119
Flag of Steiermark (state).svg Steiermark Graz 1.205.909 16.392 73,6 34 542
Tirol Dienstflagge (Variation).png Tirol Innsbruck 703.512 12.648 55,6 11 279
Vorarlberg Dienstflagge (Variation).PNG Vorarlberg Bregenz 366.377 2.601 140,9 5 96
Wien Dienstflagge.PNG Wien 1.677.867 415 4.043,1 1 1

Stand 1. Jänner 2008 – Daten von Statistik Austria[1]

Städte und Ballungsräume



Innsbruck
Know NothingHinzugefügt von Know Nothing
Salzburger Altstadt, heute Weltkulturerbe
PintaricHinzugefügt von Pintaric

Das mit Abstand größte Siedlungsgebiet in Österreich ist die Metropolregion Wien mit einer Einwohnerzahl von 2.067.651 (Stand 1. Jänner 2005). Damit konzentriert sich ein Viertel der Bevölkerung des Staates in der Hauptstadtregion.

Auf österreichischem Staatsgebiet findet sich mit dem Kleinwalsertal eine funktionale Enklave Deutschlands. Das Kleinwalsertal gehört zwar zu Österreich (Bundesland Vorarlberg) und grenzt geographisch direkt an dieses, ist aber aufgrund der topografischen Lage auf Straßen nur über Deutschland zu erreichen. Eine weitere funktionale Enklave Deutschlands ist die Gemeinde Jungholz in Tirol, die von Österreich aus nicht erreichbar und nur durch den 1.636 m hohen Sorgschrofen mit Österreich verbunden ist. Die Saalforste sind österreichisches Staatsgebiet, stehen aber privatrechtlich im Eigentum des Freistaates Bayern

Deutsch ist laut Artikel 8 der Bundesverfassung (Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG) aus 1920) die Staatssprache der Republik Österreich. Das österreichische Deutsch – eine hochsprachliche nationale Standardvarietät der plurizentrischen deutschen Sprache – ist Muttersprache von etwa 98 % der österreichischen Staatsbürger.

Geschichte Bearbeiten

Die ältesten Spuren der Anwesenheit von Menschen in Österreich gehören dem Mittelpaläolithikum, der Zeit der Neandertaler, an. Viele Fundstellen liegen in Niederösterreich, die bekanntesten befinden sich in der Wachau – Darunter auch die Fundorte der beiden ältesten österreichischen Kunstwerke, die figürlichen Frauendarstellungen der sogenannten Tanzenden Fanny von Stratzing/Krems-Rehberg und der Venus von Willendorf.

Nach der schrittweisen Besiedelung aller Regionen Österreichs in der Jungsteinzeit steht die Kupfersteinzeit im Zeichen der Erschließung von Rohstoffvorkommen, vor allem Kupfer. Aus dieser Zeit stammt auch der Fund der berühmten Gletschermumie Ötzi im österreichisch-italienischen Grenzgebiet.

Österreich ist nach der Bundesverfassung von 1920 in der Fassung von 1929, die 1945 wieder in Kraft gesetzt wurde, eine föderale, parlamentarisch-demokratische Republik, bestehend aus neun Bundesländern. Staatsoberhaupt ist der Bundespräsident, der (laut Verfassungsnovelle 1929) für 6 Jahre direkt vom Volk gewählt wird; eine einmalige Wiederwahl ist zulässig.

Sport Bearbeiten

Wintersport Bearbeiten

Innsbruck ist zweifacher Austragungsort der Olympischen Winterspiele (1964 und 1976)
SvíčkováHinzugefügt von Svíčková

Aufgrund seiner Geographie zählt Österreich in zahlreichen Wintersportarten zur Weltspitze, wie etwa in alpinen Ski-Bewerben, im Skispringen oder im Snowboarden. Der Wintersport genießt in Österreich einen hohen Stellenwert und dessen Fernsehübertragungen, vor allem jene der Ski-Alpin-Bewerbe, erreichen weite Teile der Bevölkerung. Bekannte Ski-Sportler der letzten Jahre sind z. B. Hermann Maier, Renate Götschl, Alexandra Meissnitzer, Benjamin Raich, Michael Walchhofer, Marlies Schild und Rainer Schönfelder. An erfolgreichen Skifahrern der Vergangenheit wären Anton Sailer, Karl Schranz, Franz Klammer, Stephan Eberharter, Annemarie Moser-Pröll, Petra Kronberger oder Michaela Dorfmeister hervorzuheben. So war z. B. Fernsehmoderator Armin Assinger einst Skirennläufer, auch Schlager-Star Hansi Hinterseer fuhr früher als Profi Slalomhänge hinab.

Weitere erfolgreiche Wintersportler sind beispielsweise die Rodler Markus Prock, Wolfgang und Andreas Linger und das österreichische Skisprung-Team um Gregor Schlierenzauer, Thomas Morgenstern und Martin Höllwarth, welches in den letzten Jahren zahlreiche Olympia- und Weltcup-Siege für sich verbuchen konnte. Nicht mehr aktive Skisprung-Größen wie Anton Innauer, Hubert Neuper oder auch Andreas Goldberger sind heute als Trainer und oft auch als Co-Fernsehmoderatoren tätig.

Sommersport Bearbeiten

Auch im Sommersport, bzw. ganzjährig ausübbaren Sportarten kann Österreich immer wieder nennenswerte Erfolge für sich verbuchen, doch erreichen diese, bis auf den Fußball, bei weitem nicht die Reichweite des Wintersports, gemessen am Interesse der Bevölkerung. Bei Erfolgen im Zuge von Großereignissen wie den Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften gelangen diese Sportarten naturgemäß dennoch ins mediale Rampenlicht. Derartige Sportarten, in welchen Österreicher regelmäßig zu den potentiellen Sieganwärtern zählen, sind vor allem der Segelsport (Roman Hagara, Hans-Peter Steinacher), Judo (Peter Seisenbacher), Triathlon (Kate Allen), Schwimmen (Mirna Jukić und Markus Rogan), Beachvolleyball (Europameister 2003 und 2007) sowie die Formel 1 (Ex-Rennfahrer Niki Lauda, Jochen Rindt, Gerhard Berger).

Im Jahr 2003 holte Werner Schlager den Weltmeistertitel im Tischtennis, 1996 wurde Thomas Muster als erster Österreicher überhaupt Nummer 1 der Tennisweltrangliste, nachdem er ein Jahr zuvor den Grand-Slam-Titel von Paris – die French Open – gewonnen hatte. Im Dezember 2005 erschwamm Markus Rogan bei der Kurzbahn-Schwimm-EM über 200-m-Rücken einen neuen Weltrekord, den ersten für Österreich seit 1912. Bei der Kurzbahn-WM 2008 schwamm er über dieselbe Strecke erneut Weltrekord und wurde damit Österreichs erster Schwimmweltmeister überhaupt.

Vereinssport Bearbeiten

Ernst-Happel-Stadion in Wien
Freedom WizardHinzugefügt von Freedom Wizard

Der Vereinssport besitzt in Österreich einen sehr hohen Stellenwert. In manchen Gemeinden und Städten sind mehr als die Hälfte der Einwohner in Vereinen sportlich aktiv. Vor allem der Fußball besitzt, besonders in Wien, lange Tradition, aber auch weniger bekannte Sportarten stoßen mancherorts auf regen Zulauf. So zählt Österreich beispielsweise im Faustball (besonders Vereine aus Oberösterreich) zur Weltspitze und wurde 2007 erstmals Herren-Weltmeister, hat außerdem eine der besten American-Football-Ligen weltweit, und manche der an der Donau oder an größeren Seen gelegenen Gemeinden haben eigene Wassersportvereine.

Hypo Niederösterreich zählt im Frauenhandball zurzeit ebenso zur europäischen Spitze wie die Vikings Vienna im American Football. Größte Erfolge im Fußball in jüngerer Vergangenheit waren das Erreichen des Finale im UEFA-Cup durch den SV Austria Salzburg 1994 sowie die drei Endspielteilnahmen im Europacup der Cupsieger durch die Wiener Austria 1978 und SK Rapid Wien in den Jahren 1985 und 1996.

Michael Auer, Clemens Doppler, Gery Farkas, Thomas Friess, Christian Greber, Monika Kaserer, Roland Kirchler, Roland Linz, Wolfgang Mair, Wolfgang Markytan, Christian Mayrleb, Hans Orsolics, Bernd Pfeffer, Christian Pfeiffer, Hannes Reichelt, Daniel Spitzl, Martin Steinbauer, Brigitte Totschnig, Alexander Zach, Jürgen Hermann Zechner, Christoph Zwölfer, FC Red Bull Salzburg, SK Rapid Wien, FK Austria Wien, SK Sturm Graz, SV Ried, SK Austria Kärnten, LASK Linz, Kapfenberger SV, SV Mattersburg, SC Wiener NeustadtSC Magna Wiener Neustadt, Raiffeisen Vikings ViennaVikings Vienna, Swarco Raiders Tirol, Graz Giants, VEU Feldkirch, SK Rapid Wien, FK Austria Wien,

Internationale Sportveranstaltungen Bearbeiten

Österreich war bisher zweimal Veranstalter Olympischer Spiele (beide Male Olympische Winterspiele in Innsbruck, 1964 und 1976). Insgesamt holten österreichische Spitzensportler 51 Gold-, 52 Silber- und 66 Bronzemedaillen in der Geschichte Olympischer Winterspiele sowie 26 Gold-, 38 Silber- und 40 Bronzemedaillen bei Olympischen Sommerspielen (Stand: 2005).

Bei den letzten Olympischen Winterspielen 2006 in Turin gewann das österreichische Team 9 Gold-, 7 Silber- und 7 Bronzemedaillen. Bei den Olympischen Sommerspielen 2004 wurden 2 Goldmedaillen (durch Roman Hagara & Hans-Peter Steinacher im Tornado-Segeln sowie Kate Allen im Triathlon), 4 Silber- sowie eine Bronzemedaille erkämpft.

Die Eishockey-Weltmeisterschaft fand 1964 in Innsbruck statt, 1967, 1977, 1987, 1996 und 2005 in Wien. Die Schwimmeuropameisterschaften fanden 1950, 1974 und 1995 in Wien statt. Die erste Eiskunstlauf-Europameisterschaft der Sportgeschichte fand 1892 in Wien statt, bis zum Jahr 2000 fanden acht weitere Europameisterschaften in Wien statt, die EM 1981 in Innsbruck.

Vom 7. bis 29. Juni 2008 war Österreich gemeinsam mit der Schweiz Veranstalter der Fußball-Europameisterschaft 2008. Die auf Österreich entfallenden Spiele fanden in Wien, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt statt, das Finale in Wien.

Literatur Bearbeiten

  • Österreichische Nationalbibliothek: Österreichische Bibliographie: Verzeichnis der österreichischen Neuerscheinungen. Wien 1946–2002. Seit 2003 Online-Ausgabe
  • Richard und Maria Bamberger, Ernst Bruckmüller, Karl Gutkas (Hrsg.): Österreich-Lexikon. Wien: Verlagsgemeinschaft Österreich-Lexikon, 2004, ISBN 3-85498-385-9 - Fortgeführt als Online-Ausgabe.
  • Peter Berger: Kurze Geschichte Österreichs im 20. Jahrhundert, Wien: Facultas Universitätsverlag, 2. verb. Auflage 2008, ISBN 3-7089-0354-4
  • Harald Fidler: Österreichs Medienwelt von A - Z. Das komplette Lexikon mit 1000 Stichwörtern von Abzockfernsehen bis Zeitungssterben, Wien: Falter, 2008, ISBN 3-85439-415-2
  • Friedrich Heer: Der Kampf um die österreichische Identität, Böhlau: Wien 2001, ISBN 3-205-99333-0
  • Peter Pleyel: Das römische Österreich, Wien: Pichler 2002, ISBN 3-85431-270-9
  • Erwin Ringel: Die österreichische Seele: Zehn Reden über Medizin, Politik, Kunst und Religion, Neuauflage: Wien: Kremayr & Scheriau 2005, ISBN 3-218-00761-5
  • Robert und Melita Sedlaczek: Das österreichische Deutsch, Ueberreuter 2004, ISBN 3-8000-7075-8
  • Helmut Seel und Josef Scheipl: Das österreichische Bildungswesen am Übergang ins 21.Jahrhundert, Graz: Leykam 2004, ISBN 3-7011-7388-5
  • Karl Vocelka: Geschichte Österreichs. Kultur – Gesellschaft – Politik, Heyne 2002, ISBN 3-453-21622-9

Weblinks Bearbeiten

Wikilinks Bearbeiten

Wikiatlas Wikimedia-Atlas: Österreich – geographische und historische Karten
Newspaper Cover.svg Wikinews:Österreich
Books-aj.svg aj ashton 01g.svg.pngWiktionary:Österreich 
Wikiquote-logo.svg Wikiquote: Österreich
Wikiquote-logo.svg Wikiquote: Österreichische Sprichwörter


Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Statistik Austria – Bevölkerung nach Bundesländern, 10. Februar 2007





Kopie vom 29.07.2009, Quelle: Wikipedia Artikel, Autoren in der Wikipedia
Lokale Autorenseite, Lizenz: GFDL, CC-by-sa 3.0

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